Sonntag, 21.06.2015

Freitag, 12.06.2015 - Sonntag, 21.06.2015: California, Nevada and Arizona

Am Donnerstag Abend fuhr ich nach der Arbeit noch zu Kira, um ihr ihren Laptop zurück zu geben, den sie am Vorabend bei mir vergessen hatte. Gegen 23:00 Uhr holte ich Anna ab und wir fuhren zusammen zu mir, wo wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen machten, ehe wir in mein Zimmer oder viel mehr in eine Saune gingen. Unsere Klimaanlage im dritten Stock funktioniert immer noch nicht und die Sonne hatte mein Zimmer über den Tag wahnsinnig aufgeheitzt. Da es draußen selbst zu später Abendstunde noch sehr warm und unfassbar schwül war, kam das Öffnen eines Fensters nicht in Frage. Selbst ein großer Ventilator, welchen ich aus einem der Gästezimmer geklaut hatte, schaffte es nicht, die Hitze erträglicher zu machen. Nach etwa drei Stunden Schlaf klingelte der Wecker und Anna und ich mussten uns für die Abfahrt zum Flughafen richten. Da wir zur Zeit auch kein warmes Wasser im Haus haben, weckte die kalte Dusche einen erst einmal auf. Um 6:00 Uhr kam die Haushälterin und dann ging es auf den Weg Richtung John F. Kennedy Airport. Wir hatten ausreichend Zeit eingeplant und somit konnten wir stressfrei einchecken und durch die Sicherheitskontrolle gehen. Anscheinend habe ich einen verdächtigen Anschein gemacht, weswegen man meine Hände mit einer Art Rolle abfuhr, vermutlich um auf Drogenmissbrauch zu untersuchen. Negativ. Anna und ich hatten dann noch weitere zwei Stunden am Gate zu überbrücken ehe wir an Board der Maschine gehen konnten. Der Flug verlief ohne Probleme, aber auch ohne jegliche kostenlose Mahlzeit, worüber wir uns sehr aufregten. Immerhin fliegt man von New York nach San Francisco ganze 6:15 h. Lediglich die Getränke bekam man umsonst, das Entertainment musste selbstverständlich auch gezahlt werden. Wobei wir ohnehin Schlaf nachzuholen hatten. Glücklicherweise saß eine nette Amerikanerin neben uns, die ausreichend Snacks eingepackt hatte und uns einen Becher mit Erdnüsse abgab . Wir landeten pünktlich um 13:45 Uhr Ortszeit. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten, liefen wir zur Gepäckausgabe, um dort unsere Koffer einzusammeln. Anschließend suchten wir die Bahn auf, da wir beschlossen hatten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Flughafen zum Hostel zu fahren. An unserer Station angekommen, bekamen wir nicht gerade den besten ersten Eindruck von San Francisco, da die Haltestelle nach Urin stank und sich zahlreiche Obdachlose in diversen Ecken schlafen gelegt hatten. Wir mussten von dort aus ca. 15 Minuten zu Fuß laufen, wobei es stetig bergauf ging. Durchgeschwitzt checkten wir gegen 3:30 Uhr im Hostel ein und gingen erst einmal duschen ehe wir uns auf den Weg zu den "Painted Ladies" machten. Auf dem Weg kauften wir uns noch etwas zu essen, da wir beide sehr hungrig waren. Nach ca. 40 Minuten Fußweg kamen wir am Ziel an und genossen den Ausblick auf San Francisco.

Sowohl auf dem Weg zu den Painted Ladied als auch auf dem Rückweg wurden Anna und ich andauernd von wildfremden Kerlen angestarrt und angequatscht und teilweise verfolgt, was uns tatsächlich Angst einjagdte. Wir waren gerade eine Stunde in San Francisco und durften die Verhaftung eines jungen Mannes auf öffentlicher Straße mitansehen. Glücklicherweise gibt es bauch andere Bezirke, welche um einiges sicherer wirkten. Da es bei den "Painted Ladies" sehr windig und somit auch kalt war, blieben wir nicht allzu lange, sondern liefen wieder zurück Richtung Hostel. Auf dem Weg stoppten wir an einer kleinen Bäckerei und Anna kaufte sich einen Eiscaffee. Unser Abendessen bestand aus einem Apfel, einer Banane und Frozen Yoghurt von Walgreens. Da die Bananen gerade im ANgebot waren kaufte ich zwei für einen Dollar, wobei ich eine davon einem Obdachlosen abgab, der vor dem Supermarkt bettelte. Wir liefen dann direkt zum Hostel, wo wir versuchten unsere Koffer besser zu organisieren und dann gingen wir schlafen.

Samstag Morgen war um 8:00 Uhr Treffpunkt in der Lobby des Hostels und da trafen wir zum ersten Mal auf unsere Gruppe und unsere Tourleiterin. Nachdem wir auf Anwesenheit kontrolliert wurden, konnten wir unsere Koffer im Van verstauen und uns einen Platz sichern. Wir fuhren als erstes an der City Hall vorbei über Chinatown bis hin zur Golden Gate Bridge, wo wir kurz anhielten, um Bilder aufnehmen zu können. Leider lag die Brücke im Nebel und auch Alcatraz war nur schwer in der Ferne zu erkennen.

 

 

Von dort aus fuhren wir zu Fishermen's Wharf, wo wir etwas Zeit hatten, um unter anderem ewas zu Mittag zu essen. Anna und ich beschlossen einen Burger bei In 'N Out zu probieren und ich muss sagen , dass dieses Fast Food Restaurant allen anderen Fast Food Restaurants weitaus überlegen ist. Zudem auch noch günstig, ich habe 2,70$ für einen Hamburger und 1,95$ für eine große Portion Pommes gezahlt.

Ehe wir Richtung Yosemite National Park fuhren, hielten wir noch an der Lombard Street an.

Die Fahrt zum Campingplatz Nahe des Yosemite National Parks dauerte etwas länger als geplant, wobei ich die Zeit zum schlafen nutzen konnte. Am Campingplatz angekommen mussten wir unsere Zelte bei 40 Grad im Schatten aufschlagen und organisatorische Dinge klären. Anschließend hatten wir eine gute Stunde Freizeit, die wir am erfrischendem Fluss verbrachten. Zum Abendessen gab es Hamburger und Salat, welche die Tourleiterin vorbereitet hatte. Nach dem Essen gingen Anna und ich mit zwei anderen Mädchen zum Pool des Nachbarhotels und zum Abschluss des Tages machten wir uns noch Smores über dem Lagerfeuer. Dazu wird ein Marshmallow über dem Feuer goldbraun gebrannt und dann auf einen Keks gegeben, zu guter Letzt kommt noch eine dünne Scheibe Schokolade dazwischen gelegt.

Am Sonntag Morgen mussten wir unser Zelt wieder abbauen, schnell eine Kleinigkeit frühstücken und unsere Koffer, Zelte und Essen im Anhänger verstauen. Gegen 8:00 Uhr fuhren wir dann zum Yosemite National Park, wo wir ungefähr 3 Stunden verbrachten.

Anna, zwei andere Mädels und ich beschlossen, Fahrräder zu mieten, um einfacher durch den Park zu gelangen. Wir fuhren vom Fahrradverleih zu den Yosemite Falls, wo wir den Fußgängerweg unerlaubter weise mit unseren Rädern unsicher machten. Wir brachten die Fahrräder pünktlich zurück und hatten noch ausreichend Zeit mit einem Shuttlebus zurück zum Van zu fahren. Allerdings wurde unsere Station aus unerklärlichen Gründen nicht angefahren und somit stiegen wir an einer anderem aus. Ohne jegliche Orientierung liefen wir in eine Richtung. Dank Karte fanden wir den richtigen Parkplatz, kamen allerdings mit 10 Minuten Verspätung an. Vom Yosemite National Park fuhren wir weiter in den Osten zu unserm heutigen Campingplatz, wobei wir zwischendurch an verschiedenen Aussichtspunkten anhielten und zudem eine Mittagspause an einem See einlegten, wo wir gemeinsam unsere Sandwiches aßen. Anschließend fuhren wir weiter und erreichten gegen 5:30 Uhr den Campingplatz, wo wir zunächst unsere Zelte aufschlugen.

Einige Mädchen aus der Gruppe beschlossen, die Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Anna, drei weitere Mädchen und ich erklärten uns dazu bereit, das Abendessen zu kochen. Es gab Hühnchenbrust, Gemüse und Reis. Den Abwasch konnten wir somit umgehen und gemütlich am Tisch sitzen bleiben. Das Essen ist selbstverständlich kein Gaumenschmauß, aber genießbar ist es allemal. Die Gesellschaft und Gespräche waren unglaublich lustig und zum Abschluss des Tages fuhren wir alle gemeinsam zu geheimen Hot Springs. Da der Campingplatz nur kalte Duschen im Angebot hatte, tat das Baden im warmen Quellwasser umso besser. Eigentlich wollten wir noch Cow Tipping machen, was allerdings aufgrund der Müdigkeit nicht gemacht wurde. Vielleicht besser so, wohlmöglich wären wir dafür noch verhaftet worden. Wir gingen direkt schlafen und mitten in der Nacht wurde ich von Nasenbluten geweckt. Ich musste also in der Dunkelheit meine Schuhe im Zelt finden, eine Taschenlampe greifen, um dann zur Toilette stapfen zu können. Es gibt definitiv besseres zu tun um diese Uhrzeit. Um 5:00 Uhr Morgens wurde ich von den auf der Wiese weidenden Kühen und den vorbeifahrenden Autos und Trucks geweckt. Der Morgen verlief ähnlich wie der vorherige mit der Ausnahme, dass ich warm duschen konnte, wofür ich ganze zwei Dollar zahlte. Vor dem Frühstück musste das Zelt abgebaut werden und alles gepackt sein. Da wir mittlerweile etwas Übung hatten ging das Ganze auch schon schneller, wobei uns der Grasboden ebenfalls zu gute kam. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Death Valley, dem heißesten, trockensten und tiefsten Punkt der Erde.

Direkt zu Beginn konnte man Sanddünen aus dem Fenster sehen, hier wurde der vierte Teil von Star Wars gedreht. Immer wieder hielten wir an Aussichtspunkten an, wo meist auch eine Toilette, bzw. vielmehr ein Plumpsklo vorzufinden war.

Bei 47 Grad Celsius im Schatten packten wir unsere Lunchbox aus und setzten uns an Picknick Tische. Diese Tische waren aus Metall und durch die Sonne kochend heiß, daher wurde das Handtuch kurzerhand zweckentfremdet. Zu der Hitze kamen immer wieder Windstöße, die aber alles andere als erfrischend waren. Der heiße Wind brannte wie Feuer im Gesicht und am Körper. Nachdem wir gegessen hatten, packten wir alles ordnungsgemäß zurück in den Anhänger des Vans und fuhren zur letzen Station im Death Valley.

Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt verließen wir Kalifornien und überquerten die Grenze nach Nevada. Kurze Zeit später hielten wir an einem Supermarkt an, wo wir uns Snacks für die nächsten Tage und Wein kauften. Zurück im Van wurde die Stimmung immer besser, denn Las Vegas war nicht mehr weit entfernt und plötzlich tauchte eine Stadt inmitten der Wüste auf. Wir hatten es geschafft! Vor uns lag Las Vegas mit der Freiheitsstatue und dem Empire Statebuilding in New York New York, dem Eifelturm und all den Casinos. Um 7:45 pm war Treffpunkt in der Lobby des Hotels und um 8:00 pm kam unsere Limousine angefahren. Zusammen mit einer anderen Reisegruppe stiegen wir in die rote Limousine und packten unsern selbstmitgebrachten Alkohol aus. Immer wieder wurden kurze Stops gemacht, sodass wir einen Eindruck von Las Vegas bekommen konnten. Der nächste Tag startete für die einen sehr früh, denn wer Fallschirmspringen gehen wollte musste um 6:45 Uhr abfahrbereit sein. Für die anderen startete er mit einem Burger zum Frühstück. Nach dem Frühstück legten wir uns an den Pool, wobei meine Nase wieder anfing zu bluten, weswegen ich zurück ins Zimmer ging. Die Bar am Pool durfte man unter 21 Jahren nicht ein mal betreten, selbst wenn man nur ein Wasser haben wollte. Gegen 15:00 Uhr schnappten wir uns unsere Sachen und gingen zunächst duschen und dann liefen wir den Strip entlang. Vorbei am Empire Statebuilding, der Freiheitsstatue, der Brooklyn Bridge, dem Eifelturm bis hin zum Caesars Palace. Die Hitze machte uns allen zu schaffen, weswegen wir einen Stop bei Starbucks einlegten. Für Leitungswasser wurde hier 1$ verlangt, was tatsächlich ein wenig lächerlich war. Zum krönenden Abschluss des Tages sahen wir uns noch eine Show an, immerhin waren wir in Vegas! Der Plan für den nächsten Tag hatte sich geändert und so wurde der Treffpunkt von 9:00 Uhr auf 7:45 Uhr vorverlegt. Als wir gerade im Van saßen, sahen wir, wie ein Mädchen der anderen Reisegruppe alleine mit ihrem Koffer durch Las Vegas lief. Sie hatte ihre Reise abgebrochen, was anscheinend immer mal wieder vorkommt. Mittagessen hatten wir an der Route 66 in einem Burger Haus.

Diese Gegend diente einst als Vorlage für den Film "Cars". Danach stoppten wir mittenmang aufder Route ist 66, um ein paar Bilder aufzunehmen.

Anschließend hatten wir den Grand Canyon als Ziel vor Augen, worauf ich mich besonders freute. Wir bauten unsere Zelte sehr zügig auf und dann wurden wir vom Campingplatz zu einer Aussichtsplattform gebracht und dort für knappe 3 1/2 Stunden ausgesetzt. Der Ausblick war fantastisch und alles wirkte so unwirklich.

Mir kam es so vor als würde ich auf ein überdimensionales Bild starren. Entlang der Schlucht zog sich ein Wanderweg, dem man vermutlich Ewigkeiten hätte folgen können. Ein unwohles Gefühl hatte ich allerdings an der ein oder anderen Stelle, da es keinerlei Absicherung entlang der Schlucht gab. Unsere Gruppe suchte sich einen gemütlichen Platz und zusammen warteten wir auf den Sonnenuntergang. Allerdings wurde es zunehmend kälter und nach zwei Stunden warten und bewölktem Himmel liefen wir zum Shuttlebus, welcher uns zurück zum Campingplatz bringen sollte. An unseren Zelten angekommen, war das Abendessen so gut wie fertig. Gemeinsam aßen wir Spaghetti mit Tomatensauce und Salat. Nach dem Essen musste natürlich zuerst der Abwasch erledigt werden, ehe wir ums Lagerfeuer sitzen konnten. Ich ging an diesem Abend relativ früh ins Bett, bzw. Zelt, da ich am nächsten Morgen früh aufstehen musste. Am Donnerstag klingelte der Wecker um 5:30 Uhr, viel zu früh meiner Meinung nach. Bis 6:45 Uhr musste ich mein Gesicht waschen, Zähne putzen, mich schminken und umziehen, frühstücken, packen und zu guter Letzt das Zelt zusammen mit Anna abbauen. Während die Hälfte der Gruppe noch in ihren Zelten schlummerte, ging es für sechs andere Mädchen und mich zum Grand Canyon Airport. Uns stand ein vielversprechender Helikopterflug über dem Grand Canyon bevor. Da ich mich erst zwei Tage später als die anderen angemeldet hatte, musste ich in einem anderen Helikopter fliegen, was mir allerdings nichts ausmachte. Immerhin hatte ich einen sehr guten, wenn nicht sogar den besten Platz im Helikopter zugeteilt bekommen. Da wir über den Colorado River flogen, musste jeder Insasse eine Schwimmweste tragen. Nachdem wir angeschnallt auf unseren Plätzen saßen, bekamen wir unsere Headsets aufgesetzt, über welche wir mit dem Piloten kommunizieren konnten. Wir waren abflugbereit und somit fingen die Rotoren an zu drehen. Wenige Sekunden später hatten wir den Boden unter uns verlassen und flogen in Richtung Grand Canyon. Zum ersten Mal wurde mir bewusst wir riesig der National Park wirklich ist. Wir flogen zunächst über Tausende von Bäumen hinweg und ich hoffte, Elche oder Bären zu erblicken. Leider vergeblich. Den 60 minütigen Helikopterflug kann ich gar nicht so recht in Worte fassen und die Eindrücke waren auch nicht mit Bildern festzuhalten.

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, ging es zurück zum Camp, wo der Rest der Gruppe mit gepackten Koffern auf uns warteten. Schnell wurde alles im Anhänger verstaut und wir traten die Fahrt zum Lake Havasu an. Bei Ankunft gegen 17:00 Uhr lagen die Temperaturen in Lake Havasu City um die 47 Grad Celsius. Wir einigten uns alle darauf, die folgende Nacht unter freiem Himmel zu schlafen, da niemand ein Zelt aufbauen wollte. Die Hitze war unerträglich und deswegen gingen wir im See baden. Unsere Tourleiterin hatte in Las Vegas zwei brandneue Stand Up Paddleboards auf den Van geschnallt, welche nun zum Einsatz kommen sollten. Aus Faulheit schnallte die Tour Leiterin allerdings nur eines der beiden Boards ab, weswegen jedem nur wenige Minuten auf dem Brett zur Verfügung standen. Zum Abendessen gingen wir in eine naheliegende Pizzaria. Es dauerte allerdings über 30 Minuten, den richtigen Weg zu finden, was uns hungrigen Mädels eine Ewigkeit vorkam. Nach dem Essen fuhren eir zurück zum Camp, wobei ich auf halber Strecke ausstieg und den Rest des Weges lief, da ich tolle Bilder vom Sonnenuntergang machen wollte, was mir nicht zu 100 Prozent gelang.

An unserer Campside angekommen, sah ich wie Mädchen Bilder auf dem Paddelboot machten und Anna und ich wollten das dann ebenfalls machen. Die Herausforderung bestand darin, nicht ins Wasser zu fallen, was Anna nicht gelang. Bei ihrem Sturz ins Wasser hätte sie mich beinahe mitgerissen. Unglücklicherweise summten unzählige Mücken um meinen Kopf, weswegen wir beschlossen, ein Zelt aufzubauen, was sich im Dunklen etwas schwieriger gestaltete. Wir gingen sehr früh schlafen, da die Abfahrt für den nächsten Tag auf 6:00 Uhr angesetzt war. Um 4:45 klingelte der Wecker und halb schlafend dackelte ich mit meinem Waschbeutel zu den Toiletten und Duschen des Campingplatzes, um dort eine kalte Dusche zu nehmen, welche mich wecken sollte. Meine Nase blutete schon wieder. In der Zwischenzeit warem zudem meine Sandalen spurlos wie vom Erdboden verschluckt. Um 6:00 Uhr waren natürlich noch nicht alle abfahrbereit und so wurde erst einmal gefrühstückt. Allerdings gab es nur noch eine minimale Auswahl an Essen, da der letzte Tag des Campings erreicht worden war. Die Fahrt vom Lake Havasu nach Los Angeles dauerte länger als geplant und so kamen wir gegen 14:00 Uhr am Hollywood Boulevard an, wo wir aus dem Auto sprangen und 1 1/2 Stunden Zeit hatten, um den Stern unseres Stars zu finden. Niemals hätte ich mir den Hollywood Boulevard so dreckig und unspektakulär vorgestellt. Stellt euch eine hässliche Fußgängerzone mit Sternen auf dem Bürgersteig vor.

Das Hollywood Zeichen sollte angeblich von einem Einkaufscenter auf dem Hollywood Boulevard zu sehen sein, allerdings suchten wir dieses Einkaufscenter vergeblich. Cathy und ich wollten aber unbedingt ein Bild davon und so begaben wir uns mit Hilfe Google Maps auf die Suche. Wir erblickten es und dann war es verschwunden. Nach 30 Minuten Laufen beschlossen wir umzukehren, da dir Zeit knapp wurde. Plötzlich standen wir vor dem Einkaufszentrum und somit konnten wir das erwünschte Foto schießen. Der nächste Stopp war Beverly Hills, wo meine Nase zum wiederholten Male anfing zu bluten. Die Hitze machte die Sache nicht gerade besser und somit lief ich mit blutender Nase den Rodeo Drive entlang. Der Rodeo Drive ist eine Einkaufsstraße mit Nobelgeschäften wie Gucci, Prada und Louis Vuitton.

Am Ender der Straße angelangt, lag das Hotel aus dem Film "Pretty Woman" vor uns und somit war unser Treffpunkt erreicht. Wir kletterten zurück in den Van und fuhren von Beverly Hills zu Venice Beach. Dieser Strand hat es mir wirklich angetan. Würde ich in Los Angeles wohnen, würde ich vermutlich meine Freizeit an diesem Ort verbringen. Skaten, surfen, tanzen, schwimmen, Volleyball und Basketball spielen, trainieren, shoppen und essen an einem Ort. Viele junge Leute treffen sich am Venice Beach und das macht gute Laune.

Danach ging es zum Hostel in Santa Monica und nachdem wir eingecheckt hatten, suchten wir auf der Straße etwas zu essen. Die meisten holten sich einen Salat und damit liefen wir zusammen zum Strand am Santa Monica Pier.

Es war unerwartet kalt, weswegen ich trotz langer Hose und Pullover fror. Nachdem wir über den Pier gelaufen waren, gingen wir zurück ins Hostel und legten uns in unsere Betten. Die Tour war hiermit offiziell beendet. Samstag Morgen konnten wir zum ersten Mal seit 9 Tagen ausschlafen, wobei wir alle gegen 8:00 Uhr wach wurden. Nach dem Frühstück gingen Cathy, Jo, Lea, Anna und ich gemeinsam zum Strand. Wir verbrachten fünf Stunden in der prallen Sonne und einem angenehmen Wind, was bei allen einen mehr oder weniger schlimmen Sonnenbrand zur Folge hatte. Da Anna und Lea eine weitere Nacht in dem Hostel schliefen, konnte ich meinen Koffer problemlos im Zimmer stehen lassen und sogar noch duschen gehen, obwohl ich bereits um 9:00 Uhr ausgecheckt hatte. Gegen 20:15 Uhr bestellte ich mit einem anderen Mädchen der Gruppe ein Taxi vom Hostel zum Flughafen, was anscheinend 25$ kosten sollte und somit günstiger als ein Shuttlebus sein sollte. Der Taxifahrer fuhr zunächst allerdings im Kreis und schlussendlich hätte der ganze Spaß 50€ gekostet. Da er aber gemerkt hatte, wie sehr wir uns darüber aufregten, zahlten wir nur 40$. Am Flughafen verlief alles problemlos, da ich bereits online eingecheckt hatte und auch keine Koffer aufzugeben hatte. Um 23:05 Uhr startete das Flugzeug und ich versuchte zu schlafen, was aufgrund meines verbrannten Hinters eine schmerzhafte Angelegenheit war. Am JFK angekommen, suchte ich meinem Shuttlebus, der mich zur Grand Central brachte, von dort nahm ich einen Zug nach Rye, wo Kira mich abholte und nach Hause brachte.

Donnerstag, 11.06.2015

Donnerstag, 11.06.2015 - Ich wohne in einem Geisterhaus

Hallo zusammen, 

nach längerer Zeit melde ich mich wieder zurück. 
Ich hatte die letzten Wochen sehr viel um die Ohren und konnte deswegen kaum Zeit finden, etwas niederzuschreiben.

Am Montag, den 25.05. war Memorial Day und die Jungs hatten schulfrei. Meine Gastmutter nutze die Gelegenheit und lud 12 Familien zu einer Pool Party ein. Die Haushälterin und ich fuhren daher gemeinsam zu Costco und Whole Foods, um Einkäufe zu erledigen. Unsere Ausgaben an diesem Tag betrugen knapp 600$. Und selbstverständlich blieben Unmengen an Essen übrig, weswegen wir uns 5 Tage lang von Maiskolben und Hühnchenbrust ernährten. 

Als Au Pair in Amerika reist man mit einem Studentenvisum ein, welches vorsieht, dass man in Amerika 80 Stunden zum College geht. Ich habe bereits einen Spanisch Kurs im Herbst 2014 und einen weiteren Spanischkurs im Frühling dieses Jahres belegt und somit 40 von 80 Stunden absolviert. Ich hatte mich Anfang April für den American Pop Culture Weekend Course angemeldet und musste dafür eine 4-seitige Hausaufgabe vorbereiten. Am Samstag, den 30.05. und Sonntag, den 31.05. verbrachte ich meine Zeit von jeweils 9.00-17.00 im College. Die Hausaufgabe war auf 4 Stunden ausgelegt, 16 Stunden verbrachte ich im College und weitere 20 Stunden waren für einen 6-seitigen Essay eingeplant, welchen ich am Dienstag dieser Woche einreichte. Nun muss ich nur noch hoffen, dass meine Lehrerin damit zufrieden ist und ich mein Zertifikat erhalte. 

Am Sonntag, den 31.05. flogen meine Gasteltern nach Los Angeles, weil sie Karten für eine Filmpremiere gewonnen hatten, welche sie wahrnehmen wollten. Da man das Au Pair offiziell nicht mit den Gastkindern über Nacht alleine lassen darf, zog die Haushälterin von Sonntag bis Dienstag ins Haus ein, um mir zur Seite zu stehen. 
Da die Jungs am Montag und Dienstag wie gewohnt Schule hatten, konnte ich vormittags wie gewohnt ins Gym gehen. Die Nachmittage verliefen einwandfrei, da die beiden Jungs ein sehr gutes Verhalten an den Tag legen, wenn ihre Eltern nicht in der Nähe sind.

Außerdem verbrachte ich die letzten Wochen damit, Bewerbungen für Universitäten in Deutschland zu schreiben und abzuschicken, was aufgrund der Online Bewerbungen sehr unkompliziert war. Allerdings haben wir seit ein paar Tagen Probleme mit der Stromversorgung im Haus, was immer wieder dazu führte, dass das Internet nicht funktionierte und somit musste ich des Öfteren von vorne beginnen.

Hiermit kommen wir nun endlich zu meiner Überschrift. "Ich wohne in einem Geisterhaus". Aufgrund heftiger Regengüsse fiel der Strom im Haus aus, was jetzt nicht besonders außergewöhnlich ist. Allerdings spielen die Lichter nun schon seit mehreren Tagen verrückt und ihre Helligkeit geht stetig auf und ab. Gestern Abend explodierte meine Steckerleiste neben meinem Bett und mein Zimmer stinkt immer noch nach verbrannntem Plastik. Meine Lichter sind damit auch durchgebrannt und mein Gastvater ist zur Zeit zu beschäftigt, das in Ordnung zu bringen.

Derzeit vermeide ich den Aufenthalt in meinem Zimmer, da die Renovierungsarbeiten für das Badezimmer meiner Gasteltern am Montag begonnen haben und der Lärm in meinem Zimmer nicht auszuhalten ist. Die Arbeiter fangen morgens um 8.00 Uhr an und selbst Musik auf vollster Lautstärke kann den Lärm nicht übertönen. Außerdem wurde das Wasser im 3. Stockwerk abgestellt und somit muss ich das Bad im Poolhaus nutzen, was allerdings kein Problem darstellt. Immerhin habe ich eine Woche lang "Fun Showers" in der Karibik überlebt. 

Morgen haben meine beiden Jungs den letzten Schultag ehe sie in die Sommerferien starten. In Amerika haben die Schulkinder ganze drei Monate frei! Ich bin gerade dabei zu realisieren, dass ich die zwei heute zum letzten Mal von der Schule abholen werde. Aber nicht nur für die Jungs geht es in die Ferien, sondern auch ich habe einen Koffer gepackt, denn morgen früh fliege ich mit einer Freundin nach San Francisco. Wir haben eine 8-tägige Tour entlang der Westküste gebucht und ich freue mich unglaublich, auch wenn ich es derzeit noch nicht ganz glauben kann. Mein größter Wunsch war es, eine Familie an der Westküste zu finden, was sich leider als sehr schwer herausstellte. Allerdings bin ich im Nachhinein sehr glücklich über meine Gastfamilie und ich verbringe sehr gerne Zeit in New York City. 

Über meine Reise werde ich ganz bestimmt berichten, allerdings kann ich den Eintrag erst hochladen, wenn ich wieder zurück bin. 

An dieser Stelle möchte ich meinen heutigen Eintrag beenden, das es nun 14.00 Uhr ist und ich mich der Arbeit widmen muss.

Ich wünsche einen tollen Tag und bis bald,

Jana

 

 

Sonntag, 17.05.2015

Roadtrip Bilder #3

Sonntag, 17.05.2015:

21:56: Ich schreibe meinen letzten Satz des Blogeintrages "Roadtrip Bilder #3".

21:57: Mein Computer geht aus.

22:00: Nach einem Neustart meines Computers ist nun der gesamte Blogeintrag verschwunden.

Da war die ganze Mühe der letzten Stunde wohl umsonst.

Da ich leider keine Motivation habe, alles ein zweites Mal nieder zu schreiben, werde ich nun ausschließlich auf Bilder zurückgreifen. Bitte habt Verständnis!

Nach New Orleans fuhren wir 14 Stunden in den Norden. Unser Ziel: Chicago, Illinois.

Tag 1:

Leider hatten wir ziemliches Pech mit dem Wetter und man konnte aufgrund des Nebels nicht sehr weit blicken.

Meine Mutter hatte Karten für die Blue Man Group gekauft, was unsere Laune enorm steigerte. Schon lange hatte ich nicht mehr so gelacht. Sehr empfehlenswert!

Tag 2:

Cloud Gate im Millenium Park

 

Chicagos Skyline (360° Tower Skydeck)

 

Chicago bei Nacht.

 

Nach zwei tollen Tagen in Chicago stand unser letztes Ziel bevor: Die Niagara Fälle.

Nach ungefähr 7 Stunden Autofahrt erreichten wir die canadische Seite der Wasserfälle und checkten ins Hotel ein.

 

Nach 13 Tagen und 6 verschiedenen Städten, fuhren wir von den Niagara Fällen zurück nach New York, wo wir noch 2 weitere Tage zusammen verbrachten, ehe meine Familie zurück nach Deutschland fliegen musste.

Danke, dass ihr da wart!

Dienstag, 12.05.2015

Roadtrip Bilder #2

Von Washington fuhren wir dann gemeinsam mit unserem Mietwagen nach Atlanta, Georgia. Aufgrund eines Staus dauerte die Fahrt um einiges länger als zunächst eingeplant. Wir stoppten bei einem Japanischem Steakhouse, um etwas zu Abend zu essen. Wir hatten uns für Hibachi entschieden, damit meine Familie die Kochkunst der Japaner sehen konnte. Bei Hibachi wird an deinem Tisch gekocht und kreativ mit dem Essen interagiert. 
Am Abend checkten wir noch im Hotel ein und gingen dann schlafen, da wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten. Auf dem Programm stand das Georgia Aquarium, auch bekannt als das weltweit größte Aquarium.

Das Aquarium gefiel mir von der Aufteilung her sehr gut und mein Highlight war die Delfinshow, wobei diese durch grausamen Gesang ein Stück weit versaut wurde. Natürlich war auch der Tunnel durch das Becken mit den Haien, den Mantarochen und den Walhaien sehr beeindruckend und wir konnten sogar die Fütterung der Walhaie mitansehen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Aquariums hätten wir uns auch "World of Coca-Cola" ansehen können, was wir aber nicht taten. Anstattdessen liefen wir durch den Olympia Park zur ehemaligen Underground und von dort wieder zurück zum Parkaus, wo unser Auto abgestellt war.

World of Coca Cola

 

Olympia Park

Underground

Es war beinahe unerträglich warm an diesem Tag, wobei wir sehr wahrscheinlich erstens falsch gekleidet waren und zweitens die kalten Temperaturen gewohnt waren.
Am Abend konnten wir problemlos mit einem Pullover auf der Veranda des Hotels sitzen und es uns gut gehen lassen.

Am daurauffolgenden Tag ging unsere Reise weiter und wir packten unsere Koffer und verstauten sie erneut im Kofferraum unseres Autos. Nächster Stop: New Orleans, Louisiana. 

In New Orleans kamen wir nach 7 Stunden an und suchten zunächst das Hotel auf, um uns ein wenig frisch zu machen. Anschließend liefen wir gemeinsam zum Garden District.

Andenken an den Hurikan Katrina (2005)

Nachdem wir einige Zeit gelaufen waren, setzten wir uns in ein kleises Restaurant und bestellten Poboys, eine Spezialität New Orleans. Anschließend traten wir den Weg zum Hotel an.

Am nächsten Morgen liefen wir in die entgegengesetzte Richtung zum Vortag, um ins French Quater zu gelangen. Dort hatten wir eine Tour gebucht. 
Zudem war Ostersonntag und eine Osterparade stand bevor. Meine Brüder und ich konnten nicht fassen, was wir zu sehen bekamen. Diese Osterparade glich einem Faschingsumzug.

Am Abend wollten wir gemeinsam eine Kleinigkeit essen gehen, was sich schwieriger gestaltete als wir dachten. New Orleans hat sehr viele Bars, in welche einem der Zutritt erst ab 21 Jahren gewährt wird. Schließlich hatten wir Erfolg und es wurde eine weitere Spezialität New Orlenas probiert.

Für Montag hatten wir eine Swamp Tour gebucht. 

Den Dienstag verbrachten wir zusammen gekuschelt im Auto, da wir eine 14 stündige Fahrt nach Chicago zu überstehen hatten.

Bilder von Chicago und unserem letzten Stop, den Niagara Fällen folgen in wenigen Tagen!

Samstag, 09.05.2015

Roadtrip Bilder #1

Nach viel zu langer Zeit melde ich mich nun mit einem neuen Blogeintrag über den Roadtrip mit meiner Familie zurück. Ich möchte mich insbesondere bei meinem Opa für die fehlenden Lebenszeichen entschuldigen. Manchmal fehlt einem schlichtweg die Motivation, aber auch die Spannung im Alltag.

 

Am Samstag, den 27. März flog ich von der Karibik zurück nach New York, wo mich meine Familie bereits erwartete, da ihr Flug am selben Tag zum JFK Flughafen geflogen war, allerdings früher landetete.
Die Freude war riesengroß und ich konnte es gar nicht abwarten meine Eltern und zwei jüngeren Brüder hier in Amerika willkommen heißen zu dürfen. 
Wir hatten für die kommenden zwei Wochen ein straffes Programm vorgesehen, wobei wir Sonntags zunächst nach New York City fuhren. Dort zeigte ich den vier das Flat Iron Building, die Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue, die Wallstreet, Ground Zero und eigentlich hatten wir vor, auf das Rockefeller Center zu gehen, was allerdings aus zeitlichen Gründen nicht mehr gemacht wurde. Am Montag fuhren wir von New York mit einem Mietauto nach Philadelphia (ca. 2 1/2 Stunden Fahrt). Wir fuhren zunächst zum Hotel und danach in die Stadt, wo wir uns zuerst historische Sehenswürdigkeiten ansahen und dann vielmehr die tolle Architektur betrachteten.

  

Liberty Bell

Independence Hall

  

 

Am nächsten Morgen fuhren wir von Phildadelphia nach Washington DC ( ca. 2:40 h Fahrtzeit) , wo der Frühling zum ersten Mal zu spüren und sehen war. 

Auch hier fuhren wir zunächst zum Hotel, was etwas außerhalb Washington D.C. lag, um dort für die kommenden zwei Nächte einzuchecken. Anschließend fuhren wir in die Stadt und aßen im Lincoln Park eine Kleinigkeit zu Mittag. Unser Essen für die zwei Wochen bestand hauptsäclich aus Käse, Schinken und Krackern. Denn das konnte man gut mit auf den Weg nehmen. 

 Statue im Lincoln Park

 

 

 

Nachdem wir ein bisschen gestärkt waren, machten wir uns auf dem Weg zum obersten Gericht, was man unter anderem von innen besichtigen konnte. Anschließend ginen wir weiter zum Kapitol, wo wir eine kleine Führung machten.

Das oberste Gericht der USA.

Das oberste Gericht (Innenansicht).

Das Kapitol (leider durch ein Gerüst verkleidet)

Am zweiten Tag stand das weiße Haus auf dem Programm und die verschiedenen Monumente und Andenken.

 

Das weiße Hause.

Das weiße Haus.

 

   Lincoln Memorial

Washington Monument

Korean War Veterans Memorial

World War II Memorial

 

Unseren Tag beendeten wir mit einem Besuch im Air and Space Museum. 

Für den nächsten Tag stand Atlanta auf dem Programm, wovon ich in meinem nächsten Eintrag berichten werde. Ich verspreche an dieser Stelle nicht allzu lange warten zu lassen. Ich setzte jetzt einmal 2-3 Tage an.

Bis bald,

Jana

 

 

Dienstag, 31.03.2015

Karibik

Samstag, 21.03.2015: Karibik ich komme! 

Immer wenn ich früh aufstehen muss, habe ich eine unruhige Nacht, aus Angst, den Alarm zu überhören und zu verschlafen. Um 4.00 am musste ich heute Morgen aufstehen, meine letzten Sachen zusammenpacken und den Jungs Feuer unterm Hintern machen. Mein Gastvater wollte um 4.30 am das Hotel verlassen, weckte die Jungs aber erst um 4.20 am. Natürlich verspätete sich die Abfahrt und somit kamen wir am Flughafen in Eile. Just in time kamen wir zum Boarding und konnten durchatmen. Ich habe immer ausgesprochen Glück mit meinen Sitznachbarn, ein schreiendes Baby nach Colorado, ein schnarchender Asiate mit Mundgeruch nach Florida und heute ein übergewichtiger junger Mann, der die Hälfte meines Sitzes einnahm und mir mehrere Male seinen Ellenbogen in die Seite schlug. Nach 2.30 h kamen wir am Flughafen in San Juan, Puerto Rico an, wo wir auf meine Gastmutter und zwei Freunde meiner Gastfamilie warteten. Gegen 11.00 Uhr wurden wir von einem Herren zu unserem Flugzeug gebracht. Auf dem Flughafengelände stand ein kleiner Flieger für 7 Personen bereit und in diesen hatten wir einzusteigen. Ich hatte mir den Flug und vor allem die Landung um einiges holpriger vorgestellt, war dennoch heilfroh, als ich wieder festen Boden unter meinen Füßen hatte. 
Auf Tortola wurden wir herzlich begrüßt und es stand auch schon ein Van bereit, der uns zum Hafen bringen sollte. Wir machten noch einen Zwischenstop bei einem Supermarkt, wo wir Einkäufe im Wert von fast 800$ erledigten. Anschließend ging es zum Boot, wo die Herausforderung darin bestand, das Eingekaufte erstens, auf das Boot zu schleppen und zweitens, es im Boot zu verstauen. Nachdem alles an Ort und Stelle gebracht worden war und das Boot durchgecheckt worden war, konnten wir aufs offene Meer hinaus fahren. Wir fuhren von Tortola zur nächstgelegenen Insel Peter Island und legten dort an einem Steg an. Die beiden Jungs wollten gerne zum Strand gehen und warteten ungeduldig auf meine Gastmutter und mich. Der Strand war ein absoluter Traum. Weißer Sand und türkises Wasser. Im Hintergrund weitere Inseln und Segelboote und am Strand Palmen.
 
 
 
Die Jungs bauten Sandburgen, meine Gastmutter war auf der Liege eingeschlafen, mein Gastvater und sein College Freund und dessen Frau saßen an der Bat und ich half den beiden Jungs. 
Für die zwei Bengel gab es Nudeln mit geschmolzener Butter, Tomaten und Gurken, Schinken und für mich einen Salat auf dem Boot. Der Rest ging im Resort auf Peter Island essen und ich hütete die zwei schlafendenen Zwerge.
 
 
 
Sonntag, 22.03.2015:
Nachdem ich glücklicherweise in der letzten Nacht nicht erfroren war, wachte ich um 6.30 am auf und begab mich aufs Deck, wo ich die ersten Sonnenstrahlen genoss. Um 8.00 Uhr gingen wir zum Frühstück aufs Land. Das Buffet war ausgezeichnet und die Früchte schmecken hier sehr viel besser als in New York. Nach dem Frühstück gingen meine Gastmutter und ihre Freundin zum Spa und bekamen dort eine Massage, während der Rest und ich zurück zum Katamaran gingen, welchen es zu bewegen galt. Wir fuhren in die Bucht nebenan und setzten den Anker, weswegen wir mit Hilfe eines Motorbootes zum Strand gelangten. Ich wurde mit den beiden Jungs und Sandspielsachen am Strand abgesetzt und zurückgelassen.
 
 
 
Später kamen mein Gastvater und sein College Freund, um mich abzulösen, denn mein Gastvater hatte auch eine Massage für mich gebucht. 45 Minuten wurde mein Rücken geknetet und anschließend nahm ich eine letzte ausgiebige Dusche. Meine Duschen auf dem Boot, von meinen Gasteltern auch liebevoll "Fun Shower" genannt, sieht wie folgt aus:
1. Man springe ins Meer, um sich nass zu machen. 
2. Man nehme Spülmittel und reibe seinen Körper damit ein. Dann nehme man Schampoo für die Haare. 
3. Man springe ein zweites Mal ins Meer, um den Schaum von Körper und Haar abzuwaschen.
4. Man wäscht sich grob und kurz mit Süßwasser ab.
Warum Spülmittel? Anscheinend bleibt das Salz aus dem Meerwasser aufgrund des Spülmittels nicht an der Haut kleben.
Nachdem ich von allen Verspannungen befreit worden war, ging ich zum Beach Restaurant, wo die ganze Bande bereits zu Mittag aß. Ich bestellte mit einen Quinoasalat, den ich von karibischer Live Musik begleitet verspeißte. Später lief eine ältere Einheimische mit einem Keksteller an den Tischen vorbei und zauberte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Meine Gastfamilie hat solch eine Segeltour schon mehrmals gemacht und die Jungs nennen diese Frau "Grandma". 
Gegen 2.00 pm fuhren wir von Peter Island nach Norman Island, wo wir zunächst Schnorchel und Flossen schnappten, ins Motorboot hüpften und zu zwei kleinen Höhlen fuhren, in welche wir schwammen. Der Große stellte sich zuvor unglaublich an. Die Wassertiefe war ihm anscheinend nicht ganz geheuer. Da das Wasser hier aber glasklar ist, konnte man den Grund ohne Probleme sehen und das Meer war an dieser Stelle auch nicht allzu tief. Als es an der Zeit war, zu gehen, konnte man den Großen kaum zurück aufs Boot bekommen, da er von den wenig herumschwimmenden Fischen fasziniert war.
Wir verbrachten noch ein wenig Zeit auf dem Boot, ehe wir um 6.00 pm zum Abendessen aufbrachen. Wir hatten eine Reservierung an Land, wo wir mit dem Motorboot hinfuhren. Der Kleine war sehr knatschig, weil übermüdet. Deswegen gab es die ein oder andere Motzerei, Träne und Quängelei. Das Essen war sehr lecker und mit vollem Magen fuhren wir zurück zum Boot, wo meine Gastmutter ihre zwei Goldstücke ins Bett brachte. Der Kleine war kurz zuvor noch gegen die geschlossene Glastüre gelaufen und Tränen flossen.
Wir installierten einen Scheinwerfer, der Licht ins Meer warf, in der Hoffnung auf auftauchende Haifische. Leider bekamen wir keine zu sehen, wir werden es aber weiterhin versuchen. 
Gegen 10.00 pm gingen wir alle schlafen, um munter für den nächsten Tag zu sein.
 
 
Montag, 23.03.2015: 
Als ich heute Morgen um 7:30 aufwachte, lagen die beiden Jungs bereits wach in ihren Betten und spielten an ihren IPads, während meine Gasteltern noch schliefen. Der Große spielte am IPad seines Bruder, da sein eigenes nicht geladen war. Der Kleine hatte zuzuschauen. Frühstück hatten wir heute auf dem Boot, wobei der Kleine über Bauchschmerzen klagte. Nach dem Frühstück fuhren wir zu den Indians, wo wir schnorcheln gingen.
 
 
Anschließend fuhren wir ans Westende von Tortola, wo wir noch ein paar Einkäufe erledigten, da wir dringend mehr Trinkwasser brauchten. Die Jungs wollten zu einem Schiffswrack laufen, woraufhin meine Gastmutter mich mit den beiden schickte. Aufgrund der Vegetation und Grundstücke konnten wir nicht zu dem verostetem alten Schiff gelangen und liefen zurück zu unserem Dingy.
 
 
 
Mittagessen hatten wir ebenfalls auf dem Boot, wobei die beiden Jungs nicht gerade viel aßen. Meine Gasteltern achten da nicht so drauf und auch der Große trinkt generell viel zu wenig. Man muss ihn andauernd daran erinnern und beinahe dazu zwingen, was sehr lästig ist und gerade in der Wärme ist Trinken unverzichtbar. 
Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter zu der Jost van Dyke Insel, wo ich das wohl klarste und schönste Meerwasser zu Gesicht bekam. Der Ozean strahlte in einem wunderschönen türkis blau und ich fühlte mich wie in einem Schwimmbecken.
 
 
 
Leider fanden wir dort keine Mooring, weswegen wir eine Bucht weiterfuhren und dort erflogreich waren. Meinen Nachmittag verbrachte ich mit Paddleboarding, Schwimmen und Sandburgenbauen. Anschließend wurden Fun Showers genommen und dann fuhren wir mit dem Dingy an Land, um dort etwas zu Abend zu essen. Wir gingen in eine kleine Kneipe, die sehr auf Piraten, Totenköpfe abfuhr. Ich fühlte mich beinahe wie in dem Film "Pirates of the Caribbean". Das Essen war sehr lecker, eine kleine Showeinlage des Kleinen durfte natürlich nicht fehlen und so weinte er über 5 Krümmelchen Parmesan auf seinen Nudeln. Die Wände des Restaurants waren vollgeschrieben. Unterschirften, Sprüche, Zeichnungen und Kritzeleien von Restaurantgästen bildeteten die Tapete der Innenraumwände. Die ganze Zeit über suchten wir nach einem geeignetem Platz für unsere Unterschriften. Nachdem wir aufgegessen hatten, verewigten wir uns und fuhren zurück zum Boot, wo meine Gastmutter die beiden Jungs ins Bett brachte und auch ich zügig schlafen ging.
  
Dienstag, 24.03.2015:
Ich wachte schon um 6.00 Uhr auf und konnte nicht wieder einschlafen, weswegen ich mich aus meiner Kabine begab und die Treppe hochschlenderte und draußen an den Tisch setzte. Es war still und man konnte einen Hahn von der Insel her krähen hören. 
Gegen 7.15 am kam die Freundin meiner Gastfamilie ebenfalls nach draußen und schnappte sich einen Besen, um das Deck von Cornflakes, Sand und Haaren zu befreien. Ich half ihr dabei ein wenig und als wir fertig waren, aßen wir alle zusammen Frühstück. 
Nach dem Frühstück wurde der Katamaran startklar gemacht und wir steuerten Sandy Key an. Eine kleine Insel mit weißem Sand und Palmen, auf der wir ganz unter uns waren.
 
 
 
Der Große streubte sich, als wir aufbrechen wollten. Als wir ihn schließlich ins Dingy gezerrt hatten, fuhren wir zurück zum Boot, wo wir an Board gingen und die Weiterfahrt antraten. Nächster Stop war Anegada, die Lieblingsinsel meiner Gastmutter und ihrer Freundin. Wir fuhren kanppe 2 Stunden quer durch den Ozean, die ich zum einen mit unnötigen Diskussionen mit dem Großen und zum anderen mit Schlafen verbrachte. Der Große war nach wie vor beleidigt und redete kaum ein Wort, er klagte allerdings über Seekrankheit und als sein Vater ihn den Katamaran steuern lassen wollte, lehnte dieser ab. Seit Tagen war er uns damit in den Ohren gelegen und immerhin beherrscht er das Dingy mittlerweile schon sehr gut und einen Powerkatamaran auf offenem Meer zu lenken, hätte er ohne weitere Probleme gemeistert. 
Anegada unterscheidet sich in einer wesentlichen Sache gewaltig von allen anderen Inseln in der Karibik. Diese Insel ist flach, die höchste Stelle beträgt gerade einmal 6 ft über dem Meeresspiegel. Der Sand ist noch heller als an all den anderen Stränden und das Wasser scheint noch klarer.
 
 
Wir setzten den Anker und bereiteten Mittagessen vor. Mac and Cheese für die beiden Jungs. Derweil hatten mein Gastvater und sein College Freund ein technisches Problem am Boot zu lösen, keine Ahnung, was vorlag. Es war außerdem Zeit, erneut Sonnencreme aufzutragen und während der Kleine meine Hilfe entgegennahm, streubte sich der Große. Der Kleine schrie anschließend, da seine Augen aus ungeklärtem Grund brannten. 
Nach dem Mittagessen fuhren wir zur Insel und machten dort eine Reservierung für das heutige Abendessen. Im Fernseh an der Bar liefen die Nachrichten des tragischen Flugzeugabsturzes. Ich wünsche den Angehörigen und Freunden der Opfer viel Kraft und Mut. In wenigen Tagen wird meine Familie die Reise nach Amerika antreten und auch ich muss am Samstag wieder in ein Flugzeug steigen. 
Wir fuhren mit einem Pickup Truck auf einer aus Sand und Steinen bestehende Straße zu einer Beach Bar, die wohl erst seit Kurzem besteht. Dort verbrachten wir ein paar Stunden am und in Meer, wobei der Kleine auch hier wieder Grund zum Weinen hatte. Das Salzwasser in den Augen gefiel ihm gar nicht und so musste mein noch trockenes TShirt als Handtuch hinhalten.
 
 
 
Danach wuschen wir das Salzwasser im Pool ab und fuhren zurück zum Steg, wo wir unser Dingy geparkt hatten. Während die beiden Jungs sich auf dem Boot ihre Ipads schnappten, duschte der Rest mit Salzwasser und Spülmittel. Der Kleine schien sehr müde, wollte aber dennoch außerhalb zu Abend essen, was ich für keine gute Idee hielt. Im Restaurant angekommen und am Tisch platziert, fing er auch schon an, schlapp zu machen. Die bestellten Nudeln mit Butter waren auch heute wieder nicht den Wünschen entsprechend, denn es war Pfeffer darüber gestreut. Kartoffeln mag der Kleine nicht, also bot ihm der Freund der Familie seinen Reis an, der allerdings Bohnen beinhaltete. Ich suchte die Bohnen aus dem Reis raus und hoffte, der Kleine würde wenigstens etwas zu sich nehmen. Mehr Zeit wurde allerdings mit Jammern verbracht, da sein Mückenstich am rechten Bein juckte. Das Abendessen war daher leider ungemütlich und wir versuchten, so schnell wie möglich zurück zum Boot zu gelangen. 
 
 
Mittwoch, 25.03.2015: 
Meine letzte Nacht war eher weniger ruhig, da ich zum einen einen beinahe platzenden Bauch hatte und zum anderen, die eigentliche Plage, unzählige juckende Mückenstiche hatte. Ich wachte mehrere Male auf und konnte aufgrund unangenehmen Juckens nicht wieder einschlafen. Als ich am Morgen aus meinem Zimmer die Treppe hinauf in die Küche kam, war meine Gastmutter bereits dabei, den beiden Jungs Frühstück zu machen. Anschließend machte ich mir mein Oatmeal und gesellte mich zu den beiden Jungs, deren Blicke allerdings an ihre IPads gefesselt waren. Mein Gastvater steuerte den Powerkatamaran von Anegada zur Virgin Goda Island, an "das bittere Ende", wo wir den heutigen Tag verbrachten.
 
 
Wir kamen dort gegen 10.00 am an und nachdem die beiden Jungs einen Snack hatten, schnappten wir unsere Strandtaschen und fuhren mit dem Dingy zur Insel. Dort angelegt, suchten wir uns einen schönen Platz am Strand.
 
 
Der heutige Strand war nicht wirklich zum Baden geeignet, da das Wasser nicht sehr tief war. Daher beschlossen wir Sandburgen zu bauen. Wir bauten zunächst 7 Inseln, sodass jeder von uns eine davon bekam und diese bebauen konnte.
 
 
Es war herrlich mitanzusehen, wie der Große meine Schritte kopierte und erst gegen Ende auch Ideen von anderen übernahm und so zu seiner Sandburg kam. Mittagessen bekamen wir in einem Restaurant am Strand, wobei dir Speisekarte nicht sehr viele verschiedene und schon gar keine gesunden Gerichte zur Auswahl hatten. Daher bestellte ich einen Hamburger mit Pommes, was ich das letzte Mal im September gegessen habe. Nach dem Mittagessen zog meine Gastmutter mit ihren zwei Jungs durch die kleinen Geschäfte entlang des Strandes, sodass ich ein wenig Zeit zum Schlafen hatte. Strahlend kamen die drei zurück, denn jeder hatte etwas bekommen. 
Danach war die Überlegung, an den Pool zu gehen, wobei dieser extra kostete. Also fuhr mein Gastvater uns zurück zum Katamaran, wobei der Kleine unbedingt in den Pool wollte und daher meine Gastmutter ihm diesen Wunsch erfüllte. Mein Gastvater fuhr also zurück und die drei verbrachten noch ein wenig Zeit in Pool, während der Große, die Freunde und ich bereit für eine Fun Shower waren. Der Große musste allerdings zum Waschen gezwungen werden, wobei er es im Nachhinein genoss. Anschließend hatte er ein bisschen Zeit am IPad. Kurz darauf kamen meine Gasteltern mit dem Kleinen zurück und man erzählte mir von einer Planänderung. Eigentlich wollten wir alle gemeinsam essen gehen, man hatte aber beschlossen, dass die Jungs Essen auf dem Boot bekommen sollten und die Erwachsenen später essen gehen würden. Mir war das mehr als Recht, da ich somit vor einem weiteren Restaurant Besuch verschont wurde. Mein Bauch ist überfordert, ein bis zwei Mal am Tag essen zu gehen. 
Ich machte den beiden Jungs ihr Abendessen und snackte auch etwas, da ich noch satt von dem Burger war. Inzwischen war ein Segelcrewschiff in die Bucht gefahren, was die Aufmerksamkeit der Jungs gewann. Als meine Gastmutter sich um 7.15 pm von ihren Jungs verabschiedete, wollte der Kleine von ihr ins Bett gebracht werden, was sie noch tat ehe sie mit dem Rest zum Restaurant fuhr. Der Große hatte wieder das IPad in der Hand und starrte stur auf den Bildschirm. Eine halbe Stunde später schickte ich ihn ins Bett und wartete auf die Rückkehr der Erwachsenen. 
 
Donnerstag, 26.03.2015:
Von the bitter end fuhren wir weiter zur Cooper Island. Dort befestigten wir das Boot an einer Mooring, welche sehr nah zum Strand war.
Da wir früh augebrochen waren, konnten wir noch vor dem Mittagessen zwei Stunden am Strand verbringen, danach fuhren wir mit dem Dingy zurück zum Boot, wo wir etwas zu Mittag aßen und anschließend wieder zurück zum Strand fuhren. Die Freunde meiner Gastfamilie blieben derweil auf dem Boot. Es war herrlich mitanzusehen, wie die beiden Jungs mit dem Paddelboot vom Katamaran zum Strand paddelten, wobei der Große die Arbeit übernahm und der Kleine mit seiner Schwimmweste still auf dem Brett saß. Am Strand war ein Hund, der geschickt eine Kokusnuss knackte und riesen Spaß an der Sache hatte. Das brachte meinen Geoße auf dumme Gesanken. Er kletterte barfuß einen Kokusnusspalme hoch, um eine Kokusnuss plücken zu können. Die beiden Jungs plantschten ein bisschen im Wasser, ehe sie sich eigenständig auf dem Paddelboot aus dem Staub zurück zum Boot machten. Mir war bewusst, dass die zwei nicht wiederkommen würden. Während meine Gasteltern an der Bar saßen und einen Cocktail tranken, die beiden Jungs mit den Freunden auf dem Boot waren, saß ich alleine am Strand und fühlte mich schlecht, weil arbeitslos. Daher packte ich meine Tasche, gab meinen Gasteltern Bescheid, dass ich zu den Jungs gehen würde, stellte meine Tasche ins Dingy und schwamm vom Strand zum Boot. 
Die beiden Jungs waren wie ausgetauscht, was immer dann passiert, wenn die Eltern nicht um sie herum sind. Sie hören, wenn man sie um etwas bittet, sie sagen bitte und danke, sie weinen und diskutieren nicht, sie geben sich mit weniger zufrieden. War ich auch so? 
Später duschte der Große auch ohne große Überredungskunst meinerseits und dann kamen meine Gasteltern mit dem Dingy angefahren. Abendessen gab es für die Jungs und mich auf dem Boot, die Erwachsenen hatten eine Reservierung auf der Insel. Während wir aßen, saßen wir alle zusammen und spielten ein Spiel. Man zog verschiedene Fragen, welche jeder beantworten musste. Eine Frage war "Welche Angewohnheit nervt dich an dir?", eine andere wiederum "Was war das ekligste, was du jemals gegessen hast?", wobei das definitiv die Jelly Bean mit Canned Dog Food Geschmack an Kiras Geburtstag war. 
Nach dem Abendessen fuhren alle anderen auf die Insel, um dort Eis für die Jungs als Nachtisch zu kaufen. Ich blieb auf dem Boot und wartete auf die Rückkehr. Ich hörte einen Jungen weinen und da kamen mein Gastvater und die beiden Jungs auch schon im Dingy ans Boot gefahren. Man hatte dem Kleinen wohl erklärt, dass ich ihn ins Bett bringen würde. Der Große war von dieser Show sichtlich genervt und aß sein restliches Eis auf und zog sich dann seinen Schlafanzug an. Der Kleine schrie die Bucht zusammen und wollte sich nicht von seinem Vater verabschieden, der so schnell wie möglich zurück fahren wollte, um die anderen nicht allzu lange warten lassen zu müssen. 
Kaum war sein Vater außer Sichtweite, stoppte die Show und man konnte wieder lachen. Ich brachte die beiden Jungs ins Bett und wartete auf die Rückkehr der anderen.

Freitag, 27.03.2015: 
Der letzte Tag in der Karibik war gekommen und wir fuhren von Cooper Island zurück zu Peter Island, wo wir noch einmal entspannten. Meine Gasteltern und die beiden Freunde hatten eine weitere Massage, ich hatte daher die Jungs einige Stunden für mich alleine, wobei sie machten, was ich ihnen sagte. Der Abend war leider etwas stressig, da ich meine Koffer packen musste, weswegen ich kaum etwas zu diesem Tag aufgeschrieben habe. 
 
Montag, 30.03.2015

Disneyworld

Sonntag, 15.03.2015: Auf nach Orlando!

Heute morgen klingelte mein Wecker um 7:00 am und mir fiel es relativ schwer, aufzustehen. Nachdem ich geduscht und gerichtet war, packte ich meine restlichen Sachen zusammen und begab mich in die Küche, um dort eine Kleinigkeit zu frühstücken, ehe wir gegen 8:30 am zum Flughafen aufbrachen. 
Glücklicherweise flogen wir vom Westchester Airport nach Orlando, weswegen sich die Fahrzeit zum Flughafen auf 15 Minuten beschränkte. Selbstverständlich wurde ein Zwischenstop bei Starbucks gemacht, da mein Gastvater einen Icetea wollte. Meine Gastmutter begleitete uns bis zur Sicherheitskontrolle und verabschiedete sich dann von uns. Sie hatte beruflich zu tun und flog daher nicht mit ins Dinseyworld.
Unser Flugzeug war eine kleinere Maschine mit 25 Reihen mit jeweils 4 Sitzen, was mich ein wenig nervös machte, da ich nicht sehr gerne fliege und kleine Flugzeuge bekannterweise anfälliger für Turbolenzen sind. An dieser Stelle möchte ich gar nicht daran denken, wie ich nächsten Samstag ruhig in einer 8 Personen Luftkraft mit Propellerantrieb sitzen soll. 
Nach knappen drei Stunden Flug setzten wir zum Landeanflug an und Disneyworld war nicht mehr allzu weit entfernt. Im Gegensatz zu Miami gibt es hier nur sehr wenige Palmen, was mich etwas verwunderte. 
Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt hatten, gingen wir zum Autoverleih und holten dort unser Auto ab, womit wir anschließend bei Mc Donalds stoppten, um für die beiden Jungs Mittagessen zu besorgen. Bislang habe ich noch keinen anderen Staat gesehen, der so viele verschiedene Fast Food Restaurant entlang einer einzigen Straße aufgebaut hat. 
Wir suchten zudem einen Supermarkt auf, da wir Lebensmittel fürs Hotelzimmer kaufen wollten. Mein Gastvater hat für die Woche  Frühstücks- und Abendessenreservierungen gemacht, somit müssen wir uns am Mittag selber verpflegen. Im Einkaufskorb landeten natürlich auch Annie's Mac and Cheese.
Gegen 4:00 pm durften wir im Contemporary Hotel im Disneyworld  einchecken. 
Als Schlüssel bekommt man hier elektronische Armbänder, die auch im Park als Ticket nutzbar sind. Diese Armbänder gibt es in verschiedenen Farben, allerdings bekamen wir ohne gefragt zu werden mausgraue. In der Innenseite steht der eigene Name, sodass keine Verwechslungsgefahr besteht. 
Nachdem wir in unserem Zimmer die Einkäufe im Kühlschrank verstaut hatten und die Jungs ihre Badehosen und Schwimmshirts angezogen hatten, ging ich zusammen mit den beiden zum Pool des Hotels, während mein Gastvater auf Freunde wartete. Für den Nachmittag war meine Gastfamilie mit einer Familie aus Orlando verabredet, die sie im letzten August auf der Pferde Range in Colorado kennengelernt hat.
Den Nachmittag verbrachten wir also gemeinsam am Pool, wobei der Kleine nach kurzer Zeit fror und vor Kälte bibberte, weswegen ich mit ihm zurück ins Zimmer ging und ihn ein heißes Bad nehmen ließ. Abendessen bestellten wir heute aufs Zimmer, da wir alle sehr erschöpft waren. Ich hatte einen Salat bestellt, der leider teilweise braun und eher weniger frisch war und auch das Gemüse ließ zu Wünschen übrig. 
Nachdem sich die Freunde meiner Gastfamilie auf den Heimweg gemacht hatten, gingen mein Gastvater, die beiden Jungs und ich zusammen auf die Dachterasse des Hotels, von wo aus man über einen Großteil Disenyworlds blicken kann. Um 10:00 pm steigt über der Cinderella Castle jede Nacht ein Feuerwerk, was wir uns eigentlich ansehen wollten. Da die beiden Jungs aber sehr müde waren, begaben wir uns zurück zum Zimmer, wo mein Gastvater die beiden Jungs ins Bett brachte. 
 
Montag, 16.03.2015: Animal Kingdom
 
Um 6:30 musste ich aufstehen, die beiden Jungs aus dem Bett holen, wobei diese bereits wach lagen und Fernseh schauten und dann Frühstück zubereiten. Gefrorene Mini Pancakes auf einen Teller legen, 30 Sekunden in die Mikrowelle legen, Butter darauf verteilen und Zimt und Zucker darüber streuen. Um 7:30 am verließen wir das Hotelzimmer und gingen zu unserem Mietwagen. Für den Morgen war Animal Kingdom geplant, was gute 10 Minuten mit dem Auto von unserem Hotel entfernt liegt. Wenn ich es richtig gesehen habe, kostet ein Tageseintritt hier 90$ und dieser beinhaltet lediglich das Animal Kingdom. Insgesamt verfügt Disneyworld über 4 Freizeitanlagen, die wir alle ansehen werden. 
Wie der Name Animal Kingdom bereits sagt, kann man sich auf große und kleine Tiere freuen.
Wir gingen zunächst zur Dinosaurierwelt, wo die Jungs und auch ich an Ständen um Kuscheltiere spielten, was selbstverständlich extra kostete.
Wir ergatterten ein paar Stofftiere und machten uns von dort auf zu einer Safari. Die Safari fande ich wirklich schön, da man viele Tiere von ganz nah sehen konnte.
 Anschließend gingen wir in einem Restaurant frühstücken, wo wir auf Donald, Daisy und Micky trafen. Die Kinder bringen kleine Bücher für die Unterschriften der Karaktere mit und natürlich werden auch Bilder geschossen. Auch ich wurde von meinen beiden Jungs auf ein Bild gezogen, welches ich noch hochladen werde.
 
Nach dem zweiten Frühstück des Tages fuhren wir mit einer alten Eisenbahn zu einem Gebäude, das Informationen zu verschiedenen Tieren gab und man konnte live die Operation eines weiblichen Affens verfolgen. 
Mein Großer weigert sich auf Achterbahnen zu gehen, weswegen ich Exhibition Everest alleine fahren musste, da jemand bei den zwei Jungs bleiben musste. Mein Gastvater hatte für mich einen sogenannten Fastpass für diese Bahn gebucht, was mir eine Wartezeit von 10 Minuten anstatt 70 Minuten verschaffte. Jede Bahn verfügt über zwei seperate Warteschlangen, "stand-by" und "fastpass". Hier gilt: Wer mehr zahlt, hat Priotität.
Bei Expedition Everest wird man von einem Jeti durch einen Berg gejagt.
Ziemlich bald fuhren wir zurück zum Hotel, wo ich Mac and Cheese für meine beiden Jungs machte. Nachdem die zwei gegessen hatten und ich die Küche aufgeräumt hatte, ging ich zum Pool, während sich mein Gastvater mit seinen zwei Söhnen noch etwas ausruhte. Jeder nahm sein IPad und war von diesem Zeitpunkt an abwesend.
Eine knappe Stunde später kamen die drei zum Pool und ich wurde zum Rutschen überredet. Der Nachmittag wurde wie auch gestern am Pool verbracht und um 4:45 pm packten wir unsere Sachen und gingen ins Zimmer, um dort duschen zu gehen. Um 6:10 pm hatten wir eine Reservierung in einem Restaurant des Nachbarresorts, zu welchem wir mit einem Boot fahren wollten. Allerdings gab es an dem Steg des anderen Hotels ein Boot mit Motorschaden, welches den Zugang für weitere Boote blockierte. Daher mussten wir mit dem Auto fahren, was die beiden Jungs etwas entäuschte. Wir hatten ein hervorragendes Abendessen mit übermotiviertem und nettem Personal. Das störrische Boot war in der Zwischenzeit vom Steg entfernt worden, sodass die Jungs und ich ein Boot zurück zum Hotel nehmen konnten, während mein Gastvater das Auto zurückfuhr. Vom Boot aus konnte man einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen. 
Am Steg unseres Hotels angekommen, gingen wir zum Hotelzimmer, wo mein Gastvater bereits auf uns wartete. Der Kleine wurde ins Bett gebracht und der Große zog sich seine Badehose an, da er mit seinem Vater eine Runde in den Pool gehen wollte. Ich blieb im Zimmer, um den Kleinen zu hüten und als die beiden gegen 10:00 zurückkamen, ging ich schlafen.
 
Dienstag, 17.03.2015: Magic Kingdom
 
 
Wieder musste ich um 6:30 am aufstehen. Ich putze meine Zähne und richtete mich, um anschließend um 6:55 am die beiden Jungs aus dem Land der Träume zu reißen. Nun hieß es, Zähne putzen und frühstücken. Da unser Hotel sehr nahe am Magic Kingdom liegt, konnten wir laufen und waren innerhalb von 10 Minuten am Park. Nachdem man auch hier einen Blick in die Taschen und Rucksäcke geworfen hatten, warteten wir vor den Toren auf das Öffnen des Parkes. Um kurz vor 8:00 Uhr wurde eine kleine Showeinlage auf dem Dach des Eingangsgebäudes veranstaltet, ehe sich um 8:00 Uhr die Pforten öffneten.
Wir gingen geradewegs in den hinteren Teil des Parkes, wo wir auf kurze Wartezeiten hofften. Nach Winnie Pooh folgte Peter Pan und ich muss wirklich sagen, dass die Bahnen mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht sind. Ich verbrachte meinen Morgen ausschließlich auf solchen Kinderbahnen, da die Achterbahn, auf die wir gehen wollten zu diesem Zeitpunkt leider gesperrt war. Wir gingen deswegen weiter zu einer anderen Bahn.
Zwischendurch stoppten wir an einem großen Zirkuszelt, in welchem ein Laden war. Mein Gastvater kaufte Süßes für die beiden Jungs, da diese dabei waren schlapp zu machen. Einen schokoladierten Apfel kann man für 10$ erwerben, der Kleine wollte allerdings einen Mickey Cake Pop. Leider schmeckte er ihm nicht und 5$ waren beinahe zum Fenster herausgeworfen. Ich mag es nicht, wenn jemand Essen wegwirft, weswegen ich ihn vor der Mülltonne rettete und aß.
Gegen 12:00 pm verließen wir den Park und fuhren mit der Monorail zum Hotel. Ich machte den beiden Jungs Nudel mit geschmolzener Butter, Tomaten und Gurken und Schinken zum Mittagessen. Danach begab ich mich an den Pool während der Rest sich noch ein wenig im klimatisierten Raum ausruhte. Der Große kam kurze Zeit später nach und auch der Kleine und mein Gastvater gesellten sich später dazu. Da unser Abendessen auf 5:15 in einem Nachbarhotel angesetzt war, gingen wir gegen kurz vor 4:00 Uhr zum Zimmer, um uns zu richten. 
Im Resort angekommen, bekamen wir ein Aloha und eine Blumenkette, da man in Hawai war.
Das Abendessen war ganz in Ordnung, wobei die Tänzer und Tänzerinnen überzeugten. Die Tanz- und Gesangseinlagen wurden mit einem Feuerspucker abgeschlossen und wir traten nach Beendigung den Heimweg an. Im Hotel gab es für die beiden Jungs noch Eiscreme mit Mickey Streuseln und danach war es Zeit, ins Bett zu gehen.
 
Mittwoch, 18.03.2015: Magic Kingdom
 
 
Das gleiche Spiel auf ein Neues: 6:30 am klingelte mein Wecker, ich richtete mich, weckte um 6:50 am die beiden Jungs und machte Frühstück. Um 7:30 begaben wir uns zu Fuß auf den Weg zum Magic Kingdom.
Auch heute wurde wieder um kurz vor 8:00 am, ehe der Park öffnete, getanzt und gesungen. 
Wir gingen geradewegs zu der von gestern gesperrten "Space Mountain" Achterbahn (vergleichbar mit Euro Sat aus dem Europapark). Mein Großer ist ein richtiger Angsthase und nach zahlreichen Versuchen, ihn in die Bahn zu bekommen, gaben wir auf und ich fuhr eine Runde alleine, während mein Gastvater mit den beiden Jungs am Ausgang auf mich warteten. Anschließend fuhren wir das Tassenkarussel, wobei wir von Alice und dem Hasen Gesellschaft bekamen.
Der Kleine wollte danach unbedingt Thunder Mountain fahren, was wir auch taten und das war bislang das einzige Mal, dass er mit mir fahren wollte und nicht mit seinem Vater, was mich natürlich freute.
Anschließend ging es für uns in die Cinderella Castle, wo wir ein zweites Frühstück hatten. Ich bestellte mir die "Healthy Choice", was Früchte, Müsli, Joghurt und Ei umfasste. Mein Gastvater saß die ganze Zeit über mit seinem Handy da und versuchte eine Mail mit zahlreichen Fragen eines möglichen neuen Au Pairs zu beantworten. 
Die beiden Jungs bekamen kleine Plastikschwerter, womit sie sich einen wahren Kampf bieteten und das Essen dabei total links liegen ließen. Immer wieder kamen Disney Karaktere vorbei, um Bilder zu machen und Autogramme zu geben. Nach dem Frühstück fuhren wir noch ein paar Bahnen und schauten uns eine Show an, die mich so sehr faszinierte, dass ich sie Abends noch einmal ansah. Der "Laugh Floor", der auf dem Film "Monster AG" basiert, besteht aus Folgendem. Computeranimierte Monster machen sich über das Puplikum und andere Dinge lustig, erzählen Witze und bringen Leute zum Lachen. Und dabei ist alles auf das Puplikum bezogen, das heißt, dass alles spontan ist. 
Gegen 12:00 pm gingen wir zurück zum Hotel, wo ich mich für 2 Stunden an den Pool legte, während die beiden Jungs diese Zeit am IPad verbrachten. Um 3:20 pm gingen wir zurück in den Park, wo wir noch zwei Bahnen mit Fastpass fuhren und anschließend in die Burg von die Schöne und das Biest gingen, um dort zu Abend zu speisen. Wir wurden unglücklicherweise in eine Art Nebenkammer, bzw. in den Speisesaal des Biests platziert, wo das Licht dunkler war und man Regen und Gewitter von einem Tonband hören konnte. Für mich war das ein toller Ort, ABER der Kleine sah das Ganze etwas anders. "Ich will hier nicht sitzen", "Ich habe Angst", "Ich esse hier nicht" und viele Tränen und Geschrei kamen über den Tisch, was uns alle ein wenig die Nerven raubte. Ich hatte ein Ratatouille bestellt, was wirklich sehr lecker schmeckte. Sobald jeder seinen Teller geleert hatte, fuhr die Kellnerin eine Wägelchen mit Cupcakes an den Tisch, worauf mein Gastvater und mein älterer Gastsohn jeweils einen aussuchten. Endlich brachten wir den kleinen Schreihals aus der Burg und anschließend schnappte mein Gastvater die beiden Jungs und fuhr zurück zum Hotel. Ich blieb allerdings noch ein bisschen im Park und lief durch die verschiedenen Gegenden. Außerdem fuhr ich noch Splash Mountain (vergleichbar mit Tiroler Wildwasserbahn) und ging noch einmal in den Laugh Floor. Gegen 9:00 pm nahm auch ich eine Monorail zurück zum Hotel und machte mich dort fertig fürs Bett.
 
Donnerstag, 19.03.2015: Epcot
 
 
Angesichts dessen, dass wir um 8:00 am eine Reservierung für Frühstück im Epcot Park hatten, konnte ich bis 6:45 am schlafen. Die Jungs waren bereits wach und ich musste sie nur noch dazu animieren, sich umzuziehen, die Zähne zu putzen und Sonnencreme aufzutragen. Wir fuhren um 7:30 am mit dem Auto von unserem Hotel zum Epcotpark. Der Park öffnete erst um 9:00 am, da das Restaurant aber im Park lag, kamen wir früher hinein. Das heutige Frühstück war ein norwegisch angehauchtes Buffet, wobei ich mich mich mit Früchten und Joghurt zufrieden gab. Ein kurzer Zwischenfall kam dann auf, als der Kleine in einen Muffin biss, der nicht wie angenommen mit Blaubeeren, sondern mit Schokoladentropfen war und daraufhin sich sein Frühstück ein zweites Mal durch den Kopf gingen ließ. Daraufhin verließen wir sehr zügig den Speisesaal und mein Gastvater zahlte die Rechnung, die 150$ betrug. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Wir verbringen fünf vollständige Tage im Disneyworld und gehen jeden Tag frühstücken und auch Abends gehen wir aus. Am Tag werden mindestens 400$ für Essen ausgegeben, wobei ein nicht unwesentlicher Teil in der Mülltonne landet.
 
Nach dem Frühstück gingen wir direkt zu der "Test Track" Bahn, da wir auf eine kurze Wartezeit hofften, immerhin war es noch vor offizieller Parköffnung. Zunächst kamen wir in einen Raum, in welchem wir an einem  Touch Screen unser eigenes Rennauto designen durften. Da mein Großer und ich so gut wie alle Bahnen zusammen fahren, hatte ich wenig Mitspracherecht und konnte auch die pinke Lackfarbe nicht durchsetzten. Die Autos, in die wir uns anschließend setzten, waren für 6 Personen ausgelegt. Zunächst fuhr man durch unterschiedliche Tests, in denen ausgewertet wurde, wie gut das selbst designte Auto wirklich war. Danach ging es auf die Rennstrecke, was für mich den größten Spaß darstellte. 
Auch die nächste Bahn fand ich prima und auch der Große war begeistert trotz anfänglicher Angst. Es handelte sich dabei um einen Simulator, der einen Flug zum Mars nachamte. Im Großen und Ganzen verbrachten wir einen schönen Morgen im Park, auch wenn der Kleine seine Showeinlagen hinlegte und weinte. 
Gegen 12:00 pm fuhren wir zurück zum Hotel, wo ich mir etwas zu essen machte und mit meiner Familie telefonierte. Danach begab ich mich an den Pool, wo ich für kurze Zeit schlief bis der Große kam und mich weckte. Um 3:30 pm fuhren wir mit der Monorail zurück in den Park und gingen dort ins Aquarium und fuhren danach eine Bahn, die sehr informativ war und viel über den Anbau von Rohstoffen erzählte. 
Und zu guter Letzt war ein weiterer unsagbar guter Flugsimulator an der Reihe, der uns mit an die Westküste nahm. Offizielle Wartezeit lag bei 115 Minuten, da wir aber einen Fastpass hatten, mussten wir nur 15 Minuten anstehen. 
Dinner hatten wir in einem Restaurant außerhalb des Parkes. Ich bestellte mir Lachs und heute ausnahmsweise auch ein Dessert. Die Jungs hatten sich schon die ganze Woche auf dieses Restaurant gefreut, da sie dort ein besonderes Dessert auf der Karte hatten: Chocolate Mickey Puzzle. Dabei handelt es sich um weiße Schokolade, die in Einzelteilen kommt und aus der man ein Puzzle zusammenlegen muss, welches man anschließend mit Lebensmittelfarbe anmalen konnte. 
Zum Hotel fuhren wir mit einem Taxi zurück und gingen dort auch relativ zügig zu Bett.
 
Freitag, 20.03.2015: Disney's Hollywood Studios und Typhoon Lagoon
 
Auch heute wurde ich um 6:30 am von dem Wecker meines Handys aus dem Schlaf gerissen, um 7:30 am gingen wir zusammen zum Auto und fuhren zum Hollywood Studios Park, wo wir zunächst frühstückten. Anschließend liefen wir zum Tower of Terror, in den ich mich alleine wagen musste, da der Große zu ängstlich war und mein Gastvater bei den Jungs bleiben musste. Die Wartezeit betrug gerade ein mal 5 Minuten, da wir sehr zeitig dort waren. Der Tower of Terror ist eine Art Freefall Tower, wobei man in einem dunklen Raum den freien Fall erlebte.
Nach dieser Attraktion fuhr ich den Rock N Rollercoaster, der sich in einer dunklen Kugel fuhr und dort einen Looping und eine Schraube machte. Wir schauten außerdem einen 3 D Film der Muppets an, den ich aber weniger gut fand. Außerdem hatte mein Gastvater einen Fastpass für die Toy Story Bahn, den wir wahrnahmen. In dieser Bahn musste man mit Kanonen auf Zielscheiben schießen, wobei verschiedene Special Effects eingefügt wurden.
Die beiden Jungs wollten eine Stunt Show ansehen, mein Gastvater hatte jedoch einen Anruf zu erledigen, weswegen ich mir diese Show mit den beiden Jungs allleine ansah. Die Show war mein persönliches Highlight.
Wir waren noch Lange nicht alle Bahnen im Park gefahren, machten uns aber trotzdem auf den Weg zum Auto. Mein Gastvater hatte seinen Söhnen versprochen, dass sie sich ein Legoset aussuchen könnten, weswegen wir nach Downtown Disney fuhren und dort in den Lego Store gingen. Es war der mit Abstand wärmste und schwülste Tag der Woche und wir hetzten vom Parkhaus durch die Fußgängerzone bis hin zum Lego Store, wo wir zwei Lego Sets im Wert von knapp 400$ kauften. Der Große rieb dem Kleinen dabei unter die Nase, dass seines das Teurer wäre. Danach ging es in die Typhoon Lagoon, wo mein Gastvater vier Tagestickets im Wert von jeweils 60$ kaufte. Wir bestellten zunächst Lunch und während wir auf das Essen warteten, wollten die Jungs eine Runde auf den "Lazy River" gehen. Der Lazy River ist ein künstlich angelegter Fluss, der einmal um die gesamte Typhoon Lagoon geht und auf dem man sich mit einem Luftreifen treiben lassen kann. Nachdem wir eine Runde treibender Baumstumpf gespielt haben, aßen wir unser Mittagessen und hatten danach noch 45 Minuten Zeit, um schwimmen zu gehen. Der Große und ich verbrachten diese Zeit in dem großen Becken mit der Wellenmaschine, während mein Gastvater und der Kleine rutschen gingen. 
Um 4:00 pm mussten wir aufbrechen, da die Familie aus Orlando um 4:30 pm zu unserem Hotel kommen wollte. Wir verbrachten daher noch ein bisschen Zeit am Hotelpool ehe wir ins Zimmer gingen, wo der Kleine eine warme Dusche nahm. Den Großen musste ich regelrecht unter die Dusche zerren. Zu Abend aßen wir Salat und Pizza. Mein Gastvater brachte die beiden Jungs gegen 8:00 pm ins Bett und ich packte meinen Koffer. Nachdem ich all meine Sachen zusammen hatte, ging ich ein letztes Mal ins Magic Kingdom, wo ich mir die Electrical Parade ansah.
Da ich von den letzten Tagen erschöpft war, nahm ich eine Monorail zurück zum Hotel, wo ich um 10:00 pm ins Bett fiel. Meinen Wecker stellte ich auf 4:00 am, denn am nächsten Tag stand ein früher Flug in die Karibik an.
 
 
Mein Blogeintrag zur Karibik kommt in den nächsten Tagen! Also schaut gerne vorbei. Und anschließend werden Bilder zum Roadtrip mit meiner Familie kommen, denn heute geht es los!
Montag, 09.03.2015

Reiselust

Beinahe einen Monat hatte ich nicht wirklich etwas zu berichten und auch heute geschah nichts unfassbar Spannendes, allerdings gibt es doch die ein oder andere Sache, die ich gerne erzählen würde.

 

Mittlerweile bin ich schon 8 Monate und 2 Tage in New York und langsam aber sicher nähert sich meine Reise dem Ende, vermutlich schneller als ich denke. Ich höre Hannah noch sagen "Jana ich habe nur noch 4 Monate" und gestern saßen wir zusammen in ihrem Zimmer und packten ihre Koffer. 

Auch ich werde diese Woche meine Koffer packen müssen, da ich in den kommenden vier Wochen viel unterwegs sein werde. 
Am Sonntag, den 15.03. werde ich zusammen mit meinem Gastvater und den beiden Jungs nach Orlando fliegen, wo wir sieben Tage im Disneyworld Zeit mit Mickey Mouse, Donald Duck, Winnie Pooh und anderen Disney Charakteren verbringen dürfen. Die beiden Jungs sind sehr gespannt und freuen sich unglaublich darauf, wobei dieser Ausflug eine jährliche Tradition ist. Meine Gastmutter wird uns nicht begleiten, da sie eine Geschäftsreise nach Asien wahrzunehmen hat. Allerdings werden wir sie am Samstag, den 21.03. in Miami am Flughafen antreffen und von dort aus gemeinsam mit dem Flugzeug nach Puerto Rico fliegen, wo wir es uns anschließend auf einem Katamaran gemütlich machen werden und sieben weitere Tage von einer British Virgin Island zur anderen segeln werden.

Ich freue mich unglaublich auf die Sonne, da es hier letzten Donnerstag noch einmal stark geschneit hat und alles unter einer weißen Schneedecke versteckt ist. Natürlich war das Anlass für einen weiteren Snowday, wobei ich morgens meinen Abschlusstest im College hatte. Derzeit habe ich also zwei Spanisch Kurse erflogreich absolviert und 3 von 6 zu sammelnden Credits gesichert. Das Visum sieht vor, dass man insgesamt 80 Stunden am College sammelt, was 6 Credits entspricht. Gestern hatten wir jedoch endlich wieder Plusgrade und auch heute schien die Sonne herrlich und es scheint, als würde der Frühling vor der Türe stehen.

Am 28.03. werde ich dann von der Segeltour zurück nach New York fliegen, wo mich vier wundervolle Menschen in die Arme schließen werden. Denn meine Eltern und meine beiden jüngeren Brüder kommen mich besuchen. Gemeinsam werden wir 2 1/2 Wochen an der Ostküste einen Roadtrip machen und dabei die Städte Philadelphia, Washington, Atlanta, New Orleans, Chicago und die Niagara Fälle besichtigen. 
Somit wird einer meiner verbliebenen vier Monate wahnsinnig schnell umgehen. Schaut auf jeden Fall Ende März nochmal vorbei, denn da wird es vermutlich viele Bilder geben.

Meine Gastfamilie sucht außerdem bereits nach einem neuen Au Pair, welches mich dann Ende Juni ablösen wird, damit ich meinen Reisemonat beginnen kann. Ich wollte immer schon einmal an die Westküste Amerikas und auch wenn es ein kostenspieliges Ding ist, werde ich eine 15 tägige Tour entlang der Westküste machen und anschließend meine Heimreise antreten.
Meine Gastfamilie hätte mich gerne für ein weiteres Jahr behalten, ich allerdings möchte gerne anfangen zu studieren.
Als wir gemeinsam am Esstisch saßen und mein Gastvater erwähnte, dass er gerade nach einem "Jana Ersatz" sucht, sprang der Kleine auf, stampfte mit dem Fuß auf den Boden und rannte davon. In solchen Momenten merke ich, dass auch die Kinder mich in ihr Herz geschlossen haben. 

Die Ski Saison meiner Gastfamilie ist nun auch zu Ende und somit steht die Chance auf ein weiteres freies Haus gleich Null. Ich habe das sehr genossen, wenn ich hier und da ein Wochenende nur für mich hatte und Hannah, Anna und Kira zu mir kamen und wir gemeinsam kochen konnten ohne dabei jemanden zu stören.

Meine Gastmutter ist heute nach London geflogen und ist somit zum ersten Mal in diesem Jahr wieder geschäftlich unterwegs. Da mein Gastvater Abends ein Meeting hatte, musste ich die beiden Jungs ins Bett bringen und ich hatte mich schon auf einen Schreianfall des Kleinen vorbereitet, der allerdings ausblieb. Anstattdessen hörte man mich aus dem Zimmer des Kleinen schreiben, als dieser meine Finger der linken Hand in seiner Badezimmertüre einquetschte. [Autsch]

An dieser Stelle wünsche ich eine gute Nacht/ guten Tag,

Jana

Sonntag, 15.02.2015

Kurzer Wochenüberblick: Unfassbare Schneemengen bedecken New York

Samstag, 7.02.2014:

Nachdem ich eher weniger gut geschlafen hatte, machte ich mich um 8.00 am von Hannah auf den Weg nach Hause, da ich um 11.00 am anfangen sollte zu arbeiten. Dort angekommen begrüßten mich die beiden Jungs freudig, die gerade vor dem Fernseher saßen und frühstückten, bzw. auch nicht frühstückten. Der Plan war von 11.00 am bis 6.00 pm zu arbeiten, da meine Gastmutter um 11.30 am zur Beerdigung ihres verstorbenen Arbeitskollegen gehen wollte. Da mein Gastvater zu diesem Zeitpunkt noch in Florida segeln war, hatte ich die beiden Jungs alleine zu beaufsichtigen. Ich habe das Gefühl, dass sowohl mein Gastvater als auch meine Gastmutter denken, dass sie mir damit zu viel zumuten, wobei ich ohne weitere Probleme dait fertig werde. 
Nach dem Mittagessen kam ein Freund des Großen vorbei und wir fuhren zusammen ins Kino, wo wir den neuen Spongebob Film ansahen. Nach dem Film wurde der Junge auch schon am Kino von seiner Mutter abgeholt und ich fuhr mit meinen beiden Jungs nach Hause, wo wir ein wenig im Spielzimmer spielten. Der Große hatte an diesem Abend noch ein Sleepover, weswegen er Luftbetten aus dem Keller drei Treppen hinauf in das Spielzimmer schleppte, um dort eine Höhle zu bauen. Er wollte darin zusammen mit seinem Freund übernachten, worüber ich mich gar nicht freute, da das Gebilde aus Kissen, Luftmatratzen und Decken direkt vor meiner Tür aufgebaut wurde. Meine Gastmutter kam gegen 5.45 pm zurück und brachte Pizza fürs Abendessen mit. Der Freund meines Gastsohnes kam um 6.00 pm und ab da war ich befreit. 
Um 7.49 pm nahm ich einen Zug von Rye nach New York City, wo ich noch einen schönen Abend hatte. 

 

Sonntag, 8.02.2014:

Sonntag Morgen, 7:00 am: Vor meinem Zimmer sind erste Schritte zu hören. Nur kurze Zeit später: die Stimmen des Großen und seines Freundes. Man springt auf den Luftmatratzen hin und her, es wird gelacht, geschrien und getrampelt. 7.30 am: Nun kommt das Schlagzeug ins Spiel. Das war wohl das Ende meines Schlafes.

Auch am Sonntag wurde ich um Hilfe gebeten, da mein Gastvater immer noch in Florida war. Ich startete um 8.00 am und arbeitete bis 3.30 pm. Der Kleine baute das Empire State Building aus Schuhkartons und der Große zerstörte zunächst die halbe Lego City, um dann ein Crewship aus den Teilen zu bauen, wobei das Chaos natürlich nicht beseitigt wurde.
Am Abend ging ich zusammen mit Anna und Kira etwas essen, wobei wir wie immer sehr viel zu lachen hatten.
Als ich abends zurückkam berichtete mir meine Gastmutter, dass der Rückflug meines Gastvaters gecanceled wurde, was für mich eine weitere Frühschicht für Montag Morgen zur Folge hatte.

 

Montag, 9.02.2015:

Aus einem zunächst angekündigtem verspäteten Schulbeginn wurde letztendlich ein Schneetag. Allerdings war von Schnee weit und breit kein Auge zu sehen. Die Amerikaner übertreiben in dieser Hinsicht maßgeblich. In 13 Jahren hatte ich nicht einen einzigen Schneetag und hier haben die Kinder bald wöchentlich einen und das, obwohl es nicht einmal schneit. Außerdem wurde ein weiterer Flug meines Gastvaters gecanceled.
Meine Gastmutter arbeitete an diesem Tag von zu Hause aus, was mir trotz ausfallender Schule die Möglichkeit gab, meinen College Kurs zu besuchen, denn dieser fand statt.
Nachdem der 6:00 am Rückflug meines Gastvaters gecanceled wurde, hatte man nun auch den 11.30 am Rückflug gestrichen und meine Gastmutter schlug meinem Gastvater daraufhin vor, vorerst nicht zurückzufliegen, da wir Donnerstag ohnehin nach Florida fliegen würden. Hatte ich doch im College Kurs noch zu Hannah und Anna gesagt "Wetten, der bleibt da und kommt nicht wieder".
Der Tag verlief im Großen und Ganzen ohne weitere Probleme und um 6.00 pm durfte ich mich dann verabschieden. Ich fuhr noch ins Gym und ging dann schlafen.

 

Dienstag, 10.02.2014 und Mittwoch, 11.02.2015:

Dienstag und Mittwoch übernahm die Haushälterin die Frühschicht, was mir ein wenig Schlaf verschaffte, worüber ich sehr froh war. Ansonsten passierte an diesen Tagen nichts außergewöhnliches, zumindest kann ich mich an nichts erinnern.

 

Donnerstag, 12.02.2015:

Auch an diesem Tag übernahm die Haushälterin die Morgenroutine, wobei ich mich um 7.00 am ins Gym begab. Anschließend fuhr ich nach Hause, ging duschen und stieg wieder ins Auto, um zum College zu fahren. Von 9.30 am - 11.00 am hörte ich meiner Spanischlehrerin zu und dann machte ich mich auf den Heimweg, wo ich noch ein paar Kleinigkeiten zu packen hatte. Um 12.00 pm holte ich die beiden Jungs von der Schule ab und die Haushälterin fuhr mit uns zum Flughafen. Dort angekommen warteten wir auf meine Gastmutter, die direkt von der Arbeit zum Flughafen fuhr. Wir saßen noch gemütlich in einer Lounge, wobei die Zeit sehr knapp wurde und wir zu den Sicherheitskontrollen rennen mussten, wo bereits der letzte Aufruf zum Boarding zu hören war. Wir rannten zum Gate und kamen noch gerade rechtzeitig bevor die Türen schlossen. Kurz darauf hoben meine Gastmutter, die beiden Jungs und ich ab Richtung Miami, Florida. Am Flughafen in Miami angekommen holte uns mein Gastvater mit seinem Ambulance Wagen ab. Bis zum Ocean Reef Club musste ich 45 Minuten lang mit den beiden Jungs im Hinterraum des Wagens sitzen, was alles andere als gemütlich war.

Freitag, 13.02.2015:

Am Freitag startete ich meinen Tag mit einem Morning Run zum Strand, da ich erst um 1.00 pm anfangen musste zu arbeiten. Den Nachmittag verbrachten die beiden Jungs hauptsächlich im Pool. Ich saß auf einem Stuhl in der Sonne und schaute den beiden zu, während meine Gasteltern zu Mittag essen waren. Von 4.00 pm - 6.00 pm hatte ich ein bisschen Zeit für mich, die ich nutze, um noch einmal zum Strand zu laufen. Vom Haus der Familie bis zur Bucht braucht man gute 20 Minuten zu Fuß. Als der Kleine hörte, dass ich ihn ins Bett bringen solle, legte er wieder eine hochklassige Show hin und schaffte es damit, seinen Willen durchzusetzen. Meine Gasteltern verließen das Haus daher erst um 8.00 pm als beide Jungs schon im Land der Träume waren.

Samstag, 14.02.2015:

Der heutige Tag war leider nicht so warm wie der Freitag und auf dem Weg zum Gym frierten meine Gastmutter und ich sehr, da der Golfcart nicht gerade geschützt ist. Nach dem Kids Club wurden Valentinstagsgeschenke überreicht, wobei die beiden Jungs jeweils ein Fahrrad bekamen und ich einen leichten Kaputzenpullover mit dem Ocean Reef Club Zeichen darauf. Am Mittag bastelte ich ein bisschen mit dem Großen und um 3.30 pm fuhren wir alle gemeinsam zum Strand, wo die beiden Jungs zunächst eine Schatzsuche machten, die ca. 15 Minuten lang ging. Meine Gasteltern saßen bei Freunden und ich wartete am Pool auf die beiden Jungs. Der Kleine wollte unbedingt Tretboot fahren, was ich dann zusammen mit ihm machte und der Große ging eine Runde mit seinem Vater segeln. Später hatte ich beide Jungs zu beaufsichtigen, wobei der Kleine mit seinen Sandspielsachen buddelte und der Große neben mir auf der Liege in ein Handtuch eingewickelt lag. 
Gegen 5.45 pm fuhren wir zurück zum Haus, wo ich für die beiden Jungs Abendessen machte und mich danach in mein Zimmer zurückzog.

Samstag, 07.02.2015

Mittwoch, 4.02.2015 - Freitag, 7.02.2015: Tragischer Unfall, Iglu und Annas Geburtstag

Mittwoch flog mein Gastvater sehr früh nach Florida, um zum einen nach dem Haus zu sehen und zum anderen segeln zu gehen. Daher klingelte mein Wecker um 5.45 am, da ich bereits um 6.00 am anfagen musste zu arbeiten. 

Ein Morgen läuft wie folgt ab: (zumindest wenn ich die beiden für die Schule fertig machen muss)

- Ab 6.00 am sitze ich in der Küche und warte auf das Erwachen der Jungs, wobei der Große im Regelfall gegen 5.55 am aufwacht und somit gegen 6.00 am bereits in Schuluniform und mit geputzen Zähnen die Treppe herunter kommt.
- Der Kleine schläft meistens länger und muss um 6.45 am aus dem Land der Träume gerissen werden. Manchmal möchte er, dass man ihm beim Ankleiden hilft. Anschließend putzt auch er seine Zähne.
- Dann bereite ich Frühstück für die zwei vor. Der Kleine bekommt einen in der Mikrowelle aufgewärmten Pancake mit Erdbeeren, Banane, Apfel oder Blaubeeren und der Große variiert in letzter Zeit ein wenig. Entweder Rührei, einen English Muffin mit Butter und Zimt und Zucker, einen Tortilla mit Butter und Zimt und Zucker, Grits mit Butter und Käse (eine Pampe, die pur sehr geschmackslos ist, durch den Käse jedoch einen Geschmack erhält), manchmal Pancakes mit Butter, aber IMMER Früchte dazu. Meine Jungs essen beide sehr gerne Obst und auch Gemüse, worüber ich sehr froh bin.
- Ich serviere das Frühstück am Esstisch und nicht vor dem Fernsehgerät. Daher sitze ich meisten zusammen mit den beiden am Tisch und warte bis sie aufgegessen haben.
- Wer aufgegessen hat darf Fernseh schauen, wobei der Kleine meistens kaum Zeit dafür hat, da er sehr langsam isst.
- Damit die beiden nicht in ein kaltes Auto kommen, starte ich den Motor und drehe die Heizung auf High.
- Um 7.25 am fordere ich die beiden dazu auf, den Fernseh auszuschalten, sich Schuhe und Jacke anzuziehen und ins Auto zu sitzen.
- Dann fahre ich zur Schule nach Conneticut, wo ich die beiden absetze und anschießend wieder nach Hause.

Mittwoch Abend bekam ich eine Nachricht meiner Gastmutter, die ganz und gar nicht gut klang. "Really bad day. Fill you in later. Heading to 619 train." Allerdings wusste ich bereits, was geschehen war...
Dienstag Abend war in Westchester (so nennt man die Gegend, in der ich wohne) eine Metro-North Train ungebremst in einen SUV gerast, wobei insgesamt 6 Menschen ums Leben kamen. Was passierte? Ein "Klassiker"... Das Auto blieb auf den Gleisen stecken und die Schranken schlossen sich. [ http://www.wsj.com/articles/six-dead-after-metro-north-train-crashes-into-a-car-in-valhalla-n-y-1423012039?tesla=y&mod=WSJ_hp_RightTopStories ] 
Unter den 6 Unfallopfern war ein Kollege und Freund meiner Gastmutter dabei, mit dem sie oft sehr eng zusammen gearbeitet hatte. Anna erzählte uns, dass ein Mann umgekommen sei, dessen drei Kinder auf dieselbe Schule gehen, auf die auch ihre Gastkinder gehen. Wir fanden dann allerdings heraus, dass es sich dabei um dieselbe Person handelte.

Donnerstag lief mein Morgen ebenfalls einwandfrei ab und aufgrund der Aktivitäten am Nachmittag ging mein Arbeitstag sehr schnell um. 
Wir machten wie jeden Donnerstag Pizza und aßen diese im Wohnzimmer (Donnerstag ist Ausnahmetag). Meine Gastmutter kam gegen 7.00 pm von der Arbeit nach Hause und berichtete uns, dass wir dieses Wochenende nicht nach Windham fahren würden, da die Beisetzung Samstag sei. Diese Nachricht rettete mein Wochenden, denn das hieß für mich, dass ich zusammen mit Hannah und Kira Annas Geburtstag feiern konnte. Ich erzählte Hannah und Kira davon, verschwieg es Anna allerdings, da ich sie überaschen wollte.
Ich finde es schön, dass ich die Möglichkeit bekomme, Snowboarden zu gehen, aber ich bevorzuge meine Wochenenden in Rye zu verbringen. In Windham sitze ich oft herum und weiß nicht, was ich tun soll, zudem habe ich dann keinen freien Tag in der Woche, welcher mir jedoch zusteht.

Abends fuhr ich zu Hannah, wo wir zusammen mit Kira einen Nutella Kuchen für Anna backten.
Bis 12.00 am standen wir in der Küche und arbeiteten an einem perfektem Geburtstagskuchen. Um 12.30 am fiel ich in mein Bett und stellte meinen Wecker auf 5.30 am...

Freitag lief Morgens ebenfalls alles ohne Probleme ab. Ich musste allerdings um 11.00 am wieder anfangen zu arbeiten und die Jungs von der Schule abholen. Ich machte den beiden Mittagessen zu Hause (Mac and Cheese) und anschließend gingen wir nach draußen, wo wir ein Iglu bauten.

Um 2.45 pm fuhr ich mit dem Kleinen nach Greenwhich, wo er ein Playdate mit einem Mädchen aus seiner Klasse hatte. Das Haus war nicht gerade leicht zu finden, da man die Nummer 83 nicht zwischen 82 und 84 vorfand, sondern zwischen 100 und 105. 

Wir kamen mit ein bisschen Verspätung an und wurden freudig erwartet. Nachdem ein kleiner Snack zu sich genommen wurde, wobei mein Kleiner nur etwas trank und das Mädchen diverse Schokoladenkekse, M&Ms und Riegel in sich stopfte, gingen wir zusammen in den Keller, wo ein Raum mit Spielsachen war. Das Mädchen bereitete mir dort bereits Kopfschmerzen, da sie ununterbrochen kreischte, lachte und schrie. Ich merkte schnell, dass sie keinen guten Einfluss auf meinen Kleinen hatte. Ich setzte mich auf das Sofa im Spielzimmer und schaute den beiden zu, wie sie spielten. Das Mädchen warf dabei hunderte Münzen durch die Luft und fand das unfassbar lustig. Die beiden schienen allerdings Freude daran zu haben, weswegen ich nichts sagte, zumal ich mich in einem fremden Haus befand. Zwischendurch rannten sie hin und her, in ein anderes Zimmer, die Treppe hoch und wieder runter. Plötzlich stand der Kleine mit einem mit Kleber verschmierten Shirt vor mir und beide lachten darüber. Ich ahnte nichts Gutes und ging in den anderen Raum, wo ich ein riesen Chaos vorfand. Der Teppichboden war vollgeschmiert mit Kleber und ich wusste nicht, wie mir geschah. Die beiden lachten nicht mehr lange und dann kam der Vater des Mädchen die Trepper herunter und entdeckte den Kleber auf dem Teppich. Allen Ernstes meinte dieser zu mir "Geh, hol einen Eimer und einen Schwamm!". Entschuldige, aber wo finde ich einen Schwamm in einem Haus, in dem ich noch nie zu vor war? Als ich ihn danach fragte, schickte er mich in die Küche. Ich kam mit dem Spülschwamm und einer Glasschüssel wieder, da das das einzige war, was ich finden konnte. Ich begann, den Teppich zu schrubben während der Vater des Mädchens zuschaute und keinen Finger krümmte. Anstattdessen half die Oma. Zudem unterstellte mir der Vater mangelhafte Beaufsichtigung. Wenig erfolglos verließen wir nach 30 Minuten verzweifeltem Teppichputzen das Haus und fuhren nach Hause. Ich war stinksauer und regte mich unglaublich über das Verhalten des Vater auf.

Ich berichtete das Vorgefallene der Haushälterin und meiner Gastmutter, woraufhin beide meinten, dass es nicht meine Aufgabe gewesen sei, in einem fremden Haus auf die zwei aufzupassen. Das Verhalten des Vaters sei lächerlich und nicht gerechtfertig gewesen.

Ich fühlte mich allerdings trotzdem schuldig und entschuldigte mich zahlreiche Male.

Am Abend fuhr ich dann zu Hannah, wo ich Anna überaschte, denn die dachte, dass ich in Windham sei. Wir feierten einen schönen Geburtstag eines tollen Menschen und hatten viel Spaß.

Dienstag, 03.02.2015

Montag, 26.01.2015 - Montag, 2.02.2015: Blizzard, Super Bowl and Snow Days

Montag, 26.01.2015 - Mittwoch, 28.01.2015

Wer an diesem Tag noch Einkäufe im Supermarkt zu erledigen hatte, war eher weniger erfolgreich. Ab 10.00 Uhr fand man ausgeplünderte und leergefegte Regale vor sich, da sich die Bewohner Ryes aufgrund des bevorstehenden Blizzards wie dir Raubtiere über die letzten Lebensmittel gestürzt hatten, um sich mit Vorräten einzudecken. An dieser Stelle zu bemerken, dass der Blizzard von Montag 1.00 pm bis Mittwoch 12.00 am wüten sollte. 
Die Amerikaner spielten verrückt und waren wohl voller Sorge, in diesen zwei einhalb Tagen zu verhungern.

   

Die Kinder hatten bereits um 11.30 am Schulschluss und somit begann ich um 12.00 pm damit, Mittagessen vorzubereiten. Macaroni and Cheese. Anschließend wollten die beiden Jungs Schlitten fahren gehen, daher zogen wir uns dick an und begaben uns nach draußen. Der Schnee war leider nicht sehr geeignet zum Rodeln, die Jungs fanden aber schnell Spaß an anderen Dingen. Völlig durchgefroren gingen wir zurück ins Haus und direkt weiter ins Spielzimmer. 
Am Dienstag war schulfrei und ich startete ebenfalls früher. An diesem Tag waren mein Gastvater und auch meine Gastmutter zu Hause, da meine Gastmutter aufgrund des Blizzards frei hatte. Ich durfte allerdings trotzdem die Kinder beschäftigen und mich mit ihnen in die Kälte begeben. Allerdings waren für diesen Tag auch noch einige Schulaufgaben zu lösen, welche die Schule per Email an die Eltern geschickt hatte. Meine Gastmutter übernahm dabei die Hausaufgabenbetreuung des Großen, worüber ich sehr dankbar war. Am Abend machten wir zusammen Pizza und schauten wie üblich einen Film während wir die Pizza verzehrten.
Mittwoch begann die Schule später als üblich, was mich allerdings nicht beeinträchtigte. Ich ging wie gewohnt um 9.00 am ins Gym und hatte meinen üblichen Tagesablauf. Um 2.00 pm richtete ich ein Snack und um 2.20 pm setzte ich mich ins Auto und fuhr zu Schule. Gegen 4.00 pm kamen wir zu Hause an, wo ich die beiden Jungs nach draußen schickte. Um 5.00 pm hatte der Große Nachhilfe und anschließend mussten die beiden duschen und zu Abend essen.

Donnerstag, 29.01.2015:

Donnerstag war alles wieder beim Alten, was die Schule angeht. Der Kleine hatte an diesem Nachmittag zum ersten Mal eine außerschulische Aktivität im Art Center. Da er sehr gerne mit Ton bastelt haben ihn meine Gasteltern für eine Ton Stunde angemeldet, die jeden Donnerstag stattfindet. Der Große hatte wie jeden Dienstag und Donnerstag Schwimmtrainung. Wir machten ausnahmsweise keine Pizza an diesem Tag, da wir bereits Dienstag Pizza gemacht hatten. Stattdessen kochte mein Gastvater eine Fertigsuppe. 
Meine zukünfitgen Donnerstage werden wie folgt aussehen: Jungs von der Schule abholen, Kleinen auf direktem Weg beim Art Center absetzen, den Großen nach Hause bringen und Nudeln geben, den Großen und ein Mädchen zum Schwimmen bringen, den Kleinen abholen, den Kleinen bespaßen, Pizza machen und Hausaufgaben mit dem Großen machen. Ich mag solche Tage, da sie meist sehr schnell umgehen.

Freitag, 30.01.2015 - Sonntag, 1.02.2015:

Am Freitag begann mein Wochenende, da meine Gastfamilie ohne mich nach Windham zum Skifahren fuhr und mich in dem Haus zurückließ.
Ich verbrachte den Morgen im Gym und schlug die Zeit am Nachmiitag tot, da all anderen Au Pairs arbeiten mussten. Freitag Abend nistete sich Anna direkt bei mir ein, worüber ich sehr froh war, da ich ungerne alleine in dem großen Haus bin. Auch Hannah und Kira schauten vorbei, was wie immer für tolle und lustige Momente sorgte.

Am Sonntag Abend war der Super Bowl, welchen wir bei Kira schauten. Meine Gastfamilie interessiert sich ganz und gar nicht für diesen Sport und auch Annas Gastfamilie ist weniger begeistert davon. Kiras Gastfamilie hingegen schaut sehr viel Football und hatte anlässlich des Super Bowls eine kleine Party veranstaltet. Hannah fühlte sich leider überhaupt nicht gut an diesem Tag, weswegen sie nicht dabei sein konnte. Anna, Kira und ich saßen in einem der Wohnzimmer mit Tortilla Chips und Salsa und schauten das Spiel. Weder Anna noch ich kannten die Regeln, hatten auch noch nie Football geschaut, wollten uns allerdings dieses einmalige Ereignis keinesfalls entgehen lassen. Superbowl mit Chips und roten Becher. An Essen mangelte es selbstverständlich auch nicht.

Wir waren alle ein wenig genervt von den zahlreichen Werbeeinspielern, die alle vier Minuten das Spiel unterbrachen. Die New England Patriots haben schlussendlich gewonnen und somit herrschte gute Stimmung im Hause. 

Montag, 2.02.2015:

"Snowday". Die Reaktion eines jeden Au Pairs auf einen schulfreien Tag unterscheidet sich lediglich in der Art darüber zu fluchen. 
Auch mein College Kurs wurde aufgrund "heftigen" Schneefalls abgesagt.  Das Gym öffnete erst um 2.00 pm und somit konnte ich nicht fliehen und startete schon um 9.30 am. Die beiden Jungs saßen vor dem Fernseh mit ihrem Frühstück, welches natürlich kaum angerührt war. Gegen 10.15 am schaltete ich den Fernseh aus und brachte die zwei dazu, sich umzuziehen und ins Spielzimmer zu begeben. Auch für diesen Tag waren Schulaufgaben per Mail eingegangen, welche noch erledigt werden mussten. Meine Gastmutter war glücklicherweise zu Hause und übernahm diesen Part zum wiederholten Male. Den ganzen Morgen hatte es kaum geschneit, gegen 2.00 pm fielen die ersten Flocken und gegen 2.30 pm konnte man zum ersten Mal von starkem Schneefall reden. Der Große hatte ein Play Date, somit blieb mir das Spielem im Schnee erspart und ich hatte nur noch den Kleinen zu beschäftigen. Die Stunden wollten nicht gerade schnell vergehen. Um 7.00 pm war ich fertig für den Tag, das Gym hatte allerdings schon geschlossen und ich legte mich in mein Bett und schaute einen Tatort.

 

 

Freitag, 23.01.2015

Ich habe den Überblick verloren

Hallo alle zusammen,

nach langer Zeit kommt wieder ein neuer Blogeintrag.

In letzter Zeit ging es wieder ein bisschen drunter und drüber und ich bin Abends oft früh ins Bett gefallen und direkt eingeschlafen.

Nach dem Geburtstag des Kleinen verbrachte ich das darauffolgende Wochenende zusammen mit den beiden Jungs und meiner Gastmutter in Windham, da mein Gastvater in Florida segeln war. Dort versenkte er im Übrigen sein viertes IPhone im Meer und hatte somit einen Grund, ein neues zu kaufen.
Wir fuhren Freitag gegen 2.30 pm los und kamen gegen 5.00 pm in Windham an. An diesem Tag passierte nicht mehr sehr viel, man spielte ein wenig, es wurde ferngesehen, gegessen und dann schlafen gegangen. Am nächsten Morgen brachte ich zusammen mit meiner Gastmutter die beiden Jungs zum Ski Kurs und anschließend leihte ich mir ein Board und Schuhe aus und fuhr gute 2 Stunden ganz alleine den für mich doch eher kleinen Berg herunter.
Am Mittag trafen wir Freunde der Familie, die zufälliger weise in der Nähe waren und ich baute mit dem Großen sein letztes Legoset, welches er zu Weihnachten bekommen hatte auf. Anhören durfte ich mir nach 5 min Pause "Get back to work". Am Abend gingen wir dann in einer kleinen Kneipe names Chicken Run zusammen essen, welches wirklich sehr gemütlich war. Allerdings war die live Musik ein wenig laut und somit konnte man einander nur schwer verstehen. Die beiden Jungs waren ja so erschöpft, dass meine Gastmutter ihnen erlaubte ihre IPads mitzunehmen. Nun durfte ich erleben, wie toll es sich anfühlt, wenn zwei kleine Jungs völlig auf ein technisches Gerät fixiert neben dir sitzen, keinen Ton von sich geben, aber strahlen. Als das Essen dann kam, wurden die IPads immerhin eingesammelt, sodass man sich auf Macaroni and Cheese konzentrieren konnte. Ich hatte nur eine kleine Suppe bestellt, da ich nicht sehr hungrig war und war heilfroh darüber als ich sah, wie riesig die Portionen der anderen waren. Natürlich wurde einiges davon weggeschmissen.
Am Sonntag wollten wir Snow Tubing machen, was allerdings nicht zustande kam; aus welchen Gründen auch immer. Anstattdessen kamen die Freunde zum wiederholten Male vorbei und es wurde ein Kaffeekränzchen gehalten. Ich lag ein wenig in meinem Bett, da ich mich nicht so gut fühlte.
Gegen 2.30 pm brachen wir auf, um den Heimweg anzutreten. Während meine Gastmutter den letzten Kontrollgang durch das Haus machte, hatte ich derzeit schon das Vergnügen mit zwei sich streitenden Jungs im Auto zu sitzen. Der Grund? Das Entertainment System des Kleinen funktionierte nicht, das des Großen allerdings schon. Worüber sich Kinder doch heutzutage alles streiten können...

Nachdem ich beinahe taub war und der Kleine endlich aufgehört hatte zu schreien, kam meine Gastmutter und wir konnten die Heimreise antreten.

Montag - Donnerstag waren normaler Arbeitstage mit den üblichen Problemen:
- der Große will keine Haushaufgaben machen

- der Kleine weint, wenn er etwas nicht bekommt

- der Große will unter keinen Umständen duschen

- der Große will nicht zum Schwimmtraining

- der Kleine will sich nicht seinen Schlafanzug anziehen

- beide wollen im Wohnzimmer zu Abend essen

- der Kleine beschwert sich über die Süßigkeit in der Snackbox

- der Kleine macht Legos des Großen kaputt

- der Kleine ist sauer, weil etwas nicht nach seiner Vorstellung läuft

- beide jammern über zu wenig Freizeit

- ... 

Nachdem ich kein wirkliches Wochenende aufgrund meines Winham Aufenthaltes hatte, war ein freier Tag längst überfällig! Am Freitag war es dann soweit und ich konnte endlich einmal durchatmen. 
Von Freitag bis Montag war meine Gastfamilie in WIndham und ich hatte das Haus für mich alleine, was ich dazu nutze, Freunde einzuladen. Ich verbrachte ein super Wochenende mit den Mädels und hatte beinahe Urlaubsfeeling. Am Montag kam dann die Bitte von 2.30-5.30 pm zu arbeiten, was meine Stimmung ein wenig dämpfte. 
Dienstag geschah nichts ungewöhnliches, ebenso wie Mittwoch. Ich bastelte mit dem Kleinen eine Kopie seines Playmobil Flugzeuges und einen gelben Oldtimer. 

Am Donnerstag ging ich dann nach langer Zeit wieder zum College. Ich mache einen weiteren College Kurs, der jedoch das bereits Gelernte wiederholen wird. Allerdings belegen Hannah und Anna auch diese Kurs, weswegen er um einiges witziger ist; das sieht die Lehrerin natürlich anders.
Nach dem College fuhr ich noch zum Gym und dann nach Hause, wo Handwerker gerade die Garagen Elektronik austauschten. Eine Garage funktionierte nämlich schon seit Längerem nicht mehr einwandfrei und musste dringend repariert werden. Der Tag an sich war eine Katastrophe, da der Große krank zu Hause geblieben war und den ganzen Morgen Fernseh schaute. Kaum fing ich an zu arbeiten kam die Bitte meines Gastvaters, den Großen doch ein wenig zu unterhalten, Matheaufgaben mit ihm zu machen und vom Fernseh fernzuhalten. Eine Stunde Mathe mit einem Kind zu üben, das Mathe ganz und gar nicht leiden kann und aufgrunddessen auch eher wenig beherrscht, brachte mich an die Grenzen meiner Nerven. Anschließend wurde im Spielzimmer gebastelt, dann geduscht und gegessen.
Danach floh ich in mein Zimmer und wartete auf eine Freundin, mit der ich noch ein bisschen im Starbucks saß und wir uns über geschehene Dinge aufregten.

 

Ich möchte keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich meine Gastfamilie nicht mag. Ich bin im Großen und Ganzen wirklich zufrieden und werde alle auch schrecklich vermissen. Manchmal kann man die Einstellungen, das Auftreten, das Verhalten und das Denken allerdings nicht nachvollziehen. 
Es ist und bleibt eine andere Welt für mich und ich bin froh, dass ich Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten darf und miterleben darf. Ich weiß, wie ich meine Kinder später zu 100% nicht erziehen werde und was meine Eltern doch alles richtig gemacht haben. Auch wenn man gerade als Teenager viele Dinge anders sieht und für gemein hält, so schätzt man später die Strenge und Konsequenz umso mehr.

 

Donnerstag, 08.01.2015

Mittwoch, 7.1.2015 - Halbzeit

Heute vor genau 6 Monaten verließ ich Deutschland, um ein mal quer über den Ozean ans andere Ende der Welt zu reisen.

6 Monate mag vielleicht viel klingen, ich kann euch allerdings sagen, dass diese wie im Fluge vergangen sind. Ich hoffe sehr, dass meine kommenden 6 Monate nicht allzu schnell vergehen und ich noch weitere schöne Momente und Erinnerungen sammeln kann.

Heute war auch für den Kleinen ein besonderer Tag, denn er hatte Geburtstag. Einen Tag zuvor hatten wir zusammen Cookies gebacken, welche er zur Schule mitnahm und mit seinen Klassenkammeraden teilte. In seiner Gruppe wurde eine kleine Geburtstagsfeier veranstaltet und nícht nur die Eltern waren in der Klasse dabei sondern auch sein großer Bruder.

Als ich beide zur gewohnten Zeit von der Schule abholte war der Kleine natürlich total aufgeregt, da er bislang noch keine Geschenke ausgepackt hatte und diese somit zu Hause auf ihn warteten. Zu Hause angekommen, erwarteten ihn auch schon 10 große, schön eingepackte und in Reihe aufgestellte Pakete, die förmlich danach schrien ausgepackt zu werden. Mindestens die Hälfte davon war Playmobil, ein Playmobil Flugzeug, ein Privatflugzeug, ein Motorboot, Flughafenzugehör, und und und. Und dabei hatte er doch zu Weihnachten schon ohne Ende Playmobil bekommen, einen Playmobil Krankenwagen, einen LKW, ein Auto, eine Fähre, ein Containerschiff, einen Bagger und und und.

Mein heutiger Arbeitstag bestand daher also darin, Playmobil aufzubauen und zerissenes Geschekpapier einzusammeln. Zum Abendessen hatte sich der Kleine Chicken Nuggets, Blumenkohl und Wildreis gewünscht, wobei sich über die Kombination streiten lässt. Als Dessert gab es traditionell einen Eiscreme Kuchen, wobei mich Hannah jedoch vor dem Essen abholte.

Morgen und auch Freitag wird ein anstrengender Tag werden, da mein Gastvater ein Segelrennen hat und ich somit dir Frühschicht übernehmen muss. Also wird mein Wecker um 5.45 am klingeln, sodass ich um 6.00 am auf dem Sofa sitzen kann und auf das Erwachen der beiden Jungs vorbereitet bin. Das Wochenende werde ich zusammen mit meiner Gastmutter und den beiden JUngs in dem Skihaus der Familie in Windham verbringen, wo die Frühschicht vermutlich auch an mir hängen bleiben wird, da meine Gastmutter gerne etwas länger schläft als mein Gastvater und die beiden Jungs.

Ansonsten gibt es derzeit nicht allzu viel berichten, da ich zurück im Alltagstrott bin. Spannende Vorfälle werde ich selbstverständlich direkt berichten.

Gute Nacht,

Jana

Freitag, 02.01.2015

Mittowoch, 31.12.2014 und Donnerstag 1.1.2015

Am Mittwoch klingelte mein Wecker um 5.45 Uhr, denn um 6.00 Uhr musste ich anfangen zu arbeiten. Der Große wacht nämlich immer zwischen 5.40 Uhr und 6.30 Uhr auf. Ich setzte mich daher mit einem Tee ins Wohnzimmer und wartete auf das Erwachen der beiden Jungs. Um 7.00 Uhr machte ich den beiden Frühstück und anschließend musste ich sie dazu aufforden, ihre Skiklamotten anzuziehen. Der Kleine braucht dabei noch Hilfe, da die vielen Schichten ihn ein wenig überfordern.
Um 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Windham Mountain, wo ich die beiden Jungs bei ihren Skilehrern abgab und mich anschließend Richtung Ski und Snowboard Verleih aufmachte. Ich leihte mir ein Board und auch Schuhe aus und fuhr 2 1/2 Stunden. Eine Ganztageskarte kostet übrigens 80 $ (ca. 66 Euro). Dazu sind die Schneeverhältnisse derzeit wirklich miserabel und die Bahn ist überaus vereist. Um 11.45 Uhr mussten die beiden Jungs wieder eingesammelt werden und wir trafen auf die Großeltern, um am Skilift eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen.
Anschließend fuhren wir nach Hause, wo wir Familienspiele spielten, die Jungs das Haus für Silvester dekorierten und anschließend an ihren IPads spielten.
Zu Abend aßen wir gegen 6.30 Uhr und anschließend brachte die Großmutter den Kleinen ins Bett. Meine Augen fielen gegen 8.00 Uhr zu, somit habe ich den Jahreswechsel verschlafen, was mir aber von vornerein klar war.

Am Donnerstag musste ich wieder um 6.00 Uhr anfangen und im Prinzip lief es ziemlich ähnlich ab wie einen Tag zuvor. Allerdings ging ich nicht snowboarden, da der Verleih 42 $ gekostet hat und ich ein schlechtes Gewissen gegenübre meiner Gasteltern hatte, die dafür bezahlten.
Auch an dem heutigen Tage wollte der Große nicht in den Skikurs am Nachmittag gehen, was natürlich hingenommen wurde.
Anstattdessen wollte er mit mir ein Segelboot aus Papier bauen, hatte aber zwischendurch noch schulische Verpflichtungen zu tun. 20 min freies Schreiben, 20 min Matheübungen und 20 min Lesen. Als ich ihn zum wiederholten Male auf seine Matheübungen aufmerksam machte, wollte er in aller Eile sein Segelboot zu Ende bringen, was allerdings missglückte und er daraufhin völlih ausrastete.
In letzter Zeit ist sein Verhalten alles andere normal und ich versuche jeden Tag aufs Neue die Hintergründe herauszufinden. Sein Standardsatz "I don´t know."


Morgen werde ich wieder um 6.00 Uhr arbeiten müssen, am Vormittag findet kein Skikurs statt, weswegen wir Snow Rafting gehen werden. Am Abend geht es für mich dann endlich zurück nach Rye!

 

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr und hoffe, dass niemand so einsam wie ich feiern musste,

Jana

Mittwoch, 31.12.2014

Eine gelungene Überaschung

Mein vermutlich letzter Blogeintrag im Jahr 2014, aber der wohl emotionalste. Am Donnerstag, den 18.12.2015 schnappte ich mir zwei Koffer und eine Handtasche und wurde dann von der Haushälterin zum JFK Flughafen gefahren.

Mein Reiseziel? Einmal quer über den Atlantischen Ozean nach Europa, Deutschland, Schwarzwald, wo man mich allerdings unter keinen Umständen erwartete. Meine Eltern wussten selbstverständlich Bescheid, da mich unter anderem jemand am Flughafen abholen musste. Seit Wochen freute ich mich schon darauf, die Gesichter meiner Brüder zu sehen. Mein Flieger hob mit 45 min Verspätung von amerikanischen Boden ab und steuerte zunächst London als Zwischenstop an. Die Flieger heutzutage sind wirklich prima ausgestattet und so hatte ich auch in diesem Flugzeug wieder meinen eigenen Bildschirm in der Rücklehne des Vordersitzes. Die Filmauswahl war mehr als ausreichend und somit vergingen die 6 Stunden nach London sehr schnell. In London kam ich aufgrund des verzögerten Abfluges in New York erst um 8:00 am an und hatte somit gerade einmal eine Stunde Zeit, all die Sicherheitskontrollen aufs Neue zu durchlaufen. Als ich um 8:45 am am Gate ankam, saß dort nicht ein einziger Reisender, was mich ein wenig wunderte, da der Flieger um 9:10 abheben sollte. Boarding war zu der Zeit allerdings noch nicht von Statten gegangen. Nach und nach kamen weitere Personen. Aufgrund eines technischen Defekts konnten wir das Flugzeug erst um 9:50 am betreten und hoben demnach auch in London mit über einer Stunde Verspätung ab. Um diese Zeit wieder zu gewinnen, flogen wir knapp 1000 km/h anstatt gewohnten 700-800 km/h. Nach einer knappen Stunde konnte ich schon erste Fichten erkennen und wir setzten zur Landung an. Anschließend wartete eine kleine Überschung für mich, denn mein Koffer war nicht nach Zürich mitgeflogen, sondern befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in London. Ich hatte nicht nur 40 min am Gebäckband gewartet, um dann ernüchternd feststellen zu müssen, dass mein Koffer tatsächlich nicht mehr kommen würde, sondern musste zudem noch zur Lost and Found Stelle, um meinen Koffer als vermisst zu melden. Das war glücklicherweise alles sehr unkompliziert und die Dame sagte, man würde mir meinen Koffer am darauffolgendem Tag schicken. Nun hatte ich meine Mutter wirklich lang genug auf mich warten lassen und begab mich daher auf den Weg zum Ausgang, wo sie nicht weniger nervös auf mich wartete. ... Wie fuhren nach Hause, wo wir schließlich meine Brüder überaschten, die völlig sprachlos waren. Überaschung: GEGLÜCKT! Insgesamt durfte ich knappe 9 Tage mit meiner Familie verbringen, was mir unglaublich gut tat. Auch meine Freunde freuten sich sehr über meinen Kurzurlaub in der Heimat. Ich nutze meine 9 Tage so gut wie möglich und hatte eigentlich nie Langeweile.

Am Sonntag, den 28.12.2014 stand mein Rückflug an, wobei das Wetter einen Tag zuvor verrückt spielte. Es schneite ununterbrochen und somit war die Fahrt zum Flughafen und auch das Abheben des Fliegers ein kleines Abenteuer für mich. Der Abschied fiel mir allerdings nicht so schwer wie vor 6 Monaten, da ich immerhin wusste, was mit erwarten würde. Außerdem wird meine Familie in genau 3 Monaten nach Amerika kommen und wir werden zusammen eine kleine Tour an der Ostküste machen.
Am Flughafen musste ich erneut die amerikanischen Sicherheitskontrollen überleben. Zu Beginn muss man dort nämlich Fingerabdrücke und ein Foto abgeben, wobei die Wartezeit mind. eine Stunde beträgt. Glücklicherweise wurde mein Koffer dieses Mal nicht geöffnet, wobei ich vorsichtshalber den Schinken im Koffer verschwiegen hatte. Am Ausgang wartete auch schon ein Fahrer auf mich, der mich nach Hause brachte. Zu Hause angekommen stieß ich auch schon direkt auf erste Lego und Playmobil Kartons, die bereits geleert und aufgebaut waren. Unter dem Tannenbaum standen allerdings noch unzählige weitere Geschenke. Die beiden Jungs haben tatsächlich jeden Wunsch erfüllt bekommen und darüber hinaus noch einiges mehr bekommen. Diese Welt muss man nicht verstehen... Nun haben auch meine beiden Jungs "endlich" ihre eigenen IPads, wobei ich doch vor Kurzem noch das Nichtbesitzen eines IPads gelobt hatte.

Völlig erschöpft lag ich an diesem Abend um 8.00 Uhr im Bett und schlief sofort ein, da mich am nächsten Tag eine weitere Reise erwarten würde.

Montag, den 29.12.2014 hatten meine Gastmutter und ihr Vater Geburtstag und die Haushälterin fuhr mich daher nach Windham zu meiner Gastfamilie, um Abends auf die Jungs aufpassen zu können. Ein passendes Geschenk zu finden war alles andere als einfach. Diverse Allergien, aber auch Diäten machten es unmöglich, eine Packung Pralinen zu wählen. Andere Dinge wie Dekorationen werden in einer Schublade verstaubt und vergessen. Schlussendlich habe ich mich jedoch für eine Flaschenlampe entschieden, welche sehr gut ankam. Seit Weihnachten verbringt meine Gastfamilie zusammen mit den Eltern meiner Gastmutter etwas Zeit im Skigebiet Windham.
Von New York aus fährt man ca. 2.20 h, wobei die Fahrt aufgrund gerader Strecken sehr angenehm war. Angekommen, die Großeltern begrüßt, das Auto ausgepackt und eine Kleinigkeit gegessen, machte ich mich zusammen mit dem Großvater auf den Weg zum Skilift, wo wir zunächst auf meine Gasteltern trafen. Danach sammelten wir die beiden Jungs ein, die sich sehr über meine Rückkehr freuten. Viel Schnee liegt hier allerdings nicht mehr, da es vor Kurzem geregnet hat. Die Schneekanonen laufen auf Hochtouren, um die Urlaubsgäste nicht zu verlieren.

Heute (Dienstag, 30.12.2014) fuhren meine Gasteltern zusammen mit der Haushälterin zurück nach New York, da die beiden bis Freitag Sonne in Florida tanken werden. Ich bin nun also mit den Großeltern und den beiden Jungs alleine in Windham in dem Skihaus und werde daher Neujahr höchst wahrscheinlich verschlafen, da ich hier niemanden kenne.. So habe ich mir Neujahr in Amerika nicht vorgestellt.
Ansonsten war der heutige Tag sehr chaotisch. Der Kleine wollte nicht Ski fahren gehen. Den Großen bedrückte etwas, was er zunächst nicht zugeben wollte. Der Kleine nahm ein Bad, allerdings nicht sehr lange, weil kleiner, bzw. großer Unfall. Beim Abendessen wurde wieder nur gejammert und geweint. "Uns geht es so schlecht, weil wir alleine mit euch sein müssen. Wir hatten gar keinen Spaß heute." und zwei Minuten später wird wieder gelacht und man ist glücklich.

Warum bin ich nochmal zurück nach Amerika geflogen?

Ich habe die zwei Frechzwerge wirklich total lieb, aber manchmal treiben sie einen doch in den Wahnsinn.

Ich wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr 2015,

Jana

 

 Ps: Heute wurde ich gefragt, ob ich noch länger bei der Familie bleiben möchte...

Dienstag, 16.12.2014

Auf ein Neues, Wochenüberblick: Weihnachtliches New York City und zwei Strafzettel an einem Tag

Eigentlich sollte dieser Blogeintrag gestern Abend schon hochgeladen werden, allerdings wurde der gesamte Auschrieb nach Beendigung gelöscht..

Montag, 8.12.2014:

Montag ging der Kleine immer noch nicht in die Schule und somit arbeitete ich ausnahmsweise zusätzliche Stunde am Morgen, wobei wir eigentlich nur zusammen auf dem Sofa saßen und Fernseh schauten.  Endlich nahm mein Gastvater den Kleinen noch einmal zum Arzt, sodass dieser Medikamente verschrieb. Von 11.30 - 14.00 hatte ich glücklicherweise frei, sodass ich Zeit fürs Gym und für mein Lunch hatte. Anschließend holte ich den Großen von der Schule ab und danach bauten wir alle zusammen Legos im Spielzimmer.

Dienstag, 9.12.2014:

Auch am Dienstag war der Kleine noch krank und hatte ein Fieber, weswegen er weiterhin zu Hause blieb. Ich bot auch an diesem Tag an, Stunden am Morgen zu arbeiten. Der Kleine schlief viel an diesem Tag und ich holte am Mittag den Großen von der Schule ab und brachte ihn am Nachmittag zu seinem Schwimmtraining.

Mittwoch, 10.12.2014:

Auch an diesem Morgen saß der Kleine auf dem Sofa und schaute Fernseh anstatt in die Schule zu gehen. Ich bot wiederum an, Stunden am Morgen zu arbeiten, obwohl ich eigentlich bis 16.00 Uhrfrei haben sollte. Daraufhin dankte man und sagte, dass man mir eine Nachricht senden würde. Bis 16.00 Uhr habe ich keine Nachricht bekommen, was mich tatsächlich ein wenig aufregte, da ich Freundinnen abgesagt hatte, um abrufbereit sein zu können.

Donnerstag, 11.12.2014:

Endlich ging der Kleine wieder zur Schule und meine gewohnte Routine kehrte zurück. Am Abend wollten wir wie jeden Donnerstag Pizza machen, allerdings bekam der Kleine von jetzt auf gleich Bauchschmerzen, die scheinbar so schlimm waren, dass er weder laufen, noch liegen konnte und nur brüllend und weinend auf dem Sofa saß. Ins Krankenhaus wollte er allerdings nicht. Nach einiger Zeit hatte sich das dann gelegt, jedoch hatte ich die Pizza in der Zwischenzeit selber gemacht und in den Ofen geschoben. Anschließend aßen wir zusammen im Wohnzimmer unsere Pizza und schauten einen Film.

Freitag, 12.12.2014:

Meine Gastmutter arbeitete an diesem Tag von zu Hause aus, was mir meistens sehr unrecht ist, da die Jungs dann dauernd zu ihr ins Büro laufen, um etwas zu fragen, zu zeigen, etc.. So war der Kleine wie erwartet an diesem Tag äußerst quängelig. Zusammen mit den beiden Jungs ging ich ein bisschen an die frische Luft, wo wir die Kürbisse zusammen suchten und mit Hammer und Schraubenzieher gewalttätig zerstörten. Anschließend durften die beiden die Eisenbahn, welche hier traditionell unter den Weihnachtsbaum kommt, aufbauen. Da es draußen schon zu Streit zwischen den beiden Brüdern gekommen war, machte ich sie darauf aufmerksam, dass bei der kleinsten Diskussion die Aktion abgebrochen würde. Ich entfernte mich gerade, um einen Snack für die beiden zu machen, da hörte ich schon erste Schreie. Als ich daraufhin meinte, dass die Bahn nun nicht mehr aufgebaut werden dürfte, rannte der Kleine selbstverständlich ins Office zu seiner Mutter. Irgendwie einigten sich die beiden Streithähne dann doch noch und die Eisenbaum wurde aufgebaut und gefahren.

Samstag, 13.12.2014:

Am Samstag Morgen sollte ich eigentlich arbeiten, hatte aber auf zahlreicher "Überstunden" am Morgen frei, weswegen ich den Tag nutze, um mit zwei anderen deutschen Au Pairs (Anna und Lena) nach New York City zu fahren, um mir dort die weihnachtlichen Schaufenster und Dekorationen anzusehen. An diesem Tag holte meine Gastfamilie den Weihnachtsbaum, weswegen ich das Auto meiner Gastmutter zur Verfügung gestellt bekam, da "mein" Auto zum Tannenbaum Holen misbraucht wurde, denn natürlich wurde der ganze Dreck im Kofferaum nicht entfernt. Das Auto meiner Gastmutter hatte noch Benzin für 5 Meilen, weswegen ich sicherheitshalber noch tanken fuhr. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, all die Lichter in New York City bei Nacht zu sehen, da ich einen Zug um 16.00 Uhr nach Rye nehmen musste, um dort rechtzeitig um 18.00 Uhr babysitten zu können.  Meine Gasteltern waren auf einer Weihnachtsfeier im Yacht Club eingeladen, weswegen meine Aufgabe darin bestand, die beiden Jungs ins Bett zu bringen. Der Kleine fand diese Idee aber ganz und gar nicht gut und veranstaltete 30 Minuten lang ein Theater und schreite mir die Ohren voll. Er wollte seine Mutter unter keinen Umständen gehen lassen, daher brachte meine Gastmutter ihren kleinen Schreihals ins Bett und machte sich zusammen mit meinem Gastvater und mit 1 1/2 Stunden Verspätung auf den Weg zum Yacht Club. Ich hatte dann den Großen noch ein wenig zu beaufsichtigen und als dieser dann in seinem Bettchen lag kam Hannah noch kurz vorbei und wir schauten einen Film. Meine Gasteltern kamen im Übrigen eine Stunde später nach Hause als geplant...

Sonntag, 14.12.2014:

Sonntag Morgen musste ich von 8.00 - 12.00 Uhr arbeiten. Ich bastelte mit dem Kleinen einen UPS Truck und half dem Großen mit seinem Rewell Segelbot. Anschließend fuhr ich mit zwei Au Pairs (Anna und Kira) nach White Plains, da wir alle noch einige Besorgungen machen wollten. Im ersten Parkhaus bekamen wir trotz Parkscheins ein Ticket über 50 $, worüber wir uns zunächst furchtbar aufregten. Wir fuhren kurzerhand zur Behörde, wobei dort Sonntags kein zuständiger anzutreffen war. Man weiste uns allerdings darauf hin, not guilty anzukreuzen, vor Gericht zu gehen und dann sei die Sache erleditgt. Wir fuhren zu einer weiteren Mall und bekamen auch dort trotz Parkscheins ein Ticket. Glücklicherweise trafen wir dort auf zwei Männer, die diese Tickets verteilten und diese machten uns darauf aufmerksam, dass das Registrierungsdatum meines Autos abgelaufen sei. Zu Hause angekommen, erzählte ich es meinem Gastvater, der daraufhin nur meinte, dass der neue Sticker bereits in der Küche hinge. Ich legte ihm die beiden Tickets auf Anweisung in die Küche und verabschiedete mich wieder. Diese 100$ müssen nun bezahlt werden, allerdings lag es ja nicht in meiner Schuld, da meine Gastfamilie dafür sorgen muss, dass das Auto registriert ist. Ich habe jedoch auch keinerlei Schuld zugeschoben bekommen und mein Gastvater nahm das tatsächlich sehr locker.

 

Montag, 08.12.2014

Donnerstag, 4.12.- Sonntag, 7.12.: Weihnachtsbäkerei

Donnerstag:

Am Donnerstag hatte ich meine vorerst letzte Spanisch Stunde, welche wir mit einem Test über das Gelernte abschlossen. Anschließend durften wir nach Hause gehen. Ich werde mich auf jeden Fall für einen weiteren Kurs im Frühling anmelden und hoffen, dass nicht zu viele Dinge wiederholt werden müssen. Der Kurs hat mir große Freude bereitet, da Spanisch meiner Meinung nach eine wunderschöne Sprache ist.

Mein Gastvater hatte am Donnerstag irgendein Treffen und war daher den ganzen Tag über außer Haus. Meine Gastmutter arbeitete in New York City, daher waren die Haushälterin und ich mit den beiden Jungs alleine. Der Kleine war an diesem Tag nicht zur Schule gegangen, da er ein Fieber hatte. Als ich nach dem College durch die Türe kam und der Kleine zunächst dachte, ich sei sein Vater, fing er fürchterlich an zu weinen und über sein Ohr zu plagen. Kaum sah er, dass ich es war, stoppte er. Den Tag zuvor hatte er eine ähnliche Show abgeliefert. Jedes Mal, wenn sein Vater erschien begann er zu weinen und jammern und sobald sein Vater außer Sichtweite war, lachte er und sprang herum. Ich fing etwas früher als gewohnt an zu arbeiten und schaute mit dem Kleinen englische Weihnachtsserien. Um 3.00 pm musste ich den Großen von der Schule abholen und um 4.20 pm zum Schwimmtraining bringen. Anschließend auch wieder abholen und dann zu Mc Donalds fahren, um Abendessen für die beiden Jungs zu besorgen. ´Mein Gastvater hatte das den beiden angeboten. Um 5.45 pm machte ich mich zusammen mit dem Großen erneut auf den Weg zur Schule, da dort ein Musical aufgeführt wurde, was der Große unbedingt sehen wollte. Es war herrlich mitanzusehen, wie viel Spaß Kinder im Alter von ca. 8 - 14 Jahren auf der Bühne hatten. Als wir nach Hause kamen, war es auch schon spät und somit musste der Große ins Bett gehen. Der Kleine schlummerte glücklicherweise schon einige Zeit. Um kurz nach 9.00 kamen sowohl mein Gastvater als auch meine Gastmutter nach Hause und ich war somit befreit für den Abend.


Freitag:

Am Freitag sollte ich eigentlich frei haben. Denn mit Eröffnung der Skisaison in Windham, New York, wo meine Gastfamilie von November bis März ein Haus mietet, verbringen sie dort nahezu jedes Wochende. Meine Gastmutter arbeitet dann Freitags zu Hause, sodass sie zusammen mit meinem Gastvater die beiden Jungs um 12.00 pm von der Schule abholen kann und alle gemeinsam auf direktem Wege nach Winham fahren können.

Als ich am Morgen jedoch in die Küche kam, sah ich den Kleinen im Wohnzimmer Fernseh schauen, denn auch an diesem Tag plagte ihn das Fieber. Zudem arbeitete meine Gastmutter in der Stadt und nicht wie angenommen zu Hause. Als mein Gastvater um 12.20 pm mit dem Großen nach Hause kam, erfuhr ich, dass sie sich erst gegen 4.00 pm auf die Socken machen würden. Daher bot ich ihm an, an diesem Tag ein wenig zu arbeiten, was er dankend entgegen nahm. Ich baute mit dem Großen Legos, während der Kleine mit Fieber im Bett lag. Gegen 4.00 pm kam meine Gastmutter nach Hause und kurz darauf war ich mit der Haushälterin alleine. Wir fuhren zu Bed Bath and Beyond, um neue Kissen für mein Zimmer zu kaufen, da man jede einzelne Feder in den alten spüren konnte und ich besorgte zudem noch ein paar Süßigkeiten für die Nikolaus Stiefel. Meine beiden Jungs hatten nämlich einen Tag zuvor den größten Schuh im ganzen Haus gesucht, ihn geputzt und vor die Tür gestellt.

Samstag:

Am Samstag war ein Au Pair zu Besuch und wir backten die ersten Weihnachtsplätzchen. Am Abend gingen wir dann noch zusammen ins Kino und schauten Horrible Bosses 2 an. An dieser Stelle möchte ich meine drei Brüder dazu auffordern, diesen Film anzusehen. Er wird euch zu 100 % gefallen!

(Ich glaube, dass ich mir noch nie so viel Mühe mit Plätzchen gegeben habe! Lebkuchen, Butterplätzchen, Spitzbuben und außerdem noch Schoko-Krossis und Vanillekipferl)


Sonntag:

Am Sonntag kamen dann zwei Mädchen (Au Pairs in Rye) zu Besuch und wir backten ebenfalls ein paar Plätzchen. Da meine Gastfamilie zwischen 3.00 pm und 5.00 pm zurück sein wollte, verließen wir das Haus um 3.00 pm und fuhren nach White Plains, wo wir ein wenig in Geschäften stöberten. Anschließend fuhren wir zurück nach Rye und aßen einen Frozen Yoghurt zu Abend. Wobei in dem Laden gerade eine Geburtstagsfeier stattfand, welche uns äußerst auf den Zeiger, bzw, auf die Ohren ging. Daher beschlossen wir, das Eis im Auto zu essen. Danach wurde ich nach Hause gebracht, wo mich der Große bereits erwartete. Mit einem breiten Grinsen kam er auf mich zugerannt und berichtete mir, was der Nikolaus ihm alles gebracht hatte. Der Kleine schlief bereits.

 

 

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Dies und Das:

- Kürbisse auf dem Kompost

- ein Poolhaus voller Weihnachtsgeschenke

- Kinder ohne Adventskalender

- Kamera im Spielzimmer

- Kürbisse auf dem Kompost... Mit Thanksgiving ist die Kürbiszeit im Amerika offiziell beendet und man beginnt, weihnachtlich zu schmücken. Dazu müssen die für mehrere Hundert Dollar eingekauften Kürbisse natürlich entsorgt werden, denn diese zu verarbeiten wäre weitaus zu viel Aufwand. Ich habe die kleinen Kürbisse allerdings zum größten Teil verarbeitet, um der Wegwerfgesellschaft ein wenig entgegen zu wirken.

- ein Poolhaus voller Weihnachtsgeschenke... Seit einer Woche kommen nun die ersten Pakete an, welche Weihnachtsgeschenle für die beiden Jungs sind. Nach einer Woche sind bereits 25 Pakete, nicht Päckchen, im Poolhaus und viele weitere werden folgen.

- Kinder ohne Adventskalender... Der größte Spaß als Kind in der Vorweihnachtszeit ist mit Abstand der Adventskalender, doch amerikanische Kinder kennen diese Tradition kaum. Aufgrund der Reise nach Florida in der letzten Woche hatte ich total vergessen, einen Kalender für die beiden KInder zu basteln. Als ich in New York City nach einem einfachen Kalender suchte, fand ich keinen einzigen. An einem deutschen Stand auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Union Square verkaufte eine Frau Schokoladenkalender für 7,50 $ das Stück, was es mir dann tatsächlich nicht wert war.

- Kamera im Spielzimmer... Die neuste Investition im Hause meiner Gastfamilie ist eine Kamera im Spielzimmer. Diese dient dazu, dass mein Gastvater die zwei Jungs auf seinem IPhone beobachten kann, ganz egal, wo er sich gerade aufhält. Die Kamera verfügt zudem über eine Sprachfunktion, sodass man sich auch unterhalten kann. Resultat: Man wird immer fauler!

 

 

 

Montag, 01.12.2014

Samstag, 22.11.2014 - Samstag, 29.11.2014: Eine Woche Sonne tanken im Sunshine State Florida

Am Samstag Nachmittag ging es für meinen Gastvater, die zwei Jungs und mich um 2:30 pm auf zum La Guardia Flughafen, New York. Meine Gastmutter hatte noch einiges beruflich zu tun, weswegen sie Mittwoch nachflog. Davor hatte ich noch von 8:00-1:00 gearbeitet, sodass ich gerade noch Zeit zum Packen hatte. Ich war ein wenig müde, da ich den Abend zuvor mit drei anderen deutschen Au Pairs ins Kino gegangen war und erst gegen 12:30 am nach Hause kam.

Der La Guardia Flughafen ist der mit Abstand hässlichste und heruntergekommenste Flughafen, den ich je gesehen habe. Tatsächlich stehen viele alte Gebäude der American Airline still, da sie kurz vorm Zusammenbrechen sind. Nach Miami fliegt man ca. 3h 30 min, sodass wir Abends um 8:30 pm ankamen. Wir wurden am Flughafen in Miami von der Haushälterin abgeholt. Sie war Freitag Morgen schon nach Florida geflogen, um das nun zum größten Teil fertig renovierte Haus zu putzen und Dinge wie Küchenutensilien zu besorgen. Meine Gastfamilie braucht dazu scheinbar die Hilfe der Haushälterin und zahlt gerne 500$ für den Flug. Am Samstag geschah nicht mehr wirklich viel, da wir vom Flughafen noch eine knappe Stunde nach Key Largo gefahren sind und dort angekommen nach einer kurzen Hausbesichtigung direkt ins Bett fielen. Ich musste mir von Samstag bis Donnerstag ein Zimmer mit der Haushälterin teilen, da das Haus nur über drei Schlafzimmer verfügt, das stellte aber weder für sie noch für mich ein Problem dar. Das Ferienhaus der Familie liegt auf einer Key Insel Floridas nahe Key Largo. Es ist Teil des Ocean Reef Clubs, welcher vor allem dem Golf gilt. Sitze ich auf der Terasse kann ich beobachten, wie ein Männchen nach dem anderen mit einem Golfcart angefahren kommt, 3, 4 mal den Ball anschubst, danach wieder in das Cart steigt und weiter fährt.

Sonntag hatte ich glücklicherweise frei. Die Haushälterin hatte ein paar Dinge in Miami Beach zu erledigen und nahm mich freundlicherweise mit, sodass ich die Möglichkeit hatte, ein wenig zu sehen. Wir hatten jedoch noch ein paar Einkäufe zu machen, weswegen es schon dunkel war als wir den Sand zwischen unseren Füßen spüren konnten. Am Abend hatte ich mein bislang mit Abstand teuerste Dinner hier in Amerika (125$ für eine zwei-Personen Portion).

Montag fuhr ich zusammen mit meinem Gastvater und den beiden Jungs ebenfalls nach South Miami Beach, da wir dort in ein Children Museum gingen, wo wir stolze 55 Minuten verbrachten, wobei die zwei noch gerne länger geblieben wären, da noch längst nicht alles entdeckt war. Es ging weiter zum Lunch, wo die beiden Jungs ihr Essen zwar anstarrten, aber nicht anrührten. Also wurde alles eingepackt und wir fuhren zurück Richtung Key Largo, wobei wir noch bei drei Läden anhielten. Zum einen kauften wir Bastelsachen für die Jungs, weitere Küchenutensilien, weil hier ja so viel gekocht wird (Mittagessen und Abendessen wird hier bestellt und auf Wunsch zum Haus geliefert), außerdem durften sich die beiden Jungs noch jeweils eine DVD aussuchen. An diesem Tag arbeitete ich zum ersten Mal länger als die erlaubten 10 Stunden und auch der folgende Tag war ein langer Tag.

Dienstag sollte ich um 1:00 pm anfangen, da die zwei den Vormittag im Camp verbringen sollten. Jedoch fand an diesem Tag kein Camp statt, weswegen ich um 9:00 am die beiden um mich hatte. Ich schnappte die beiden und fuhr zum Strand. Zum ersten Mal fuhr die Jana nun also ein Golfcart. Wir verbrachten insgesamt 5 Stunden damit, Sandburgen zu bauen, zu schwimmen, Tretboot zu fahren und Essen zu verschwenden, worin der Kleine besonders gut war/ist. Das Slush Eis wurde zwei Mal angerührt, dann in die Sonne gestellt und anschließend weggeworfen. Die Pommes und das Hühnchen wurden zur Hälfte gegessen und dann zu mir abgeschoben, ein Milchshake sollte aber trotzdem noch bestellt werden. Zwei mal gezippt und das wars. Der Große aß alles außer das Hühnchen. Anschließend fuhren wir zum Haus, wo noch einige Arbeiter waren. Die Abzugshaube in der Küche musste noch angebracht werden, die Türklinken und und und. Wir bauten an diesem Nachmittag Boote aus Blättern von Bäumen. Am Abend wurde ein Film geschaut und währenddessen gegessen. Die weißen Stoffbezüge der Couch sind bereits dreckig und auch die Wände haben stellenweise dunkle Flecken.

Mittwoch Morgen war meine Gastmutter dann auch in Florida angekommen und anstatt Zeit mit den Kindern zu verbringen schickte man die beiden ins Camp. Der Kleine wurde um 1:00 pm abgeholt und mit zum Einkaufen genommen. Um 5:00 pm holten Meine Gasteltern den Großen dann vom Camp ab und brachten die beiden Jungs nach Hause, wo ich nun die Aufgabe hatte, die beiden zu unterhalten. Wir bauten weitere Blätterschiffe. Eigentlich wollten meine Gasteltern an diesem Abend ausgehen, was aber aufgrund von Müdigkeit ausfiel und ich somit nach 2 Stunden arbeiten befreit war. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war weniger erholsam, da die Haushälterin mitten in der Nacht ihre Koffer packte und ihr Wecker morgens um 5:00 klingelte.

Donnerstag war Thanksgiving, weswegen der Große nur von 9:00-1:00 ins Camp ging. Der Kleine blieb an diesem Morhen zu Hause, da er immer wieder schwere Hustenanfälle hatte. Er durfte den ganzen Morgen Fernseh schauen und am Ipad spielen. danach spielte ich mit ihnen und um 4:45 gingen wir gemeinsam zum Thanksgiving Dinner, was ein kleines Chaos war. Der Große ließ seinen Teller am Büffet fallen, der Kleine hustete das Essen voll und beide ließen natürlich einen Großteil ihres Essens zurück. Das Essen war super lecker und es gab eine große Auswahl. Ich aß eine kleine Kürbiscreme Suppe, etwas Käse und Brot und natürlich Turkey mit mashed Potatoes. Danach brachten wir den Großen zu einem Spieleraum, wo er XBox spielen konnte und meine Gasteltern schauten mit dem Kleinen den Film Frozen im Freien an. Allerdings kamen sie sehr früh wieder zurück, da der Kleine ununterbrochen husten musste. Dementsprechend sah auch die Nacht von Donnerstag auf Freitag aus. Der Große wurde zu mir ins Zimmer umquartiert und der Kleine hielt seine Eltern die ganze Nacht wach. Husten, Übergeben und Weinen ohne Ende...

Am nächsten Morgen (Freitag) ging der Kleine daher auch nicht zum Camp, sondern verbrachte den Morgen mit dem IPad auf dem Sofa. Ich sollte um 4:00 anfangen zu arbeiten, weswegen ich beschloss, den Morgen am Strand zu verbringen, außerdem lernte ich ein paar Spanisch Vokabeln. Als ich gegen 4:00 anfing zu arbeiten kam der Große auf die fantastische Idee eine Kokusnuss von der Palme im Garten herunter zu holen. Dann galt es, diese zu knacken, was gar nicht so leicht war, da man zunächst die äußerste borstenartige Schicht entfernen musste. Mit viel Geduld, Kraft und Herumziehen gelang es mir, die Kokusnuss offen zu legen. Aufgrund mehrerer Hammerschläge war die Nuss bereits beschädigt und wir konnten problemlos die Milch in einen Becher gießen. Der Große hatte nun große Freude daran, weiterhin auf die Nuss einzuschlagen, sodass ich das Fleisch entnehmen konnte. Trotz anfänglicher Zweifel probierte ich die Kokusnuss und sie schmeckte wirklich super lecker! Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass der Große wenige Tage zuvor versucht hatte, eine Kokusnuss vom letzten Jahr zu knacken, was in Uringestank endete. Am Abend flippte der Kleine vollkommen aus, da er unter keinen Umständen mit mir zu Abend essen wollte geschweige denn von mir ins Bett gebracht werden wollte. Und das nur, weil ich ihm kurz zuvor verboten hatte eine Mandarinen auf der weißen Couch zu essen, da ich wusste, dass er sie zu 100% ausspucken würde. Mit genügend Tränen brachte er seine Mutter dazu, mit ihm zu essen und ihn ins Bett zu bringen. Der Große ging an diesem Tag von 6:00-10:00pm ins Abendcamp während der Kleine zum wiederholten Male große Schwierigkeiten beim Einschlafen hatte. Sein Husten war trotz vom Arzt verschriebenem Medikament noch nicht besser geworden. Daher entschieden meine Gasteltern auch an diesem Abend nicht auszugehen, weswegen ich früher als erwartet Feierabend hatte.

Am Samstag ging auch der Kleine wieder zum Camp und ich half meiner Gastmutter beim Packen. Um 1.30 pm wurden wir von einer durchaus netten, aber doch sehr gesprächigen Frau abgeholt und zum Flughafen gebracht. Um 4.04 pm ging unser Flieger zurück nach New York City, wo wir gegen 7.30 pm landeten. Anschließend wurden wir von der Haushälterin nach Hause gebracht, wo die beiden Jungs direkt ins Bett fielen.

Dienstag, 18.11.2014

Dies und Das

Langsam komme ich tatsächlich in Weihnachtsstimmung. Gegen 4:00 wird es hier allmählich dunkel und um 5:00 kann man die Hand vor Augen nur noch erahnen. Die Temperaturen sinken stetig und die ersten Schneeflocken sind schon gefallen. Heute hat es jedoch sehr stark geregnet. Im amerikanischen Verkehrsnetz bricht dann immer Panik aus und von Verzögerungen ist auszugehen. Zur Zeit fahre ich eher ungerne Auto, da die Spiegel selbst am Tag dunkel gefärbt sind und man daher Autos bei Tageslicht darin kaum erkennen kann. Angeblich soll das bald repariert werden. An einem regnerischen Tag würde doch jeder gerne mit einem warmen Getränk in eine Decke eingekuschelt einen Film ansehen. Auch wenn ich nur 15 min Zeit hatte, ließ ich mir das nicht nehmen. Ich schaue am liebsten Filme, die in New York City gedreht wurden, da ich diese nun mit ganz anderen Augen betrachte. In dem Film "the Pill" wurde sogar die Stadt, in der ich wohne genannt. "... He is a banker and he lives in Rye. And he is rich and handsome and ..." Diese Beschreibung passt wahrhaftig ganz gut. Vermutlich habt ihr euch selbst schon ein Bild von der Gegend gemacht, in der ich wohne. Kurze Zusammenfassung: • 15$ Eiscreme • 10 $ Salsa • RayBan Sonnenbrille für einen 4-jährigen • 2 Ferienhäuser • ausschließlich Bio • Christmas Wishlist (gehe ich noch drauf ein) • und und und Meine derzeitige Beschäftigung besteht neben dem Arbeiten darin, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Päckchen nach Deutschland zu schicken ist übrigens unverschämt teuer! Meine beiden Jungs sind fleißig dabei, die Wunschliste für Santa Claus zu schreiben. Der Große nimmt dazu das IPad seines Vaters, geht auf Amazon, sucht Lego Sets, schreibt den genauen Namen und den Preis auf ein Blatt Papier und geht natürlich davon aus, alles geschenkt zu bekommen. Wir sprechen hier von 12 Lego Sets a 300$. Der Kleine hingegen hat Playmobil für sich entdeckt und wünscht sich ein Auto, einen Lkw, ein Boot, ein Flugzeug, einen Spielplatz, eine Ritterburg und weitere Sets. Doch zunächst gilt es, ein anderes und für mich völlig fremdes Fest zu überleben. Am Donnerstag, den 27.11. steht Thanksgiving an und somit besteht Platzgefahr! Ich werde dafür am Samstag zusammen mit meinem Gastvater und den beiden Jungs nach Miami fliegen und von dort zu ihrem Ferienhaus am Key Largo fahren. Am Mittwoch wird meine Gastmutter hinterherfliegen, da sie viel zu arbeiten hat. Ich freue mich vor allem auf warme 20 Crad und Sonne, wobei es vermutlich auch hier und da regnen wird. Im Moment bangen wir alle noch ein wenig, da das Haus aufgrund Renovierungsarbeiten immer noch nicht bewohnbar ist.

Ansonsten passiert derzeit nicht sehr viel. Ich gehe noch bis zum 4. Dezember zwei Mal die Woche zum College und kann nun schon wenige Sätze Spanisch. In der Schule haben der Große und ich heute tatsächlich eine Konversation auf Spanisch gehalten. Ich werde mich vermutlich für einen weiteren Spanisch Kurs anmelden, jedoch steht noch nicht fest, ob der Kurs im Frühling das bereits Gelernte wiederholen wird. Denn der Fall 1 Kurs war ursprünglich Level 1, kam aber nicht zu Stande, daher war der Fall 2 Kurs Level 1 anstatt Level 2. Der Spring 1 Kurs ist als Level 1 vorgesehen und der Spring 2 Kurs als Level 2.

Ich bin nun mittlerweile schon 4 Monate und 10 Tage hier und werde immer weiter amerikanisiert. Ich überhole rechts auf dem Highway, ich hupe an einer Ampel, wenn jemand nicht fährt, ich esse Gurken mit Hummus, Tortilla Chips mit Salsa und Äpfel mit Peanutbutter. Ich suche allerdings NICHT den zum Eingang nähstgelegensten Parkplatz. Hebe mein Geld an der Bank jedoch am Drive in Schalter ab. Benutze nach wie vor jedoch lieber Plastikteller als Pappteller und habe mir nun eine Tasse gekauft, um keine weiteren Pappbecher wegwerfen zu müssen. Mein Englisch wird immer besser, mein "Spanisch" ist in der Anfangsphase und mein Deutsch leidet gewaltig.

 

Dienstag, 04.11.2014

Wochenüberblick: Rehkopf im Gefrierfach - Happy Halloween!

Es tut mir wirklich furchtbar leid, dass zur Zeit so wenig Einträge kommen, aber leider hatte ich für mehrere Tage keinen Internetzugang und zudem hat mein Computer sich immer wieder aufgehängt. Ich versuche meine letzten Tage, bzw. meine letzte Woche so gut wie möglich zusammen zu fassen.

 

Am Montag hatte ich von 9.30 am - 10.55 am College. Ich hatte mich ursprünglich für einen English Grammar and Conversation Kurs angemeldet, da ich den Spanischkurs ohne den vorherigen Kurs und wenigen Grundkentnissen nicht wahrnehmen durfte. Ich erfuhr aber, dass dieser erste Spanischkurs nicht zu Stande gekommen war, weswegen ich kurzer Hand in die Spanischklasse wechselte und nun also doch die Möglichkeit habe, eine weitere Sprache zu lernen. Das bringt natürlich weitaus mehr Aufwand und Anstrengung mit sich als ein Englisch Kurs, was mich aber nicht abschreckt, da es mir große Freude bereitet.
Montag brachte eine weitere "Überaschung" mit sich... Mein Gastvater hatte im Sommer einige Jagdstunden genommen, da sich viele Rehe auf dem Grundstück befinden und sie nicht nur das Gras abfressen, sondern auch jegliche Blumen. Da man im Staat New York aber nicht mit einem Gewehr auf dem eigenem Grundstück jagen darf, lernte mein Gastvater mit Pfeil und Bogen umzugehen. Montag war es so weit und er verbrachte den gesamten Tag auf seinem Hochsitz. Gegen 7.00 pm kam er aufgeregt in die Küche, wo die beiden Jungs und ich gerade zu Abend aßen. Er hatte tatsächlichen einen Bock erwischt und den galt es nun zu finden. Zusammen mit zwei Freunden suchte er den gesamten Wald nahe des Hauses ab. Sie fanden das Tier, schleppten es in die Garage, und... An dieser Stelle möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Ich kann nur sagen, dass am nächsten Morgen neben mehreren Kg Fleisch auch ein Kopf im Gefrierfach lag. Ich vermied es vorerst, die Türe der Tiefkühltruhe zu öffnen.

Dienstag wurde dieser Kopf dann zu einem Mann gebracht, der daraus eine Trophäe machen wird, welche demnächst im Haus aufgehängt werden soll.
Ansonsten passierte nicht sehr viel, weswegen ich gleich zu Mittwoch übergehe.

Am Mittwoch Morgen besuchte ich wie immer die Ultimate Challenge im Gym, danach duschte ich und machte mir etwas zu essen. Ich packte einen Snack und fuhr zu Schule, wo ich mit dem Kleinen ein wenig Zeit auf dem Spielplatz verbrachte, während der Große Schlagzeugunterricht hatte. Anschließend fuhren wir nach Hause, spielten ein wenig im Spielzimmer, dann hatte der Große Nachhilfe und danach wurde zu Abend gegessen. Anschließend brachte mein Gastvater den Kleinen ins Bett und ich den Großen.

Donnerstag fing ich um 6.00 am an zu arbeiten, da mein Gastvater in Miami war, um nach dem Haus zu sehen. Der Große war bereits wach und saß in seiner Schuluniform vor dem Fernsehen. Den Kleinen musste ich gegen 6.45 am aus seinen Träumen reißen. Meine Gastmutter war Mittwoch Nacht von London wiedergekommen und hatte ds Haus gegen 7.00 am verlassen, um nach New York City zur Abrbeit zu fahren. Nachdem ich die beiden Jungs um 8.00 am an der Schule abgesetzt hatte, fuhr ich direkt zum College, wo ich meine 3. Spanischstunde hatte und wir lernten die Zahlen, die Monate und die Wochentage. Der amerikanische College Look besteht im Übrigen aus einer Jogginghose und einem Hoddie. Danach ging ich direkt ins Gym, dann nach Hause und am Nachmittag zur Schule, wo ich den Großen aufsuchte. Zusammen versuchten wir seine Mathehausaufgaben in der Bücherei zu erledigen, was aufgrund fehlender Konzentration sehr mühsam war. Anschließend sammelten wir den Kleinen ein und fuhren geradewegs zum Gym, wo der Große gerade pünktlich zu seiner Schwimmstunde kam. Ich verbrachte mit dem Kleinen ein wenig Zeit auf dem Spielplatz, der zum Gym gehört. Um 5.20 pm war das Training des Großen vorbei und wir machten uns zusammen auf den Heimweg, wo wir wie jeden Donnerstag eine Pizza machten. Wir waren gerade am essen, als meine Gastmutter von der Arbeit nach Hause kam. An diesem Abend brachte mich der Große in eine mir unangenehme Situation, denn er wollte lieber von mir ins Bett gebracht werden als von meiner Gastmutter, allerdings betonte die Gastmutter darauf hin, dass sie ihn gerne ins Bett bringen würde, was er dann glücklicherweise hinnahm. Daher war ich am darauffolgendem Samstag umso glücklicher über das Weinen des Kleinen. Denn dieser wollte lieber Zeit mit seiner Mutter als mit mir verbringen.

Freitag war Halloween und ich schminkte mich schon am Morgen, da mir am Mittag dafür keine Zeit blieb. Der Kleine wurde wie jeden Freitag vom Vater von der Schule abgeholt und ich begann um 2.00 pm mit dem Kleinen zu spielen. Als erstes wurde mir an diesem Tag ein Kürbissticker auf die Stirn geklebt, mit welchem ich den ganzen Tag rumzulaufen hatte. Jeden Freitag fließen Tränen bei dem Kleinen, wenn es darum geht, dass er zusammen mit mir seinen Bruder von der Schule abholen muss. Als wir gegen 4.10 pm nach Hause kamen, wurden die Kostüme angezogen und wir machten uns auf den Weg zu Freunden der Familie. Diese leben in einer Nachbarschaft, in der die Häuser sehr dicht beisammen stehen, was sich daher gut für Trick and Treat eignete. Zusammen mit den Eltern und den Jungs zogen wir um die Häuser und es war herrlich mit anzusehen, welche Freude die verkleideten Kinder dabei hatten. Die Vorgärten der Häuser waren alle liebevoll mit gruseligen Dekorationen geschmückt und manche Bewohner ließen sogar Geistergeräusche und Musik laufen. Nach einer gewissen Zeit wurde der Kleine jedoch müde und dem Großen schmerzten seine Füße in den Cowboystiefeln. Ich hatte ihn zuvor noch ausdrücklich gefragt, ob er sich sicher sei, den ganzen Abend darin laufen zu können. Der Große verbrachte die Nacht bei einem Freund und ich fuhr zusammen mit meinen Gasteltern und dem Kleinen zu Freunden, wo wir eine halbe Stunde verbrachten und dann nach Hause fuhren. Anschließend traf ich mich mit anderen Au Pairs und wir fuhren zusammen nach New York City, wo wir Halloween feiern wollten. Die Stadt war überfüllt von verrückten Kostümen und es gestaltete sich schwer, in einem Club zu kommen. Leider fing es auch noch an zu regnen und wir wurden nass auf dem Weg zum Bahnhof. Ich hatte das Auto am Bahnhof in Rye stehen und konnte daher die anderen Mädchen nach Hause fahren.

Am Samstag musste ich von 10.00 am - 3.00 pm arbeiten. Als ich gegen 10.00 ins Wohnzimmer kam, saß der Kleine mit seiner Mutter und einem Pancake vor dem Fernsehen. Er war an diesem Tag sehr fixiert auf seine Mutter, weswegen er kaum von ihr los zu kriegen war. Ich hatte daher die Aufgabe, den Großen nach Tarrytown zu einer Geburtstagsfeier zu bringen. Und hier eine weitere Anmerkung zu Amerika: Amerikanische Eltern arrangieren jemanden, der die Kinder für ca. 2 Stunden beschäftigt und dann ist die Feier zu Ende. Der Große wurde also zwei Stunden später vom Vater abgeholt, denn mittlerweile hatte ich den Kleinen überzeugt, ein wenig Zeit mit mir zu verbringen, sodass seine Mutter einige Dinge erledigen konnte. Um 3.00 pm war ich dann befreit und nahm den nächsten Zug nach New York, wo ich mich mit einem anderen Au Pair traf. Ich verbrachte das Wochenende in der Stadt und fuhr Sonntag um 12.00 pm nach Hause, da ich um 1.00 pm arbeiten musste.

Am Sonntag schaute ich mit den beiden Jungs den Kinofilm "Book of Life", was ca. 2 Stunden meiner Arbeitszeit ausmachte. Anschließend räumten wir das Spielzimmer auf, denn die beiden hatten gute Arbeit geleistet, dieses zu verwüsten. Am Abend war mein Gastvater nicht zu Hause und er verspätete sich um 45 min, weswegen ich länger als geplant arbeitete. Die beiden Jungs mussten gebadet werden und etwas zu essen bekommen, anschließend kam mein Gastvater nach Hause und brachte die beiden ins Bett. Wobei ich zuvor noch mit dem Großen puzzelte, da ich es ihm versprochen hatte. Er war nämlich ein wenig traurig, dass ich mehr Zeit mit dem Kleinen verbracht hatte. Allerdings sortierte ich viel mehr seine Legos als mit dem Kleinen zu spielen.

 

Ich hoffe, dass mein Internet vorerst keine weiteren Probleme bereitet und ich weitere Einträge schreiben kann.

Montag, 27.10.2014

Freitag, 24.10. - Sonntag, 26.10.2014 - Roadtrip nach Chicago

Leider spinnt mein Computer und das Internet derzeit ein wenig, weswegen meine Eintrage zurück gehen. Aber wenn man alles zehn Mal schreiben oder 20 Mal laden muss, hat man irgendwann keine Geduld mehr....

Das Wochenende wurde zum großen Teil im Auto verbracht, da zwei Mädchen und ich einen Trip mit einem gemietetem Auto nach Chicago machten. Wir fuhren 14 Stunden hin, da aufgrund eines Unfalles die Autobahn für 1 1/2 Stunden gesperrt war, kamen Samstag Morgen um 10.30 Ortszeit an, schauten uns die Stadt an und blieben eine Nacht in einem Hostel, sodass wir am Sonntag Morgen um 6.00 zurück fahren konnten. die Rückfahrt dauerte 13 Stunden, da auch hier wieder 40 Minuten Verzögerung hinzukamen.

Nun zu Chicago: Die Stadt hat mich wirklich schwer beeindruckt! Ich kann es kaum in Worte fassen und hoffe, dass die Bilder für sich sprechen. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und die Sonne schien den gesamten Tag!

   

Resultat: Ich bin verliebt! Verliebt in Chicago!

Donnerstag, 16.10.2014

Mittwoch, 15.10.2014 - 100 Tage Amerika

>> 100 Tage Amerika <<

 

Heute vor genau 100 Tagen habe ich zum ersten Mal einen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt. Mittlerweile bin ich tatsächlich teilweise "amerikanisiert"! 

12 Fakten über Amerika und Amerikaner:

1.)  Jede Begrüßung lautet hier: "Hi, how are you?" und dabei interessiert die Antwort auf die Frage nach dem Wohlergehen niemanden. 

2.) Parken? Kein Problem, denn die extra breiten Parkplätze und die mit jeglicher Technik ausgerüsteten Autos erleichtern diesen Part enorm. Parkplätze gibt es zudem auch zu Genügen, wobei das Fitnessstudio eine Ausnahme bildet und man vor allem gegen 9.00 Geduld mit sich bringen muss. 

3.) Amerikaner mögen´s kalt. Egal, ob das Hotel, wo ich die Orientierungstage verbrachte, das Haus meiner Gastfamilie, der Supermarkt oder diverse andere Geschäfte... eines haben alle gemeinsam: Die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren, sodass ich jedes Mal friere, sobald ich die Türschwelle übertreten habe.

4.) Wegwerfgesellschaft pur! Wie ich bereits schon am Anfang meines Blogs berichtet habe, wird hier unglaublich viel weggeworfen, was natürlich auch von der Gesellschaftsschicht abhängt. Auch ich greife traurigerweise hier und da zum Pappteller und bin zu geizig, mir eine 5 $ Tasse zu kaufen, um auf weitere Pappbecher verzichten zu können. Wobei ich mir nun fest vorgenommen habe, diese umgerechneten 3,50 € in eine Porzellantasse zu investieren.

5.) Tanken ist hier "billig" - eine Tankfüllung (ca. 73 l) gibts hier für 55 $ (ca. 45 €)

6.) Essen, insbesondere gesundes Essen ist dafür umso teurer, wobei meine Gastfamilie dafür aufkommt

7.) JEDER Amerikaner besitzt ein IPhone.

8.) An jeder Straßenecke findet man einen Starbucks, in dem sich zahlreiche Mac Book Besitzer parallel mit ihrem IPhone in der einen Hand einen Kaffe schlürfend niederlassen. Dunkin Donuts ist zudem auch oft vertreten, Mc Donalds ist hier eine Selbstverständlichkeit. 

9.) Polizeiautos sind hier keinesfalls aufeinander abgestimmt. Ich habe den Eindruck, dass jedes brauchbare, bzw. noch fahrbare Auto herhalten muss

10.) Amerika übertreibt in Sachen Fürsorge. Ein Koch schneidet sich in den Finger, steht mit einem Pflaster auf der Straße und wartet auf einen Arzt. Nachdem 2 Feuerwehrwagen, 2 Polizeiautos und 3 Krankenwagen eingetroffen sind, wird der "schwerverletzte" versorgt. Und diese Anzahl an Autos trifft bei jeder Kleinigkeit ein. Das muss ganz schön teuer sein...

11.) Auf dem Highway fährt jeder wie er will. In New York liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 55 MpH, was ungefähr 90 km/h entspricht. An die Geschwindikeitsbegrenzung hält sich hier so gut wie niemand und ob man links oder rechts überholt spielt auch keine Rolle. Will man eine Spur wechseln oder vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn auffahren, muss man Glück haben, eine Lücke zu finden, denn Platz gemacht wird hier generell nicht.

12.) Amerikaner geben gerne Komplimente und nette Anmerkungen. Noch nie habe ich eine solch offene Art auf der Straße getroffen. Sei es "hey, ich mag dein T-Shirt", "Hey, ihr zwei seht glücklich aus!" oder "Du hast perfekte Augenbrauen" (ja das wurde mir tatsächlich gesagt) und hilfsbereit sind sie ohnehin. 

Angesichts dessen, dass derzeit wirklich nicht so viel Spannendes geschieht, dachte ich, dass ich hiermit eine kleine Abwechslung bringen kann.

Natürlich handelt es sich hierbei um MEINE Erfahrungen und Ansichten, die sich fast ausschließlich auf New York beziehen. Ich fühle mich hier unglaublich wohl und habe mich mittlerweile an sehr viele amerikanische Eigenheiten gewöhnt. Natürlich vermisse ich die deutschen Umstände, jedoch bin ich dankbar um jede Erfahrung, die ich hier machen darf!

Sonntag, 12.10.2014

Donnerstag, 9.10. und Freitag, 10.10.2014 - wo habe ich nur meinen Kopf?

Am Donnerstag hatte ich eine halbe Stunde früher angefangen zu arbeiten, da ich dem Großen einen besonderen Snack mitzubringen hatte. Aufgrund seines Schwimmtrainings bekommt er jetzt Dienstags und Donnerstags Nudeln, damit er länger durchhalten kann. Da aber keine Nudeln vorgekocht waren, machte ich schnell welche und fuhr danach kurz zum Supermarkt, um Pizzateig, Milch und Bananen zu kaufen. Ich hatte noch ausreichend Zeit und fuhr somit nach Hause, um die Einkäufe in den Kühlschrank stellen zu können. Danach machte ich mich auf den Weg zur Schule, um den Goßen einzusammeln. Ich war so auf seinen Snack konzentriert, dass ich vergessen hatte seine Schwimmsachen einzupacken, was mir natürlich gerade in dem Moment in den Kopf kam, als ich auf den Highway auffuhr. Ich nahm die nächste Ausfahrt und ließ mich vom Navigationsgerät nach Hause führen, wobei an diesem Tag sehr viel Verkehr war. Da ich jedoch immer rechtzeitig und mit genügend Zeitpuffer losfahre, kam ich trotz dieses Vorfalls noch rechtzeitig an der Schule an und traf dort auf den Großen. Zusammen verbrachten wir Zeit in der Bibliothek und machten dort seine Hausaufgaben. Der Unterricht vom Kleinen endet offiziel um 3.50, leider kommt er jedoch immer erst um 3.56/3.57, was mich jedes Mal in Stress versetzt, da das Schwimmtraining des Großen um 4.20 beginnt und ich EIGENTLICH 30 Minuten von der Schule zum Schwimmbad brauche. Wir schaffen es dann meistens um 4.18 da zu sein, sodass der Große aus dem Auto springen und ins Wasser hüpfen kann. Ich verbrachte eine Stunde mit dem Kleinen auf dem Spielplatz des Fitnesscenters und machte mich dann zusammen mit den beiden Jungs auf den Weg nach Hause, wo wir wie jeden Donnerstag unsere Pizza machten. Dann mussten sich die beiden auch schon umziehen und anschließend aßen wir die Pizza im Wohnzimmer. Ich mag es nicht, mit den beiden Kindern im Wohnzimmer zu essen, da das dann meistens noch länger dauert. Normalerweise brauchen die zwei mindestens 45 Minuten fürs Abendessen und selbst dann ist der Teller noch nicht leer. Der Große und ich hatten einen Tag zuvor ein Puzzle angefangen, an dem wir dann noch ein wenig arbeiteten bevor ich ihn ins Bett brachte.

Am Freitag verbrachte ich den Morgen zusammen mit Hannah und wir machten uns leckere Burger zum Mittagessen, gegen 2.00 fing ich dann an zu arbeiten, womit wir zu meiner weiteren Dummheit kommen.

 

Freitags wird der Kleine immer um 12.00 vom Vater abgeholt und dann zum Mittagessen ausgeführt. Ich richtete wie jeden Tag den Snack für den Großen und wollte mich dann auf den Weg zur Schule machen, wurde allerdings vom Kleinen aufgehalten, da dieser mit mir spielen wollte. Ich machte ihm klar, dass ich seinen Bruder abholen müsste und ließ ihn entäuscht zurück. Um 2.40 an der Schule angekommen musste ich feststellen, dass ich eine ganze Stunde zu früh war. es war Freitag und der Unterricht endete um 3.40 und nicht um 2.40. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen, dass ich anbot, ein oder zwei Stunden an meinem freien Tag (Samstag) zu arbeiten, was auch angenommen wurde. Böse war mir glücklicherweise niemand! 
Auf dem Weg zur Schule hätte ich auch noch beinahe einen Bieber auf dem Highway überfahren. Ich habe noch nie so viele tote Tiere auf Straßen gesehen wie hier. Von Eichhörnchen über Bieber über Dachs, von allem ist etwas dabei. Auch beim Joggen sehe ich oft Tiere, die schon mindestens 4 Monate am Straßenrand liegen und von zahlreichen Autoreifen papierdünn gefahren sind.
Ich habe neulich übrigens einen Waschbär in unserem kleinen Wald gesehen! 

Mein Wochenende bestand bislang aus viel Herumliegen, da ich total erschöpft war. Jetzt geht es mir aber besser!

 

Zu guter Letzt noch die Bilder von den herumliegenden Skeletten im Garten:

Donnerstag, 09.10.2014

Mittwoch, 8.10.2014 - Zusammenfassung der letzten Woche

Derzeit habe ich leider kaum etwas zu erzählen. Vielleicht für die Neugierigen unter euch mal meinen wöchentlichen Arbeitsplan:

Montag:

14.00 - 14.10 : Snacks richten (Cracker, Käse, Tomaten, Gurken, etwas zum Naschen, Apfelsaft und Lemonade)

14.30 - 14.50 : Fahrt zur Schule

15.00 - 15.50: Großen einsammeln, Hausaufgaben erledigen, Buch lesen oder Spielplatz 

15.50 - 16.20: Kleinen einsammeln und Fahrt nach Hause

16.20 - 18.00: Schuluniform gegen Alltagskleidung tauschen, bei schönem Wetter frische Luft schnappen , ansonsten Spielzimmer
[17.00 - 18.00: Nachhilfe für den Großen, Einzelbetreuung für den Kleinen]

18.00-19.00: Bad/Dusche, Schlafanzüge, Familienspiele, Abendessen

Dienstag:

14.00 - 14.50: s. Montag

14.50 - 15.30: Kleinen einsammeln, Großen einsammeln, Fahrt nach Hause

15.30 - 18.00: s. Montag
[16.20 - 17.20: Schwimmunterricht für den Großen, Einzelbetreuung für den Kleinen]

18.00 - 19.00: Hausaufgaben mit dem Großen erledigen, Schlafanzüge, Abendessen

Mittwoch:

14.00 - 14.50: s. Montag

14.50 - 15.30: Kleinen einsammeln, Bibliothek oder Spielplatz

15.30 - 16.00: Großen einsammeln, Heimfahrt

16.00 - 18.00: s. Montag
[17.00 - 18.00: Nachhilfe für den Großen]

18.00 - 19.00: s. Montag

Donnerstag: 

14.00 - 14.50: s. Montag

14.50 - 15.50: Großen einsammeln, Hausaufgaben erledigen, Buch lesen oder Spielplatz

15.50 - 16.20: Kleinen einsammeln, Heimfahrt, Großen beim Schwimmtraining absetzen
[16.20 - 17.20: Schwimmunterricht für den Großen)

17.20 - 19.00: Pizza machen, Schlafanzüge, Abendessen

Freitag:

14.00 - 14.50: Kleinen beschäftigen (Freitags endet der Unterricht für ihn um 12.00. Mein Gastvater holt ihn dann immer ab und geht zusammen mit ihm Mittag essen.), Snacks, Fahrt zur Schule

14.50 - 15.20: Heimfahrt

15.20 - 18.00: Spielen

18.00 - 19.00: Bad/Dusche, Schlafanzüge, Abendessen, Familienspiele

Samstag:

8.00 - 13.00: Frühstück (selbstgemachte Pancakes), Spielzimmer

13.00 - 15.00: Mittagessen machen, Spielzimmer

Sonntag:
bis auf Ausnahmen immer frei!

 

Ansonten bin ich jetzt schon 3 Monate und einen Tag in Amerika und bin sehr froh, dass meine Zeit noch nicht vorbei ist. Langsam aber sicher vermisse ich allerdings doch bestimmte heimische Dinge, wobei ich nicht von Heimweh sprechen würde.
Meine Freizeit am Morgen nutze ich bislang tatsächlich für Sport. Meine Abende werden meistens zusammen mit anderen Au Pairs im Starbucks oder bei Frozen Yoghurt beendet.

Ich hoffe, dass ich bald wieder ein paar spannende Geschichten zu berichten habe, vor allem Halloween wird hier besonders aufregend! Im Übrigen hat hier jedes Haus am 1.10. die ersten Kürbisse und Halloween Deko ausgepackt. Auch im Haus meiner Gastfamilie sind alle Handtücher, Serviertten, Topfuntersetzer, Kerzen, etc. passend zum Halloween Fest abgestimmt. Im Garten liegen bereits Skelette und Zombieköpfe herum, die ich jeden Tag auf dem Weg zur Schule von der Straße aufsammeln kann, weil sie entweder durch den Wind oder durch wilde Tiere ihren ursprünglichen Standort verlassen haben.

Damit verabschiede ich mich und melde mich, sobald es etwas neues gibt,

Jana

Dienstag, 30.09.2014

Montag, 29.09.2013 - dies und das

Da ich heute nicht sehr viel über meinen Tag zu berichten habe, gibt es viele kleine Dinge, die gerade in meinem Kopf herumschwirren.

 

1.) Ich habe mich für einen Kurs am College angemeldet. Von Ende Oktober bis Anfang Dezember werde ich einen English Grammar and Conversation Kurs am Manhattan Ville College nehmen. Mein ursprünglicher Plan, dort Spanisch zu belegen ging leider nicht auf, da ich das erste "Semester" verpasst habe.

 

2.) Ich habe endlich zusammen mit der Hilfe der Haushälterin die auf Leinwand gedruckten Bilder aufgehängt. Meine Gastfamilie hatte diese bestellt, um mein Zimmer etwas wohnlicher zu machen.
Und somit gibt es hier nach 2 Monaten und 3 Wochen die Bilder von meinem Zimmer, in dem ich mich wirklich sehr wohl fühle.

 

3.) Ab jetzt wird gespart! Es ist durchaus schwer, hier Geld zu sichern. Ich bekomme jeden Freitag 200 $ (155 €) und versuche nun mindestens 150 $ davon zurückzulegen. Jonas und Melanie können nur bestätigen, dass das Geld hier wie Luft verschwindet.

 

4.) Ich habe wieder eine Motivationsphase bezüglich Sport und versuche nun jeden Morgen ins Fitnessstudio zu gehen. Die haben da wirklich gute Kurse, die ich aufgrund der Mitgliedschaft kostenlos belegen kann.

5.) Heute sind es 2 Monate und 3 Wochen, die ich schon in Amerika bin. Die Zeit ist wahnsinnig schnell vorbei gegangen! Bleiben noch 9 Monate und eine Woche...

 

Ich hoffe, dass meine Einträge nach wie vor informativ, aber doch nicht allzu langweilig sind. Ich gebe mir große Mühe, euch trotz großer Distanz an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Bis bald,

eure Jana

Montag, 29.09.2014

Samstag, 27.09.2014 und Sonntag, 28.09.2014 - Sandburgen und Heimreise

Samstag:

Samstag waren meine beiden Jungs im Camp, der Kleine von 9.00 - 12.00 und der Große von 9.00 - 4-00 und von 6.30 - 9.30. Somit hatte ich zunächst den Vormittag frei, den ich am Steg des Hauses unserer Ferienwohnung verbrachte. Meine Gasteltern waren im Fitnessstudio und danach zum wiederholten Male in ihrem noch nicht vollständig renoviertem Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Danach fuhren wir zusammen zum Strand, wo wir uns jedoch an den Pool legten. Kurze Zeit später stand der Kleine vor mir und wollte eine Sandburg bauen, was wir natürlich taten.
Anschließend ging er mit seiner Mutter in den Pool, wobei er nach einer gewissen Zeit zu mir kam und mich fragte, ob ich mit ihm im Pool spielen würde, was ich natürlich gerne tat. Angesichts dessen, dass ich an diesem Tag nicht sehr viel zu arbeiten hatte, da die Jungs ja die meiste Zeit im Camp verbracht hatten, war ich dankbar um jede kleine Gelegenheit, da mein Gewissen dadurch ein wenig beruhigt wurde. Wir spielten eine Weile im Pool und machten die verschiedensten Tiere nach. Ab 3.00 wurde der Pool für Kinder gesperrt, weswegen wir beschlossen, an der Sandburg weiterzubauen. Es kamen immer mehr Kinder, die uns dabei helfen wollten, wobei ein Junge von ca. 9 Jahren viel mehr zerstörte als baute. Als der Große gegen 4.00 kam verbrachte ich ein wenig Zeit mit ihm auf einem der Tretboote, wobei mein Kopf ordentlich Sonne abbekam, weswegen ich eine kurze Auszeit im Schatten benötigte. Im Großen und Ganzen war das mein Samstag Nachmittag. Für mich fühlte es sich ganz und gar nicht nach arbeiten an, sondern viel mehr nach Urlaub mit meiner Gastfamilie. Am Abend fand eine Hochzeit statt, weswegen man viele schick gekleidete Leute am Pool vorbeilaufen sah. Während mein Großer weiterhin im Wasser plantschte, hatte der Kleine einen Tisch am Strand besetzt, wo er zusammen mit seinen Eltern eine Kleinigkeit aß. Ich hatte die Aufgabe, den Großen im Auge zu behalten. Nachdem wir den Großen im Abend Camp abgesetzt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Ferienwohnung, wo ich mit dem Kleinen ein wenig spielte, ehe er sein Abendessen aß und ich mir einen Salat machte, während mein Gastvater Essen für sich und meine Gastmutter holte. Der Kleine wurde an diesem Abend von der Mutter ins Bett gebracht, womit ich dann ab ca. 8.00 befreit war.

Sonntag:

Heute (Sonntag) verbrachten wir nur zwei Stunden am Strand, da wir gegen 12.00 abgeholt wurden und zum Flughafen gebracht wurden. Auch heute wurde wieder eine Sandburg gebaut, die jedoch um einiges größer war als die gestrige.

Der Kleine wollte sie jedoch lieber zerstören als zu bauen und konnte es kaum abwarten. Allerdings konnten seine Mutter und ich ihn noch davon abhalten und auch andere Strandbesucher, die diese Burg wirklich bewunderten. Anschließend fuhren wir gegen 11.00 zur Wohnung, wobei ich mich seperat nach Hause bringen ließ, um eine schnelle Dusche nehmen zu können, bevor der Rest der Mannschaft eintrudelte. Danach wurde nur noch gepackt und der Kühlschrank wurde geleert. Der Große und der Kleine stritten auf dem Weg zum Flughafen darüber, wer im Flugzeug neben mir sitzen dürfe. Aufgrund dessen, dass der Große auf dem Hinflug neben mir saß, war nun sein kleiner Bruder an der Reihe, wobei er sich später im Flugzeug umentschied. Der Flug verlief ansonsten sehr ruhig, da der Große mit dem IPad beschäftigt war und der Kleine mit einem anderen IPad zwischen Mama und Papa saß. Die beiden Jungs haben keine eigenen IPads, was hier in Amerika eine Seltenheit ist. Diese IPads gehören den Eltern und sie werden nur sehr selten von den zwei Jungs genutzt.
Neben mir saß unglücklicherweise ein bärtiger Chinese mit Mundgeruch, der zu allem Überfluss auch noch mit offenem Mund schlief. Nach knapp drei Stunden landeten wir in New York und mussten am Flughafen leider auf unser Handgepäck warten, das aufgrund des Platzmangels an Bord kurzfrisitg als Gepäckstück aufgegeben werden musste. Wir wurden von der Haushälterin abgeholt und mussten nur knappe 40 Minuten fahren, da wir zum La Guardia Flughafen New York geflogen waren. Nachdem wir gegen 6.30 zu Hause in Rye angekommen waren zog ich mich um und nahm dann einen Zug nach New York, weil ich an dem Abend noch verabredet war.

Samstag, 27.09.2014

Donnerstag, 25.09.2014 und Freitag, 26.09.2014 - Fishing & Alligator Farm

Am Donnerstag war der Geburtstag von meinem Großen und da er sehr gerne angeln geht, verbrachten wir den Morgen von 8.00-1.00 auf einem kleinen Fischerboot. Ich war jedoch nicht nur sehr müde, sondern wurde aufgrund des stetigen Wellengang ein wenig seekrank. Insgesamt haben wir 4 doch relativ große Fische gefangen, die wir auch verspeisen werden. Als wir das Boot verlassen hatten, gingen wir zum Mittagessen in eine Bar und fuhren dann zum Haus meiner Gastfamilie, das derzeit renoviert wird, da sie es erst im August gekauft haben. Der Pool ist allerdings schon zu nutzen, wobei der Rest ein reines Chaos bildet. Die beiden Jungs plantschten ein wenig im Pool, während meine Gasteltern diverse Dinge mit den Bauarbeitern zu besprechen hatten. Angeblich soll das Haus in 3 Wochen fertig renoviert und eingerichtet sein, was zum jetzigen Zeitpunkt jedoch niemand wirklich glauben kann. Bis Thanksgiving sollte es aber auf jeden Fall fertig sein, sodass wir dann die Tage dort verbringen werden können. Anschließend fuhren wir zur Ferienwohnung, wo ich nach einer schnellen Dusche dem Großen sein Geschenk überreichte. Nachdem er seinen neuen Lego Camper innerhalb weniger Minuten zusammengebaut hatte, starteten wir eine Runde Monopoly, wobei wir nicht über 4 Runden hinauskamen, da der Kleine schnell die Lust verloren hatte. Stattdessen wollte er viel lieber die Fische im Meer beobachten, die direkt vor dem Haus schwammen. Ich hätte tatsächlich nicht damit gerechnet Papageienfische und sogar einen Rochen dort zu sehen, da ich diese Fische bislang nur vom Roten Meer her kannte. Anschließend wurde nur noch Abendessen bestellt und dann ging ich auch recht früh ins Bett.

Heute (Freitag) machten die zwei Jungs und ich einen kleinen Ausflug zu einer Alligator Farm, da für die Eltern auch heute wieder weitere Besprechungen für das Haus anstanden. Wir fuhren ca. 35 Minuten mit dem Auto und kamen dann in einem kleinen Park an, der meiner Meinung nach nicht wirklich tierlieb und artengerecht gestaltet ist. Es gibt viele kleine Becken, in denen sich Alligatoren verschiedenen Alters beinahe wie ein Turm aus Holzklötzen stapeln.

 

Allerdings war es doch sehr interessant zu sehen, wie die Tiere sich von Jahr zu Jahr verändern. Außerdem gab es eine Schlangenshow, die wir besuchten, wobei der Große gerne alles mitmachte. Auch ich hatte eine Schlange um meinen Hals gelegt bekommen und ich bin wirklich beeindruckt von der Kraft einer doch recht kleinen Schlange.

Nach der Schlangenshow sind wir mit einem Boot durch die seichten Gewässer gefahren, bzw. hier und da geflogen, da dieses Boot einen große Fahn hatte. Da konnte man auch hier und da einen Alligator im Schlamm sehen, wobei das keinesfalls beängstigend war.

Zu guter Letzt besuchten wir noch eine kleine Alligatoren Show, wobei mir diese ebenfalls ein wenig wie Tierquälerei vorkam. Auch hier hatte man die Möglichkeit, einen kleinen Alligator zu halten, selbstverständlich war dessen Maul zugeklebt.

Nachdem wir dann wieder im Ocean Reef Club angekommen waren und etwas zu Mittag gegessen hatten, verbrachten wir den Nachmittag am Strand und am Pool, wobei wir unter anderem Tretboot auf dem kleinen See auf Meerwasser fuhren. Ich wollte ein paar Bilder von der Bilderbuchumgebung machen und traf dabei zufällig auf einen wilden Leguan, der sich in der Sonne auf den Steinen bewegte. Leider hatte ich nur mein Handy zur Hand, weswegen die Qualität des Bildes durchaus schlecht ist, aber auf dem folgenden Bild kann man ihn bei genauerem Hinschauen durchaus erkennen.

 

Donnerstag, 25.09.2014

Montag, 22.09.2014 - Mittwoch, 24.09.2014 - dies und das, Abschied und Miami

Montag, 22.09.2014:

Ich war sehr froh darüber, dass ich am Montag erst um 4.30 anfangen musste zu arbeiten, so blieb genügend Zeit zum Ausschlafen und einem kurzen Shoppingtrip nach White Plains. Gerade noch rechtzeitig kamen wir nach einem erfolgreichen Nachmittag nach Hause, wo meine beiden Jungs schon sehnswürdig auf mich warteten und mir um den Hals fielen als ich durch die Türe kam. Vor allem mein Großer war aufgeregt, denn er wollte mir all seine Geburtstagsgeschenke zeigen, die er am Samstag bekommen hatte. Er hat zwar erst am Donnerstag Geburtstag, feierte jedoch schon am Samstag und wollte seine Geschenke natürlich auch schon am Samstag auspacken. Ich denke, dass das auch im Sinne meiner Gasteltern war, da wir seinen Geburtstag in Miami verbringen werden. Auch wenn er selbstverständlich all seine Wünsche erfüllt bekommen hat, möchte ich an dieser Stelle jedoch auf eine äußerst lobenswerte Sache hinweisen. Denn die 20 Kinder, die zu seiner Party eingeladen waren, wurden darum gebeten, etwas Geld zu schenken anstatt Spielsachen, da sowohl meine Gasteltern sls uch der Große der Meinung waren, bereits genügend Kram zu besitzen. Das gesamte Geld soll nun gespendet werden. Dem Großen blieb nicht allzu viel Zeit, da er noch Nachhilfe hatte, was den Kleinen jedoch umso mehr freute, da ich ihm eine Stunde vollkommen zur Verfügung stand. Und auch an diesem Nachmittag wollte er wieder ein Flugzeug aus Papier basteln, immerhin hatte er die Propeller dafür schon in der Schule gebastelt. Danach machte ich den beiden noch etwas zu essen und hatte eigentlich damit gerechnet, anschließend befreit zu sein. Doch sowohl der Große als auch der Kleine wollten von mir ins Bett gebracht werden, was ich natürlich gerne machte, da sie mich ihrer Mutter vorzogen. Anschließend weckte ich Melanie und wir aßen zusammen mit Jonas eine Kleinigkeit. Dann schauten wir noch einen Film und gingen schlafen, denn am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen, da Jonas und Melanie nach Princton fuhren.

Dienstag, 23.09.2014:

Ich brachte die beiden dafür um 6.00 zum Bahnhof und legte mich anschließend wieder ins Bett, wo ich bis 11.00 blieb. Endlich hat es an diesem Morgen geklappt, mit meiner liebe Ananda zu skypen, was aufgrund der Zeitverschiebung wirklich schwer ist. Ich arbeitete an diesem Tag wie gewohnt von 2.00-8.00 und begann damit, einen Snack für die beiden Jungs zu richten, zur Schule zu fahren, die zwei einzusammeln und nach Hause zu fahren. Der Große hatte eine knappe Stunde Zeit ehe sein Schwimmtraining begann. Ich brachte ihn zum Fitnessstudio und verbrachte anschließend eine weitere Stunde mit dem Kleinen damit, das angefangene Papierflugzeug zu bauen. Wobei er sehr oft verzweifelte und Schreianfälle bekam, weil gewisse Dinge nicht nach seiner Vorstellung klappten. Mein Gastvater holte den Großen vom Schwimmen ab und ich hatte mich nicht ums Abendessen zu kümmern, da das bereits die Haushälterin erledigt hatte. Ich musste die beiden nur dazu bringen, das Spielzimmer sauber zu hinterlassen und ihr Abendessen zu essen. Anschließend spielten wir noch ein Familienspiel, ehe der Vater von einem Meeting wieder kam und ich befreit war. Wobei ich mich direkt nach White Plains zu einem Treffen mit anderen Au Pairs aufmachte. Gegen 10.00 war ich wieder zu Hause, gerade genug Zeit, um meinen Koffer für Miami zu packen und das Geschenk für den Großen noch einzupacken. Um 11.00 holte ich Jonas und Melanie vom Bahnhof ab und nahm sie erneut in meine Obhut auf. Ich hatte meinen Schlafanzug schon an und kroch nur noch unter die Bettdecke und schlief auch direkt ein.

Mittwoch, 25.09.2014:

Mein Plan für Mittwoch Morgen war eigentlich eine Stunde Zumba im Fitnessstudio, dazu verabredete ich mich mit Hannah und Kirstine, einem dänischen Au Pair. Weder Hannah noch ich hatten zu dem Zeitpunkt ein Auto zur Verfügung, weswegen wir kuzerhand liefen. Leider hatten wir uns im Tag vertan und wir machten einen anderen Kurs. Als ich gegen 10.00 wieder nach Hause kam, lagen Jonas und Melanie noch in ihren Betten. Gegen 11.30 konnten wir dann gemeinsam frühstücken und langsam Abschied nehmen. Denn um 1.30 machte ich mich zusammen mit meinem Gastvater auf den Weg zur Schule der beiden Jungs, wo wir die zwei einsammelten und auf direktem Weg zum Flughafen fuhren. Denn der Miami Trip stand bevor. Diese letzten beiden Blogeinträge habe ich im übrigen im Flugzeug geschrieben, denn da habe ich endlich genügend Zeit gefunden, euch meine Erlebnisse aus den letzten Tagen aufzuschreiben.

Ich bin mittlerweile gute gelandet und habe keinen Hitzeschlag erlitten. Die Temperaturen liegen hier um die 28 Crad und die Luftfeuchtigkeit grenzt an die gefühlten 100%. Wir sind nach Key Largo gefahren, wo das Haus der Familie ist, in dem wir allerdings nicht wohnen, da es derzeit renoviert wird. Wir werden die Tage in einer doch sehr kleinen Wohnung wohnen, wobei mich das eher weniger stört.

Ihr werdet in den nächsten 4 Tagen regelmäßig Blogeinträge über die Tage in Florida finden können, also schaut gerne hier vorbei.

 

Kurze Bemerkung, die ich gerne teilen möchte, weil sie mich zum glücklichsten Au Pair aller Zeiten macht. Mein Gastvater hat mir vor zwei Tagen von einem Gespräch der beiden Jungs erzählt.

Großer: "Jana is the greatest Au Pair ever"!
Kleiner: "The greatest!"

Solche Dinge können einen weitaus glücklicher machen als materielle Sachen, denn sie zeigen einem, dass man etwas richtig macht. Mir zeigen sie, dass die beiden Jungs mich so aktzeptieren wie ich bin und dass sie es genießen, Zeit mit mir zu verbringen, was ich natürlich ebenfalls von den zwei behaupten kann. Nach 2 1/2 Monaten wollen die beiden lieber von mir ins Bett gebracht werden als von jemand anderem, neben mir sitzen als neben jemand anderem und jede Sekunde mit mir spielen. Ich habe hier eine unbeschreibliche Zeit, die ich mit Sicherheit niemals vergessen werde...

Donnerstag, 25.09.2014

Bostonwochenende

Wie ich bereits erwähnt habe, verbrachte ich zusammen mit Jonas und Melanie mein freies Wochenende in Boston. Zu den Bildern folgen nun auch ein paar Worte. Wir mussten wie gesagt relativ früh aufstehen, um den Bus rechtzeitig zu erreichen. Wir liefen um 7.00 durch ein äußerst dreckiges Chinatown mit dem Geruch von Urin in der Nase. An der Haltestelle angekommen mussten wir noch gute 30 Minuten auf den Bus warten; völlig übermüdet standen wir da und schauten uns die anderen Wartenden an. Glücklicherweise hatte ich zwei Sitzplätze zur Verfügung, was die Fahrt sehr konfortabel machte. Wir hatten eigentlich mit einer Dauer von drei Stunden gerechnet, kamen aber erst nach 3 3/4 Stunden in Boston an. Zunächst völlig ohne Orientierung liefen wir eine wahllose Straße entlang und kamen recht schnell zu einer Hauptstraße, wobei dort gerade ein Radrennen stattfand. Ich hatte von Hannah schon gehört, dass in Boston eine Linie am Boden entlangführt, die dich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringt. Wir trafen auf diese Linie relativ am Anfang des Weges und begannen, sie bis zum Ende abzulaufen. Zwischendurch machten wir zahlreiche Pausen, da es zum einen sehr warm war und zum anderen das schwere Gepäck auf unserem Rücken eine Last bildete. Auch wenn wir nur eine Nacht in Boston verbrachten, so mussten wir trotzdem einen Schlafanzug, Waschsachen und vor allem Trinken mit uns herumtragen. Ich hatte zudem meine doch recht schwere Kamera mitgenommen, was sich aber auf jeden Fall lohnte. Auch wenn es wirklich nicht sehr viel war, so summiert es sich doch und mit der Zeit werden sogar leichte Dinge zumindest gefühlt immer schwerer. Da wir ab 4.00 im Hostel einchecken konnten, entschieden wir, den Weg nicht zu Ende zu laufen, zumal wir uns sehr weit von Downtown entfernt hatten, wo das Hostel lag. Jonas war etwas unruhig, da wir alle unsere Reisepässe nicht mitgenommen hatten und sie davon ausgingen, dass wir jene zum Einchecken benötigen würden, was wir allerdings nicht taten. Nachdem wir uns ein wenig im Hostel frisch gemacht hatten, suchten wir ein Restaurant fürs Abendessen und da wir direkt in Chinatown waren, landeten wir bei einem Chinesen. Anschließend wollten wir uns Boston bei Nacht anschauen, entschieden uns aber dafür, ins Hostel zu gehen, da wir doch sehr erschöpft und müde waren. Am zweiten Tag, nach einer sehr unruhigen Nacht, checkten wir nach dem Frühstück aus und machten uns auf den Weg zur U-Bahn Station, da wir nach Harvard fahren wollten, um dort die Universität zu besichtigen. Aber auch hier war es beinahe unmöglich alles anzusehen. Melanie sah dort ein Mädchen, welches aus ihrer Stadt kommt, was wieder nur zeigte, wie klein die Welt ist. Zudem sah man überall sowohl junge als auch alte Menschen mit einem Harvard Pullover oder einem T-Shirt herumlaufen und wir stellten uns die Frage, wer von diesen unzähligen Personen tatsächlich Student dieser hochangesehenen Universität sei. Als wir einen Obdachlosen mit einem Harvard Pullover sahen, fingen wir an, an dem Bildungssystem der Universität zu zweifeln. Melanie wollte eine Tour mitmachen, nachdem wir jedoch erfuhren, dass diese 10 $ kostete, machten wir uns auf den Weg zum MIT. Dort angekommen und durch die Türe ins Gebäude gelangt, waren wir kurz davor, uns zu darin zu verlaufen. Wir aßen das vom Frühstück unerlaubt mitgenommene "Mittagssen" und gingen dann wieder zurück nach Boston. Wir hatten noch sehr viel Zeit, weswegen wir mit guten Gewissen immer wieder ausgibige Pausen einlegen konnten. Der Tag war noch wärmer als der vorherige und zudem sehr schwül. Aber auch dieses ausgelassene Beisammensitzen brachte viel Freude mit sich. Wir schauten bereits Ausschau nach einem Restaurant, liefen zahlreiche Geschäfte ab, um feststellen zu müssen, dass in Boston Sonntags doch recht viel geschlossen hat, was wir von New York her nicht kannten. Schließlich landeten wir in der Southstation und aßen ungesundes Fastfood. Jonas aß Tacos und Melanie und ich Donuts. Mit einer Verspätung von 30 Minuten traten wir um 8.30 den Heimweg an, wobei ich dieses Mal keine zwei Sitzplätze für mich alleine hatte. In New York angekommen, mussten wir zur nächsten U-Bahn Station laufen und von dort eine Bahn zur Grand Central nehmen. Glücklicherweise erwischten wir den Zug um 1.10, sodass wir früher als zunächst gedacht zu Hause ankamen. Wir hatten ein wirklich schönes Wochenende in Boston, wobei ich jedoch sagen muss, froh zu sein nahe New York City zu wohnen, da diese Stadt doch sehr viel vielfältiger und aufregender ist.

Dienstag, 23.09.2014

Samstag, 20.09.2014 und Sonntag, 21.09.2014 - Boston mit Jonas und Melanie

Zunächst ein Bild von dem Geburtstagskuchen:

 

Am Samstag Morgen mussten wir drei um 5.19 den Zug nach New York nehmen, um unseren Bus um 7.30 nach Boston rechtzeitig zu erreichen, denn dieser fuhr in Chinatown ab. Das war das erste Mal, dass ich durch Chinatown lief, allerdings fand ich es nicht allzu beeindruckend, was bestimmt an den frühen Morgenstunden lag.

Wir fuhren knappe 4 Stunden und kamen gegen 11.30 an der Southstation in Boston an. In unserem Hostel durften wir ab 4.00 einchecken, weswegen wir unser Gepäck zunächst mit uns durch die Stadt schleppten.
Wir verbrachten zwei super schöne, aber auch anstrengende Tage in Boston, die viele Meilen Fußwege mit sich brachten. Teilweise fühlte ich mich wie ein Packesel mit meinem schweren Rucksack auf dem Rücken.
Die Stadt an sich hat mir richtig gut gefallen, da sie viele alte Gebäude hat und somit einen großen Kontrast zu New York bildet. Außerdem ist sie winzig klein im Vergleich zu New York, was es leicht machte, viele Dinge in zwei Tagen zu sehen, zumal Pflastersteine am Boden einen Weg zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bilden. Somit folgten wir am ersten Tag ausschließlich diesen Steinen und den zweiten Tag füllten wir mit einem Harvard Besuch und einem MIT Besuch.

  

Wir fuhren Sonntag Abend mit dem Bus um 8.00 zurück, wobei dieser 30 Minuten Verspätung hatten und Jonas schon Angst hatte, wir könnten den letzten Zug von New York City nach Rye verpassen. Ohne allzu große Komplikationen [wir dachten kurzfristig, im falschen Zug zu sitzen] kamen wir gegen 2.15 zu Hause an, wo Jonas direkt ins Bett fiel und Melanie und ich noch zusammen am Tisch Melone aßen und redeten.

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